»

Diako und Malteser beschließen Neuordnung der Verantwortlichkeiten beim geplanten Gesundheitscampus

DIAKO

Diako und Malteser beschließen Neuordnung der Verantwortlichkeiten beim geplanten Gesundheitscampus

Aus der Praxis

3 MIN

Medizinisches Konzept des geplanten Fördeklinikums bleibt unverändert

Flensburg. Die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt zu Flensburg („Diako“) und die Malteser Deutschland gemeinnützige GmbH („Malteser“) haben eine Neuordnung der Verantwortlichkeiten des zukünftigen Gesundheitscampus beschlossen: Die Malteser werden die Trägerschaft des geplanten Fördeklinikums vollständig übernehmen und damit ihr Engagement für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung deutlich erhöhen. Darüber hinaus überträgt die Diako – vorbehaltlich der rechtlichen Prüfungen – den Maltesern zum 1. März 2026 ihre gesamten Anteile am bestehenden Diako Krankenhaus. Aufsichtsrat und Vorstand des Diako-Verbundes haben sich für die Übertragung des Krankenhauses entschieden, um die eigenen Kräfte zu bündeln. Dank der gefundenen Lösung können beide Partner ihre bestehenden Ressourcen optimal auf die jeweiligen Teilprojekte konzentrieren.

Am Fahrplan zur Realisierung und Ausgestaltung des Fördeklinikums ändert die Anteilsverschiebung nichts: Das neue Klinikum soll bis 2030 fertiggestellt werden. Von zentraler Bedeutung bleibt der ökumenische Gesundheitscampus, den beide Partner gemeinsam planen. Hier entstehen neben dem neuen Krankenhaus eine Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie der Diako Nordfriesland, eine Tagespflege, eine Kindertagesstätte sowie – auch künftig in gemeinsamer Trägerschaft von Diako und Maltesern – das Ökumenische Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (ÖBiZ).

Für die bestmögliche laufende medizinische Versorgung für Flensburg werden beide Krankenhäuser (Diako Krankenhaus und St. Franziskus-Hospital) an ihren Standorten weiterhin sehr eng zusammenarbeiten, bis ein Umzug in den Neubau des Fördeklinikums erfolgen kann. Das medizinische Konzept des geplanten Fördeklinikums bleibt durch die Neuordnung der Trägerschaft unverändert. Diako und Malteser wollen am neuen Standort eine Gesundheitsversorgung auf höchstem Niveau ermöglichen.

Der Geschäftsführer der Malteser Deutschland, Ulf Reermann, sagt:

„Das ist für alle Beteiligten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum neuen Klinikum. Wir Malteser übernehmen gerne die Gesamtträgerschaft des künftigen Fördeklinikums und zwischenzeitlich auch die Verantwortung für das Diako Krankenhaus. Der Projektfahrplan für das zukünftige Klinikum steht unverändert fest. Für die Patientinnen und Patienten in Flensburg gilt weiterhin: Sie stehen im Mittelpunkt. Und für die Mitarbeitenden beider Krankenhäuser bedeutet dieser Schritt: Es geht mit voller Kraft weiter in Richtung Fördeklinikum.“

Pastor Dirk Outzen vom Vorstand der Diako erklärt:

„Unser großer Dank gilt unseren Mitarbeitenden im Diako Krankenhaus für ihre sehr gute Arbeit und langjährige Loyalität sowie die weitgehend erfolgreiche Sanierung. Nach eingehender Prüfung und im besten Sinne der Krankenhausstrukturreform ist dieser Schritt notwendig geworden, um die wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen für die Zukunft des Fördeklinikums zu erhalten. Wir sind den Maltesern sehr dankbar, dass sie sich bereit erklärt haben, ihr Engagement kurzfristig und langfristig deutlich zu erhöhen und somit das Fördeklinikum wie geplant zu ermöglichen. Künftig wird sich die Diako auf die Bereiche ambulante und stationäre Altenpffege, Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychiatrie, Bildung und Ausbildung, Servicegesellschaften, Suchtberatungsstellen, Werkstätten, betreutes Wohnen und weitere Aufgabenbereiche an ihren 1S Standorten im Norden ausrichten.“

Quelle: DIAKO

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Klinikum St. Georg

Jahresabschluss der Klinikum St. Georg gGmbH

Leipzig. Der Aufsichtsrat der Klinikum St. Georg gGmbH hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Trotz anhaltend sehr herausfordernder Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen blickt der Leipziger Schwerpunktversorger auf ein stabiles operatives Jahr zurück.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Ambulant

Ambulante Operationen bei Kindern und Jugendlichen

Berlin. Ambulant durchführbare Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen, etwa im Fall von Leistenbrüchen, werden überbrückend besser vergütet, bevor 2027 eine neue Regelung in Kraft tritt.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Südhessen Kliniken

Südhessen Kliniken nehmen weiter Form an

Frankfurt am Main. „Die Südhessen Kliniken nehmen als zukünftig größtes Krankenhaus der Maximalversorgung in der Region Südhessen weiter Form an“, sagen der Darmstädter Klinikdezernent, André Schellenberg und Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der AGAPLESION gemeinnützige AG.

Aus der Praxis

Beitrag lesen