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Klinikum Wolfsburg verbessert Jahresergebnis 2025 um sechs Millionen Euro

Klinikum Wolfsburg Jahresergebnis 2025

Das Klinikum Wolfsburg konnte 2025 die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten deutlich steigern.

Klinikum Wolfsburg verbessert Jahresergebnis 2025 um sechs Millionen Euro

Aus der Praxis

3 MIN

Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg hat sein wirtschaftliches Ergebnis im Jahr 2025 spürbar verbessert: Das Defizit sank auf rund 14 Millionen Euro – nach 19,9 Millionen Euro im Vorjahr entspricht das einer Verbesserung um rund sechs Millionen Euro. Gleichzeitig stieg die Zahl der versorgten Patientinnen und Patienten sowohl im stationären als auch deutlich im ambulanten Bereich. Die Stadt Wolfsburg als kommunale Trägerin des Klinikums wertet die Entwicklung als positives Signal und setzt ihre Investitionen in Medizintechnik und Infrastruktur fort.

Behandlungszahlen steigen – Leistungsniveau vor Corona wieder erreicht

Im Geschäftsjahr 2025 behandelte das Klinikum Wolfsburg 31.236 Patientinnen und Patienten stationär sowie 64.078 ambulant. Im Vergleich dazu lagen die Zahlen 2024 bei 31.085 stationären und 54.922 ambulanten Behandlungen. Besonders im ambulanten Bereich fällt der Zuwachs deutlich aus. Parallel dazu erhöhten sich die Erlöse aus dem Fallpauschalensystem um rund 6,3 Millionen Euro. Damit hat das Klinikum im dritten aufeinanderfolgenden Jahr seine medizinischen Leistungen gesteigert und das Versorgungsniveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie zurückgewonnen. Auch für das laufende Jahr 2026 zeichnet sich eine weitere Zunahme der Fallzahlen ab.

Investitionen in moderne Medizintechnik

Neben der wirtschaftlichen Stabilisierung bleibt die medizinische Weiterentwicklung ein zentrales Anliegen. Stadt und Klinikum investieren gemeinsam in neue Technologien, die das Behandlungsspektrum erweitern und die Versorgungsqualität steigern. So wurde ein Da Vinci-Operationssystem für roboterunterstützte Eingriffe eingeführt, das besonders präzise und gewebeschonende Operationen ermöglicht. Eingesetzt wird es bislang in der Urologie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Gynäkologie. Auch bei komplexen Wirbelsäuleneingriffen wurden die technischen Möglichkeiten ausgebaut: Moderne 3D-Bildgebung und intraoperative Navigation unterstützen die Operierenden dabei, anatomische Strukturen exakt darzustellen und Instrumente präzise zu führen.

Die Qualitätsentwicklung des Klinikums wird zudem durch unabhängige Zertifizierungen bestätigt. Zuletzt wurden unter anderem die Zertifizierungen des Cancer Centers Wolfsburg und seiner spezialisierten Krebszentren erneut bestätigt.

Konsolidierungsprozess bis 2030

Das Klinikum hat einen strukturierten Konsolidierungsprozess eingeleitet, der bis zum Jahr 2030 angelegt ist. Ziel ist es, spätestens mit dem Jahresabschluss 2030 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen und danach nachhaltig positive Jahresergebnisse zu erwirtschaften.

Wirtschaftliche Stabilität und eine hochwertige medizinische Versorgung gehören für uns untrennbar zusammen. Nur ein wirtschaftlich stabiles Klinikum kann dauerhaft eine verlässliche und hochwertige Versorgung garantieren. Die Verbesserung des Jahresergebnisses 2025 ist deshalb ein wichtiger Schritt.

Klinikumsdirektor André Koch

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Trotz der positiven Entwicklung bleibt die wirtschaftliche Lage des Klinikums angespannt. Die strukturelle Unterfinanzierung der deutschen Krankenhäuser, steigende Personal- und Sachkosten sowie die fortschreitende Verlagerung medizinischer Leistungen in den ambulanten Bereich belasten das Ergebnis weiterhin. Zusätzliche Planungsunsicherheit entsteht durch die laufende Krankenhausreform. Ein wesentlicher Meilenstein steht 2027 an: Das Land Niedersachsen wird über die Zuweisung der beantragten Leistungsgruppen entscheiden, die künftig maßgeblich bestimmen, welches medizinische Leistungsspektrum das Klinikum im Rahmen seines Versorgungsauftrags erbringen kann.

Kooperationen und Nachwuchsförderung

Zur Zukunftsstrategie des Klinikums gehören auch Kooperationen mit anderen medizinischen Einrichtungen, darunter Krankenhäuser in Braunschweig und Wolfenbüttel sowie die Universitätsmedizin Göttingen. Über den Medizincampus Wolfsburg absolvieren Medizinstudierende der Universitätsmedizin Göttingen Teile ihrer klinischen Ausbildung direkt vor Ort. Das Klinikum investiert damit nicht nur in die aktuelle Versorgung, sondern auch in die Ausbildung künftiger medizinischer Fachkräfte.

Das Klinikum Wolfsburg setzt seinen eingeschlagenen Kurs fort: steigende Patientenzahlen, gezielte Investitionen in Medizintechnik und ein strukturierter Konsolidierungsprozess mit dem Ziel eines ausgeglichenen Ergebnisses bis 2030. Die Entscheidung des Landes Niedersachsen über die Leistungsgruppenzuweisung wird dabei ein wichtiger Orientierungspunkt für die weitere strategische Planung sein.

Quelle: Klinikum Wolfsburg

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