Bündelung der Leistungen des Brüderklinikums Julia Lanz zum 01. Juli am Diako im Mannheimer Süden
Mannheim. Das Brüderklinikum Julia Lanz wird den Umzug von stationärer Versorgung und Notfallversorgung vom Theresienkrankenhaus ins Diako in zwei Wellen Ende Juni durchführen. Der Ärztliche Direktor des Brüderklinikums, Dr. Boris Schumacher, und der Chefarzt der Notaufnahme, Dr. Jochen Kotter, haben die Umzugsplanungen in der Taskforce der Stadt vorgestellt. Damit beginnt für das Brüderklinikum der Countdown für die Bündelung der Leistungen am Standort Diako. Stationäre Versorgung und Notfallversorgung am Theresienkrankenhaus werden im Gegenzug geschlossen.
Der Plan im Einzelnen: Umzug in zwei Wellen
Um die Bündelung am Standort Diako so reibungsarm wie möglich zu gestalten und die Versorgung in allen Umzugsphasen aufrechtzuerhalten, findet der Umzug in zwei Wellen statt:
- Am Sonntag, 28. Juni 2026 verlegt man den Großteil der stationären Patienten ans Diako.
- Der kleinere Teil des Umzugs sowie die Schließung der Notfallaufnahme am Theresienkrankenhaus folgen am 30. Juni 2026. Die Notaufnahme wird um 12:00 Uhr mittags bei der Leitstelle abgemeldet. Für fußläufige Patienten wird bis zum 1. Juli um 6 Uhr eine Notbesetzung am Standort Theresienkrankenhaus im Dienst sein.
- Parallel werden die Notfallkapazitäten am Standort des Diako ab dem 30. Juni deutlich erweitert, sodass die Patientenversorgung weiterhin gewährleistet ist.
- Es fand ein enger Austausch mit sämtlichen Beteiligten, insbesondere der Taskforce der Stadt Mannheim, der Integrierten Leitstelle und den angrenzenden Kliniken statt. Auch im Umzugszeitraum wird die Notfallversorgung wie im bisherigen Umfang von der BBT-Gruppe sichergestellt.
- Am 1. Juli 2026 stellt das Brüderklinikum seinen Teil der Notfallversorgung für die Stadt Mannheim vollumfänglich am Standort Diako bereit.
Minutiöse Planung
„Wir haben den Umzug in den zurückliegenden Monaten minutiös geplant und sind im permanenten Austausch mit der Stadt, externen Partnern, den Leitstellen, den Rettungsdiensten und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, damit der Umzug für alle Beteiligten so schnell und unkompliziert wie möglich verläuft“, erklärt Dr. Boris Schumacher, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kardiologie. „Wichtigste Botschaft für die Mannheimerinnen und Mannheimer: Die medizinische Versorgung bleibt auch während der Umzugsphase durchgehend erhalten. Wir haben verschiedene Szenarien geplant, bleiben in den kommenden Wochen in engem Austausch mit allen Beteiligten, sodass wir auch auf aktuelle Entwicklungen flexibel reagieren können.“
Notfallversorgung gesichert
Auch die besonders wichtige Notfallversorgung gewährleistet das Brüderklinikum während der Umzugsphase. „Die erweiterte Notaufnahme am Diako geht bereits am 30. Juni in Betrieb“, erklärt Dr. Jochen Kotter, Chefarzt des Zentrums für Klinische Akut- und Notfallmedizin. „Wir haben diverse Umzugsszenarien in der Taskforce besprochen und die Hinweise der Taskforce-Mitglieder in unsere Planung aufgenommen. Damit haben wir eine verlässliche Basis, um den Versorgungsauftrag in engem Austausch mit sämtlichen Beteiligten auch im Umzugszeitraum abzusichern.“
Kein Leerstand im Theresienkrankenhaus
Auch wenn zum 1. Juli die stationäre und die Notfall-Versorgung nicht mehr am Theresienkrankenhaus verortet sind, steht das Haus nicht leer: „Es wird dort weiterhin ambulante Leistungen wie zum Beispiel die Dialysepraxis geben“, sagt Dr. Boris Schumacher. „Auch ist dort ein NEF (Notfalleinsatzfahrzeug) stationiert, welches von Ärzten des Brüderklinikums besetzt wird. Aber klar ist: Mit der Bündelung am Diako zum 1. Juli wird es keine stationäre Versorgung und keine Notfallversorgung mehr am Theresienkrankenhaus geben.“
Quelle: Brüderklinikum Julia Lanz




