Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen engagieren sich als Lots:innen für Demokratie und Gleichstellung
Mainz. Passend zum heutigen „Deutschen Diversity-Tag“ ist an der Universitätsmedizin Mainz das Modellvorhaben „Demokratie, Vielfalt und Gleichstellung im Betrieb“ jetzt offiziell gestartet. Unter der Projektleitung der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. (EAF Berlin) engagieren sich 18 Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen der Universitätsmedizin Mainz für mehr Vielfalt, demokratische Werte und eine diskriminierungsfreie Arbeitskultur.
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zeigen deutlich, wie notwendig eine aktive Auseinandersetzung mit demokratischen Werten geworden ist: Jede vierte Person in Deutschland stimmt antisemitischen Aussagen zu, rund 30 Prozent der Menschen zeigen Offenheit gegenüber rechtsextremen Ideologien und etwa zehn Prozent der Bevölkerung vertreten demokratiegefährdende Einstellungen. Gleichzeitig nimmt die gesellschaftliche Akzeptanz von Diversität spürbar ab.
Vor diesem Hintergrund setzt die Universitätsmedizin Mainz gemeinsam mit der EAF Berlin ein bewusstes Zeichen für Zusammenhalt, Respekt und gelebte Vielfalt im Arbeitsalltag: Ziel des jetzt offiziell gestarteten Modellprojekts „Demokratie, Vielfalt und Gleichstellung im Betrieb“ ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken, Gleichstellung aktiv zu fördern und Mitarbeitende darin zu unterstützen, Vielfalt als Stärke zu verstehen und diese mitzugestalten. Die Universitätsmedizin Mainz versteht das Vorhaben als wichtigen Beitrag für ein respektvolles, offenes und zukunftsfähiges Miteinander – innerhalb der eigenen Institution und darüber hinaus. „Ein klares Bekenntnis zu Demokratie, Vielfalt und Gleichstellung ist heute wichtiger denn je“, betonen die Projektkoordinatorinnen Anouschka Erny-Eirund und Daniela Isenlik aus dem Frauen- und Gleichstellungsbüro der Universitätsmedizin Mainz.
Eine zentrale Rolle im Rahmen des Projekts übernehmen die 18 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen der Universitätsmedizin Mainz: Als Mitglieder der Projektgruppe bringen sie aktiv ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Perspektiven in das Modellvorhaben ein. Gleichzeitig wirken sie als Multiplikator:innen innerhalb der Organisation, indem sie Informationen, Ideen und Erkenntnisse aus dem Projekt in ihre Teams und Arbeitsbereiche tragen und dort den Austausch fördern.
Mit dem Start der Ausbildung der Projektlots:innen beginnt nun die erste Phase des Modellvorhabens. In den kommenden Monaten werden die Teilnehmenden gemeinsam Strategien, Austauschformate und praxisnahe Maßnahmen entwickeln, um demokratische Kultur und Chancengleichheit nachhaltig in der Organisation zu verankern.
Die Universitätsmedizin Mainz setzt sich bereits mit verschiedenen Maßnahmen für Vielfalt und Gleichstellung im Unternehmen ein: Beispielsweise ermöglichen offene Bildungs- und Ausbildungswege Mitarbeitenden, ihre berufliche Karriere unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und dem bisherigen Bildungsweg zu beschreiten. Deutschkurse unterstützen internationale Fachkräfte beim Start an der Universitätsmedizin Mainz, altersgemischte Teams profitieren vom Austausch über die Generationen hinweg und Nachwuchswissenschaftler:innen werden in Mentoring-Programmen von erfahrenen Kolleg:innen begleitet. Mit dem Beitritt zum deutschlandweiten Bündnis „Charta der Vielfalt” hat die Universitätsmedizin Mainz darüber hinaus ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung von Diversität und deren Schutz in einem modernen Arbeitsumfeld gesetzt. Das neu gestartete Modellvorhaben „Demokratie, Gleichstellung und Vielfalt im Betrieb“ soll dieses Engagement weiter stärken.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Begleitet durch die EAF Berlin entwickeln neben der Universitätsmedizin Mainz bundesweit elf weitere Unternehmen und Organisationen in eigenen Modellprojekten Ideen und Umsetzungskonzepte, die demokratische Werte, Respekt und Vielfalt fördern sollen.
Quelle: Universitätsmedizin Mainz
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