Cyberangriffe zählen zu den größten Risiken im Gesundheitswesen. Dirk Bednarek, Executive Director Deutschland des auf Gesundheitseinrichtungen spezialisierten Versicherers Relyens Mutual Insurance, zeigt, wie Krankenhäuser ihre Cyber-Resilienz stärken und Restrisiken mit passgenauen Lösungen absichern können.
Wenn aus einem Cyberangriff eine Krise wird
Ein gewöhnlicher Arbeitstag im Krankenhaus: Behandlungsabläufe laufen planmäßig, Diagnosen werden dokumentiert und Patientendaten digital verarbeitet. Dann wird eine scheinbar harmlose E-Mail geöffnet. Wenige Minuten später sind zentrale Systeme nicht mehr erreichbar, Patientendaten fehlen und wichtige Prozesse geraten ins Stocken. Mitarbeitende müssen auf Notfallabläufe zurückgreifen, Operationen werden verschoben und Patienten in andere Einrichtungen verlegt. Was mit einem einzigen Klick beginnt, kann innerhalb kürzester Zeit den gesamten Krankenhausbetrieb beeinträchtigen und aus einem digitalen Vorfall eine organisatorische Krise machen.
Wenn die IT ausfällt, steht mehr als nur die Technik still
Cyberangriffe zählen zu den größten Risiken für Krankenhäuser. Laut dem Risikoatlas 2025 von Relyens bewerten 75 Prozent der befragten Führungs- und Fachkräfte im Gesundheitswesen ihre potenziellen Auswirkungen als schwerwiegend. Werden zentrale IT-Systeme beeinträchtigt, kann dies die Patientenversorgung gefährden und hohe Kosten durch Betriebsunterbrechungen, Wiederherstellungsmaßnahmen und Haftungsfälle verursachen. Die Cyber-Sicherheit gehört damit heute zu den wesentlichen Voraussetzungen für eine zuverlässige Versorgungs- und Patientensicherheit.
Die Bedeutung des Zusammenspiels von Prävention und Cyberversicherung
Cyberangriffe lassen sich durch technische und organisatorische Maßnahmen zwar deutlich reduzieren, jedoch nicht vollständig verhindern. Deshalb ist ein wirksames Cyber-Risikomanagement auf das Zusammenspiel von Prävention und Versicherungsschutz angewiesen. Während präventive Maßnahmen dabei helfen, Cyber-Risiken frühzeitig zu erkennen, Schwachstellen zu identifizieren und die Sicherheitslage zu verbessern, sichert eine Cyber-Versicherung verbleibende Restrisiken ab. Im Ernstfall unterstützt eine Cyber-Versicherung nicht nur finanziell. Sie bietet auch Zugang zu spezialisierten Krisenexperten und hilft bei der Schadensbegrenzung sowie der schnellen Wiederherstellung des Krankenhausbetriebs. Damit kann die Versorgungsaufgabe auch nach einem Cybervorfall aufrechterhalten werden. Als auf das Gesundheitswesen spezialisierter Versicherer betrachtet Relyens nicht nur klassische IT-Systeme, sondern auch medizinische Geräte, betriebliche Infrastruktur und die Auswirkung auf die Patientenversorgung.
Die Grundlage für eine nachhaltige Cyber-Resilienz
Cyberangriffe gehören heute zur Realität im Gesundheitswesen. Umso wichtiger ist es, dass Krankenhäuser widerstandsfähiger werden: durch gezielte Prävention, die frühzeitige Identifikation von Schwachstellen und eine Absicherung verbleibender Risiken. Denn Cyber-Resilienz entsteht dort, wo Prävention, organisatorische Vorbereitung und ein auf die Organisation angepasster Versicherungsschutz ineinandergreifen.
Die Versicherung bietet hierbei neben dem eigentlichen Versichungsschutz im Ernstfall auch konkrete operative Unterstützung. Das bedeutet, dass im Falle einer Cyberattacke Experten zur Seite stehen, die mit dem betroffenen Krankenhaus die Situation einschätzen und die nächsten Schritte planen. Eine Krise kann man nicht immer verhindern, aber die Reaktion darauf entscheidet, ob eine Krise außer Kontrolle gerät oder ob die Organisation planvoll durch sie hindurchgeht.
Quelle: Relyens


