»

Datenbank für Krankenhausprüfungen am Start

Datenbank

Datenbank für Krankenhausprüfungen am Start

Digitalisierung

2 MIN

Medizinischer Dienst startet zentrale Datenbank für Leistungsgruppenprüfungen

Essen. Im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform haben die Medizinischen Dienste die Aufgabe, zu prüfen, ob Krankenhäuser, die vorgeschriebenen Qualitätskriterien für die Zuweisung von Leistungsgruppen erfüllen. Die Ergebnisse der Leistungsgruppenprüfungen und der OPS-Strukturprüfungen werden von den Medizinischen Diensten in eine zentrale Ergebnisdatenbank des Medizinischen Dienstes Bund eingespeist, die am 12. Dezember freigeschaltet wurde.

In die Datenbank des Medizinischen Dienstes Bund übermitteln die Medizinischen Dienste die Ergebnisse der Leistungsgruppenprüfungen und der OPS-Strukturprüfungen. Ziel der Ergebnisdatenbank ist es, den Informationsaustausch zwischen den Landesplanungsbehörden, Krankenkassenverbänden und Medizinischen Diensten effizient und aufwandsarm zu gestalten. Die Datenbank wird kontinuierlich weiterentwickelt. Sie schafft eine Grundlageninfrastruktur für die Digitalisierung für Prüfungen und Qualitätssicherung der Medizinischen Dienste im Krankenhaus. „Digitale und schlanke Prozesse tragen wesentlich dazu bei, das Gesundheitswesen effizienter und transparenter zu machen. Unser Ziel ist es, hierfür praxistaugliche und möglichst aufwandsarme Lösungen bereitzustellen,“ betonen Dr. Stefan Gronemeyer, Vorstandsvorsitzender des Medizinischen Dienstes Bund, und Carola Engler, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bund.

Hintergrund

Der Gesetzgeber hat den Medizinischen Dienst Bund mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) beauftragt, eine standortbezogene Datenbank zu den Prüfungen nach § 275a Absatz 1 Satz 1 umzusetzen und zu betreiben. Für den Aufbau der Datenbank ist gesetzlich eine Frist bis zum 12. Dezember vorgesehen. In der Datenbank werden standortbezogen die Feststellungen der Medizinischen Dienste und hier insbesondere die jeweiligen Ergebnisse zur Einhaltung der geprüften Qualitätskriterien ausgewiesen. Dies gilt für Leistungsgruppenprüfungen und OPS-Strukturprüfungen, die die Medizinischen Dienste ab Inkrafttreten der nächsten Version der LOPS-Richtlinie abschließen. Diese Richtlinie wurde am 5. Dezember 2025 vom Medizinischen Dienst Bund erlassen. Nach der Genehmigung durch das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht der Medizinische Dienst Bund die Richtlinie. Sie tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Das Ende 2024 in Kraft KHVVG hat das Ziel die Behandlungsqualität zu steigern, die flächendeckende medizinische Versorgung für Patientinnen und Patienten zu gewährleisten und die Effizienz in der Krankenhausversorgung zu verbessern. Mit dem Krankenhausreformpassungsgesetz (KHAG) sollen u.a. Änderungen an den Qualitätskriterien und an den Umsetzungsfristen erfolgen. Das KHAG wird derzeit noch beraten.

Quelle: Medizinischer Dienst Bund

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Telemedizinrucksack NäPa ambulante Versorgung

Telemedizinrucksack und Delegation: vdek-Projekt zeigt, wie ambulante Versorgung im ländlichen Raum funktionieren kann

Berlin. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) fordert im Zuge des geplanten Gesetzentwurfs für ein Primärversorgungssystem, Delegation ärztlicher Leistungen und digitale Instrumente konsequenter zu fördern. Wie das in der Praxis aussehen kann, erprobt der vdek gemeinsam mit dem Regionalen Versorgungszentrum (RVZ) Wurster Nordseeküste in Niedersachsen.

Digitalisierung

Beitrag lesen
LOGEX

LOGEX Healthcare Analytics AG erwirbt Tiplu GmbH

Köln/Hamburg. LOGEX, Anbieter für Healthcare Analytics, wird alleiniger Gesellschafter von Tiplu, einem deutschen Softwareunternehmen für KI-gestützte Lösungen im Krankenhausbereich. Gemeinsam mit Tiplu wird LOGEX erstmals eine vollständige Grundlage für datenbasierte Entscheidungen auf allen Ebenen in Krankenhäusern und Kliniken schaffen.

Digitalisierung

Beitrag lesen
Wenn die KI die Patientin spielt

Wenn die KI die Patientin spielt

Am Universitätsklinikum Würzburg üben Medizinstudierende Patientengespräche mit virtuellen Patientinnen – gesteuert durch ein Sprachmodell, das sich an jede Entscheidung aus dem Vorgespräch erinnert.

Digitalisierung

Beitrag lesen