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Transaktionen im Gesundheitswesen weiterhin auf hohem Aktivitätsniveau

Transaktionen

Transaktionen im Gesundheitswesen weiterhin auf hohem Aktivitätsniveau

Aus der Praxis

3 MIN

PwC veröffentlicht aktuellen Transaktionsmonitor

Frankfurt am Main. Trotz zahlreicher struktureller Herausforderungen und makroökonomischer Unsicherheiten im deutschen Gesundheitsmarkt bleibt die Transaktionsaktivität mit 240 Transaktionen weiterhin stabil.

Auch 2025 fallen wieder zahlreiche Verkäufe insolventer Krankenhäuser auf. Betroffen sind weiterhin insbesondere kommunale und freigemeinnützige Krankenhäuser. Gleichzeitig haben die großen konfessionellen Betreiber und vereinzelt private Krankenhauskonzerne die Chance zur Marktkonsolidierung genutzt.

Private Equity tut sich weiterhin schwer, Exits von größeren MVZ-Gruppen zu realisieren. Einige Lichtblicke bei Transaktionen kann man aber verzeichnen. Im Bereich der Psychiatrie kann GENUI mit dem Verkauf von VALEARA an Luxempart einen Erfolg vorweisen. Stingray, ein Betreiber von Bestrahlungszentren in Frankreich und Deutschland, hat man durch Jacobs Capital an Amethyst, das erst seit 2025 ein Portfoliounternehmen von Fremman ist, veräußert. Apheon hat Unigestion bei Ortivity als weiteren Investor gewonnen, bleibt aber immer noch Mehrheitsgesellschafter. Im Mai 2026 wurde bekannt, dass auch GHO Capital mit Ares zumindest einen neuen Finanzierungspartner für die Linimed Gruppe, ein führender Anbieter von Intensivpflegeleistungen, gefunden hat.

Transaktionen geprägt durch Krankenhausreform

Auch 2026 wird der Transaktionsmarkt für Krankenhäuser durch die Krankenhausreform und die Einsparungen der jüngst beschlossenen Gesundheitsreform geprägt, die insbesondere auch den stationären Bereich betreffen werden.

Obgleich eine Konsolidierung von erworbenen Praxen weiterhin im Vordergrund steht, haben von Private-Equity-Gesellschaften gehaltene Praxisketten, die, die mit ausreichenden Finanzmitteln ausgestattet waren, auch 2025 weiter zugekauft. Besonders aktiv waren in der Dermatologie wieder medermis (EOS Partners), aber auch Corius (Ufenau Capital Partners). In der Radiologie haben insbesondere RAD-x, aber auch LifeLink und Quartz Healthcare Zukäufe getätigt. Die GIG konsolidiert weiterhin den Markt für internistische Medizin.

Im Rehabilitations- und Physiotherapiemarkt sind als Transaktionen der Kauf der Rehabilitationssparte von Paracelsus durch Vitrea (PAI Partners) erwähnenswert sowie der Erwerb von 60 physiotherapeutischen Praxen aus dem Bestand der Athera (Waterland) durch APELOS Therapie (GENUI).

Der Markt der digitalen Leistungserbringer ist weiterhin von breit gestreuten Finanzierungen durch Finanzinvestoren geprägt, um den sich wandelnden Markt zu erschließen. Hervorzuheben ist die Wachstumsfinanzierung von 30 Millionen Euro durch Sequoia in Avelios; sie soll die Bemühungen des Unternehmens bei der Entwicklung und Vermarktung eines neuen Krankenhausinformationssystems (KIS) unterstützen. Die strategische Partnerschaft zwischen Avelios Medical und der Fresenius Group, dem Betreiber des größten Krankenhausnetzwerks Europas, markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Etablierung einer offenen, vernetzten und KI-basierten Plattform für die Gesundheitsversorgung. Anfang 2026 hat SAP sich ebenfalls an Avelios beteiligt. Da SAP das „SAP für Healthcare“-Modul einstellt, sind viele Kliniken gezwungen, ein neues KIS einzuführen. Anbieter wie Mesalvo (Trill Impact) werden hiervon ebenfalls profitieren. Die größte Finanzierung erhielt mit 240 Millionen Euro allerdings Amboss, eine digitale Aus-, Fort- und Weiterbildungsplattform.

Quelle: PricewaterhouseCoopers GmbH

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