Was das Gesetz verändert
Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz greift ab 2027 zwei Punkte konkret an. Die Prüfquoten steigen auf bis zu 40 Prozent, im schlechtesten Fall ohne Obergrenze. Und das Erlöswachstum darf bis 2029 die Grundlohnrate minus einen Prozentpunkt nicht überschreiten. Mehr Prüffälle bei unverändertem Personal, und was eine Prüfung kostet, lässt sich über Wachstum nicht mehr ausgleichen.
Beides entscheidet sich in der Dokumentation
Die Dokumentation ist zweierlei zugleich: der größte Zeitfresser im Klinikalltag und die Basis jeder Abrechnung. Ärzte und Pflegekräfte verbringen täglich rund drei Stunden mit Dokumentation und Bürokratie, ein Drittel ihrer Arbeitszeit (DKI-Blitzumfrage für die DKG, 2024).
Was dabei entsteht, ist Freitext, verteilt über Verlaufseinträge, Briefe und Scans. Die Folgen kennt das Controlling von beiden Seiten: Nebendiagnosen und Prozeduren sind dokumentiert, tauchen in der Kodierung aber nicht auf. Und wenn geprüft wird, muss die Begründung Wochen später aus Akten rekonstruiert werden. Wer hier Lücken hat, verliert zweimal: Arbeitszeit und Erlöse.
Was KI daran ändert
KI verändert die Ausgangslage, weil sie unstrukturierte Sprache und Dokumente über den gesamten Behandlungsfall verarbeiten kann. Primärdokumentation entsteht per Sprache statt über die Tastatur, rund viermal schneller; Übergaben und Visiten werden mitgeschrieben, Vorbefunde automatisch ausgewertet. Entlassbrief und Reha-Antrag bauen sich über den Aufenthalt auf und liegen zu über 80 Prozent vorausgefüllt vor. Freigegeben wird weiterhin ärztlich. Dieselbe Grundlage trägt anschließend Kodierung und MD-Management.
Das trägt allerdings nur, wenn alle Schritte auf demselben Datenkontext arbeiten. Eine Sammlung einzelner KI-Werkzeuge fängt bei jedem Schritt wieder bei null an.
Wie Recare das macht
Die Recare KI-Plattform bildet genau diesen Fallkontext ab: von der sprachbasierten Dokumentation im Behandlungsalltag über die Kodierung mit Belegstelle bis zum begründeten Widerspruch im Prüfverfahren.
Die Kodiervorschläge entstehen direkt aus der vorliegenden Dokumentation des stationären Falles. Durch das KI-gestützte Auslesen der Fallakte mit den daraus resultierenden Code-Vorschlägen, ersparen wir Ihrem Team mindestens 50% Bearbeitungszeit pro Fall. Nach Erlösprüfung und Fallfreigabe erfolgt die Rechnungsstellung.
Leitet die Kasse ein Prüfverfahren eines Falles ein, was für das Krankenhaus zu einem negativen Entscheid führt, bietet das Recare MD-Management volle Unterstützung im Widerspruchsverfahren. Mit dem Tool lässt sich die Evidenz aus der vollständigen, revisionssicher dokumentierten Datenbasis in Sekunden zusammenstellen und ein begründeter Widerspruch vorformulieren. So sind mehr MD-Prüfungen mit bestehendem Personal zu bewältigen. Recare-Lösungen sind bereits bei über 1.000 Kliniken im Einsatz.
In einem Beratungsgespräch zeigen wir, wie sich der zusätzliche Prüfaufwand mit KI auffangen lässt, individuell auf die Klinik zugeschnitten.
Quelle: recare Deutschland GmbH


