»

Gerlach startet Digital-Offensive

Judith Gerlach

Gerlach startet Digital-Offensive

Digitalisierung

2 MIN

Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention legt Schwerpunkte für dieses Jahr vor

München. Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, hat am Freitag ihr Schwerpunkte-Programm für dieses Jahr vorgelegt. Gerlach betonte: „Seit dem Start meiner Amtszeit am 8. November 2023 konnten wir bereits wichtige Weichen für Gesundheit, Pflege und Prävention stellen. Wir werden bewährte Konzepte weiter vorantreiben und zugleich neue Impulse setzen – etwa mit einer umfassenden Digital-Offensive, für die wir schon beispielhafte Initiativen auf den Weg gebracht haben.“

Die Ministerin erläuterte: „Unsere Digital-Offensive umfasst und vernetzt alle Aufgabenbereiche des Ministeriums: vom Bereich Gesundheit über die Pflege bis hin zur Prävention. Denn die Digitalisierung kann als ‚Game-Changer‘ einen wichtigen Beitrag leisten, wenn es darum geht, Prozesse zu vereinfachen und das Leben von Menschen spürbar zu verbessern. Hier gilt es, noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.“

Gerlach unterstrich: „Wir starten 2024 eine Reihe von Projekten, die technisch wegweisend sind und gleichzeitig zeigen, welche Vorteile Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bieten. So schaffen wir – ausgehend vom bereits Ende 2023 begonnenen Projekt ‚Health Care BY Your Side‘ – ein digitales Ökosystem, das Patienten und Pflegebedürftige sowie Ärzte und Pflegekräfte bestmöglich bei den Veränderungen durch Digitalisierung und Innovation begleitet. Das gilt insbesondere bei wichtigen Fortschritten wie dem E-Rezept, der elektronischen Patientenakte für alle und anderen Anwendungen der Telematikinfrastruktur, der Plattform für Gesundheitsanwendungen in Deutschland.“

Gerlach ergänzte: „Gemeinsam mit dem bayerischen Wissenschaftsministerium werden wir zudem einer Initiative für eine ‚Bavarian Cloud for Health Research (BCHR)‘ den Weg ebnen, damit Versorgung, Wissenschaft und Innovation künftig mit der bestmöglichen Datengrundlage arbeiten können. Flankieren werden wir dies durch Veranstaltungen wie den 3. Bayerischen E-Health-Kongress, der im Dezember dieses Jahres in Augsburg stattfinden wird.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Unsere ‚HighMed Agenda‘ und die künftige ‚HighCare Agenda‘ bündeln ab sofort die wegweisenden Maßnahmen und Projekte des Freistaats Bayern in Gesundheit und Pflege. Dafür legen wir 2024 eine neue Förderrichtlinie im Bereich Digitalisierung und Zukunftstechnologien auf. In diesem Rahmen werden wir – vorbehaltlich der Bereitstellung von Haushaltsmitteln durch den Bayerischen Landtag – rund 6 Millionen Euro zusätzlich für neue Projekte einsetzen.“

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Telemedizinrucksack NäPa ambulante Versorgung

Telemedizinrucksack und Delegation: vdek-Projekt zeigt, wie ambulante Versorgung im ländlichen Raum funktionieren kann

Berlin. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) fordert im Zuge des geplanten Gesetzentwurfs für ein Primärversorgungssystem, Delegation ärztlicher Leistungen und digitale Instrumente konsequenter zu fördern. Wie das in der Praxis aussehen kann, erprobt der vdek gemeinsam mit dem Regionalen Versorgungszentrum (RVZ) Wurster Nordseeküste in Niedersachsen.

Digitalisierung

Beitrag lesen
LOGEX

LOGEX Healthcare Analytics AG erwirbt Tiplu GmbH

Köln/Hamburg. LOGEX, Anbieter für Healthcare Analytics, wird alleiniger Gesellschafter von Tiplu, einem deutschen Softwareunternehmen für KI-gestützte Lösungen im Krankenhausbereich. Gemeinsam mit Tiplu wird LOGEX erstmals eine vollständige Grundlage für datenbasierte Entscheidungen auf allen Ebenen in Krankenhäusern und Kliniken schaffen.

Digitalisierung

Beitrag lesen
Wenn die KI die Patientin spielt

Wenn die KI die Patientin spielt

Am Universitätsklinikum Würzburg üben Medizinstudierende Patientengespräche mit virtuellen Patientinnen – gesteuert durch ein Sprachmodell, das sich an jede Entscheidung aus dem Vorgespräch erinnert.

Digitalisierung

Beitrag lesen