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Sana Kliniken: KI für die Versorgung von morgen

Sana

V.l.n.r.: Dr. Andreas Klamann: Ärztlicher Direktor Sana Kliniken Leipziger Land, Dr. Roland Bantle: Geschäftsführer Sana Kliniken Landkreis Leipzig, Gero Breitenbach: Landkreis Leipzig Bereich Wirtschaftsförderung, Anne Lehmann: Leitung IT und klinische Prozesse und Digitalisierung;, Marcus Raschke: Kreisverwaltung Burgenlandkreis; Henry Graichen: Landrat Landkreis Leipzig

Sana Kliniken: KI für die Versorgung von morgen

Digitalisierung

3 MIN

KI-Projekt SLINA erhält der Verbund Fördermittel in Höhe von rund 298.000 Euro

Borna. Wie lässt sich medizinisches Personal im Alltag spürbar entlasten – und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung im Strukturwandel stärken? Eine mögliche Antwort kommt aus den Sana Kliniken Landkreis Leipzig: Für das innovative KI-Projekt „SLINA – Sana Language Intelligent Applikation“ erhält der Verbund Fördermittel in Höhe von rund 298.000 Euro aus dem Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“, das gezielt Projekte zur Stärkung des Strukturwandels in den Braunkohleregionen fördert. Der Förderzeitraum läuft vom 1. Juli 2026 bis 30. Juni 2027.

Digitalisierung trifft Strukturwandel bei Sana

Mit „SLINA“ setzen die Sana Kliniken ein klares Zeichen für die digitale Transformation im Gesundheitswesen und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region. Denn das Projekt verbindet zwei zentrale Herausforderungen: die zunehmende Digitalisierung medizinischer Prozesse und den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. „Die Förderung zeigt, dass innovative Gesundheitsprojekte ein wichtiger Baustein für den Strukturwandel in unserer Region sind. Mit SLINA treiben wir nicht nur die Digitalisierung voran, sondern stärken auch die medizinische Versorgung nachhaltig“, sagt Dr. Roland Bantle, Clustergeschäftsführer Sachsen der Sana Kliniken.

Schnelle Antworten statt langes Suchen

Im klinischen Alltag fallen täglich große Mengen an Patientendaten an – von Arztbriefen über Laborberichte bis hin zu Diagnosen. Diese Informationen sind digital vorhanden, müssen jedoch häufig zeitaufwendig manuell durchsucht werden. Genau hier setzt „SLINA“ an: Die Künstliche Intelligenz (KI) analysiert sämtliche vorhandenen Dokumente eines Patienten innerhalb weniger Sekunden und liefert gezielt Antworten auf konkrete Fragestellungen. Das spart Zeit und ermöglicht es Ärztinnen und Ärzten, sich stärker auf die Behandlung zu konzentrieren. Technisch basiert die Lösung auf einem lokal betriebenen KI-Server, der direkt in bestehende Krankenhausinformationssysteme integriert wird – auch in ältere Systemlandschaften.

Mehrsprachigkeit als Schlüssel im Klinikalltag

Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung internationaler Fachkräfte: Denn die KI ermöglicht mehrsprachige Suchanfragen und Antworten – unabhängig von der Sprache der hinterlegten Dokumente. „Gerade in einem zunehmend internationalen Arbeitsumfeld ist es entscheidend, Informationen schnell und barrierefrei verfügbar zu machen. SLINA kann hier einen echten Unterschied im klinischen Alltag machen“, sagt Anne Lehmann, Leitung IT sowie klinische Prozesse und Digitalisierung und Projektleiterin. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Integration von Fachkräften und zur Sicherung der Versorgung.

Datenschutz konsequent mitgedacht bei SLINA

Ein zentrales Merkmal von „SLINA“ ist der konsequente Datenschutz – insbesondere im Klinikkontext ein zentrales Thema: Die gesamte Datenverarbeitung erfolgt lokal im Krankenhaus. Sensible Patientendaten verlassen zu keinem Zeitpunkt die Einrichtung – ein entscheidender Vorteil gegenüber cloudbasierten Lösungen.

Modellprojekt mit Perspektive

Das Projekt erfüllt die Förderkriterien des Programms „Unternehmen Revier“, da es innovative Ansätze zur Digitalisierung mit einem klaren Beitrag zur Fachkräftesicherung und regionalen Entwicklung verbindet. „SLINA“ ist dabei nicht nur als internes Projekt angelegt, sondern als skalierbare Produktlösung mit Modellcharakter. Perspektivisch soll die Technologie auch anderen Krankenhäusern zur Verfügung stehen und so bundesweit zur Effizienzsteigerung und Modernisierung beitragen.

Quelle: Sana Kliniken Landkreis Leipzig

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