»

Ehingen bekommt Krankenhausneubau

Foto von Neubau Ehingen

Ehingen bekommt Krankenhausneubau

Aus der Praxis

3 MIN

Kreistag beschließt Neubau des Krankenhauses in Ehingen

Ehingen. Der Kreistag des Alb-Donau-Kreises hat in seiner Sitzung am 19. Mai 2025 einen wegweisenden Beschluss gefasst: Der Neubau des Alb-Donau Klinikums am Standort Ehingen wird realisiert. Damit setzt der Landkreis in Zeiten tiefgreifender Veränderungen im Klinikwesen ein klares Zeichen für eine moderne, leistungsfähige und wohnortnahe Gesundheitsversorgung. „Mit dem Neubau in Ehingen legen wir den Grundstein für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung im Alb-Donau-Kreis. Es geht um mehr als nur einen Neubau – es geht darum, für die Menschen in der Region auch in Zukunft eine moderne und hochqualitative Gesundheitsversorgung bereitzustellen. Die Mitglieder des Kreistages haben heute erneut Mut und Weitsicht bewiesen, um den Herausforderungen durch die Krankenhausreform des Bundes, die Digitalisierung, den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel aktiv zu begegnen“, sagte Landrat Heiner Scheffold.

„Ich danke den Kreisräten für ihren zukunftsweisenden Beschluss und sehe diesen als starkes Bekenntnis zu unserem Alb-Donau Klinikum. Gleichzeitig aber auch als Auftrag, den begonnenen Weg der Spezialisierung auf hohem medizinischen Niveau weiterzugehen und attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Ärzte und Pflegekräfte zu schaffen. Mit dem Neubau wird Ehingen zum Dreh- und Angelpunkt der künftigen medizinischen Versorgung auch in der Fläche“ sagte Geschäftsführer Markus Mord.

Entscheidung für den Neubau

Die Entscheidung für den Neubau beruht auf mehreren Gründen: Die bestehenden Klinikgebäude in Ehingen stammen aus unterschiedlichen Jahrzehnten, sind stark verschachtelt, energetisch ineffizient und räumlich kaum erweiterbar. Wichtige medizinische Versorgungseinheiten wie Notaufnahme, OP und Intensivstation liegen weit voneinander entfernt, was im Notfall wertvolle Zeit kostet. Bereits 2018/2019 wurde ein erheblicher Sanierungsbedarf zentraler Funktionsbereiche festgestellt. Eine wirtschaftlich sinnvolle Modernisierung im Bestand ist jedoch nicht möglich. Der Neubau ist daher nicht nur medizinisch, sondern auch strukturell und betriebswirtschaftlich die beste Option. Er wird so geplant, dass der Klinikbetrieb auf dem bestehenden Gelände während der Bauzeit ohne große Beeinträchtigungen weitergeführt werden kann.

Gleichzeitig schafft der Neubau die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen, um den größten Standort des Alb-Donau Klinikums nach den Vorgaben der Krankenhausreform auszurichten. Damit sichert er in enger Vernetzung mit den weiteren Standorten in Blaubeuren und Langenau die flächendeckende medizinische Versorgung im Kreis.

Ehingen ist der einzige Klinikstandort im Alb-Donau-Kreis, an dem kurzfristig die baulichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen für ein Integriertes Notfallzentrum (INZ) der Notfallstufe 2 geschaffen werden können – eine Voraussetzung der Krankenhausreform, um die stationäre Notfallversorgung in der Region langfristig zu sichern.

Quelle: ADK GmbH

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Klinikum St. Georg

Jahresabschluss der Klinikum St. Georg gGmbH

Leipzig. Der Aufsichtsrat der Klinikum St. Georg gGmbH hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Trotz anhaltend sehr herausfordernder Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen blickt der Leipziger Schwerpunktversorger auf ein stabiles operatives Jahr zurück.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Ambulant

Ambulante Operationen bei Kindern und Jugendlichen

Berlin. Ambulant durchführbare Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen, etwa im Fall von Leistenbrüchen, werden überbrückend besser vergütet, bevor 2027 eine neue Regelung in Kraft tritt.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Südhessen Kliniken

Südhessen Kliniken nehmen weiter Form an

Frankfurt am Main. „Die Südhessen Kliniken nehmen als zukünftig größtes Krankenhaus der Maximalversorgung in der Region Südhessen weiter Form an“, sagen der Darmstädter Klinikdezernent, André Schellenberg und Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der AGAPLESION gemeinnützige AG.

Aus der Praxis

Beitrag lesen