Jülich. Das Krankenhaus Jülich kann Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte mit einer Förderung von 2,2 Millionen Euro umsetzen. Die Bezirksregierung Köln hat somit die Mittel bewilligt. Die Investitionen reichen von moderner Diagnostik-Technik bis zu digitalen Systemen für den Zugriff auf Gesundheitsdaten.
Förderung im Rahmen der Strukturförderung
Die Bezirksregierung Köln hat dem Krankenhaus Jülich Fördermittel in Höhe von 2,2 Millionen Euro bewilligt. Damit lassen sich Modernisierungs- und Digitalisierungsvorhaben verwirklichen. Gefördert werden also Investitionen, die von innovativer Medizintechnik für schnellere und präzisere Diagnosen bis zu digitalen Systemen reichen, die behandlungsrelevante Gesundheitsdaten nach modernsten Standards sichern. Davon profitieren die unmittelbare Patientenversorgung und die internen Arbeitsprozesse.
Die Förderung gewährt man im Rahmen der Strukturförderung für das Rheinische Revier . Sie unterstützt Investitionen, die den Strukturwandel in der Region begleiten und deren Zukunftsfähigkeit stärken. Für das Krankenhaus ist die Bewilligung ein wichtiger Schritt in seiner Weiterentwicklung. Insgesamt fließen rund 2,45 Millionen Euro zusätzlich in Medizintechnik und digitale Infrastruktur. Die bewilligten Mittel decken 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben, die restlichen 10 Prozent trägt das Krankenhaus selbst.
Die Bewilligung der Fördermittel ist ein starkes Signal und ein wichtiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unseres Krankenhauses“, sagt Geschäftsführer Stefan Kück. „Mit den Investitionen schaffen wir einen echten Technologiesprung. Wir erhöhen nicht nur die Patientensicherheit spürbar, insbesondere in der Notfall- und Intensivversorgung, sondern entlasten auch unsere Pflegekräfte und Ärzteteams im Alltag von bürokratischen Hürden.
Geschäftsführer Stefan Kück
Vier Schwerpunktprojekte im Investitionsprogramm
Den Kern des Programms bilden vier Vorhaben. Für einen neuen Computertomographen (CT) sind rund 350.000 Euro vorgesehen. In der Notfallversorgung hat die CT-Diagnostik einen hohen Stellenwert, weil leistungsstarke Technik das ärztliche Team dabei unterstützt, schnell zu einer verlässlichen Diagnose zu kommen.
Der größte Einzelposten liegt bei gut 800.000 Euro für ein Patientendatenmanagementsystem (PDMS). Es gilt als zentraler Baustein der weiteren Digitalisierung. Das System erfasst digital Werte wie Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung, Beatmungswerte, Laborergebnisse oder Angaben zu verabreichten Medikamenten, führt sie zusammen und stellt sie übersichtlich dar. So werden die Beschäftigten entlastet und es bleibt mehr Zeit für die direkte Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der KI-Assistent „Elaine“, den man speziell für Krankenhäuser entwickelt hat. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte erhalten damit schnellen Zugriff auf medizinische Leitlinien, Fachwissen und hauseigene Dokumente und bekommen Fragen dazu innerhalb weniger Sekunden beantwortet. Außerdem unterstützt das System bei der Erstellung medizinischer Berichte, vereinfacht Dokumentationsaufgaben und hilft bei der Organisation von Arbeitsabläufen. In dieses KI-Programm fließen knapp 215.000 Euro.
Rund 520.000 Euro sind für ein Anästhesie-Informationsmanagementsystem (AIMS) bestimmt. Es führt medizinische Informationen digital zusammen, vereinfacht Arbeitsabläufe und trägt zur Patientensicherheit bei. Während einer Operation werden die relevanten Daten strukturiert und weitgehend automatisiert erfasst.
Weitere Anschaffungen für die Patientenversorgung
Neben den vier großen Projekten ermöglicht die Förderung weitere Beschaffungen für unterschiedliche medizinische Bereiche. Dazu gehören ein C-Bogen für die bildgestützte Diagnostik und Behandlung, zusätzliche Überwachungsmonitore, eine neue Telefonanlage einschließlich Alarmserver sowie weitere hochwertige apparative Ausstattung im Bereich der Medizintechnik.
Das Förderprogramm verbindet damit Diagnostik, Datenmanagement und apparative Ausstattung zu einem Investitionspaket, das den Strukturwandel im Rheinischen Revier begleitet.
Quelle: Krankenhaus Jülich





