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Klinik Salem startet zum 1. Juli 2026 als Teil des Universitätsklinikums Heidelberg

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Klinik Salem startet zum 1. Juli 2026 als Teil des Universitätsklinikums Heidelberg

Patientenversorgung

3 MIN

Traditionsreicher Klinikstandort gesichert und medizinische Versorgung gestärkt

Heidelberg. Mit Übernahme des Krankenhauses Salem durch das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) zum 1. Juli 2026 wird die Klinik Salem künftig als Teil des UKHD fortgeführt. Der Übergang verläuft erfolgreich, die Patientenversorgung am traditionsreichen Heidelberger Medizinstandort geht nahtlos weiter.

Die Kontinuität in den jeweiligen medizinischen Fachbereichen Chirurgie, Innere Medizin, Urologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie Radiologie ist so wie bisher gewährleistet. Sie ist ein zentraler Bestandteil eines abgestuften Versorgungskonzepts für die Heidelberger Bevölkerung. Eine zukunftsfähige Medizinstrategie wird danach Schritt für Schritt umgesetzt, um universitätsmedizinische Versorgung auch Patienten zugänglich zu machen, die nicht die komplexe Infrastruktur eines Universitätsklinikums benötigen. Dazu finden aktuell noch detaillierte Planungen statt. Gleichzeitig konnten fast 500 Arbeitsplätze gesichert werden, die durch die drohende Insolvenz akut gefährdet waren.

„Im Namen des gesamten Vorstands begrüße ich die neuen Kolleginnen und Kollegen der Klinik Salem am Universitätsklinikum Heidelberg. Ich freue mich sehr, dass der Übergang so erfolgreich verläuft und danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den vergangenen Wochen und Monaten so intensiv an dieser Lösung gearbeitet haben“, sagt Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Heidelberg. „Das war ein wahrer Kraftakt – doch gemeinsam haben wir es geschafft und das ist die beste Voraussetzung für die zukünftige Zusammenarbeit zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Mein Dank gilt auch den Partnern der Evangelischen Stadtmission und der Insolvenzverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit.“

Übergang zum UKHD

Der Übergang bringt Änderungen im medizinischen Angebot mit sich: Die zentrale Notaufnahme des Salems schließt zum 30. Juni 2026, da auf dem Campus Im Neuenheimer Feld des UKHD bereits eine Zentrale Notaufnahme betrieben wird. Aufgrund regulatorischer Vorgaben durch den Gesetzgeber ist die Notfallbehandlung an einem Krankenhausstandort zu zentralisieren. Von Seiten des UKHD ermöglichen in Heidelberg die Notaufnahme-Einrichtungen des Campus Neuenheimer Feld, der Orthopädie in Schlierbach und der Thoraxklinik in Rohrbach die weitere Versorgung.

Die Gynäkologie und Geburtshilfe führt man zum 1. Juli nicht weite, da die Leistungsfähigkeit der Gynäkologie am Standort Salem nicht ausreichte, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein. Ein nahtloser Übergang wird von Seiten des UKHD durch die Universitäts-Frauenklinik auf dem Campus Im Neuenheimer Feld ermöglicht.

Die Räume der Villa Menge werden auch zukünftig im Rahmen eines medizinischen Gesamtkonzepts für die Patientenversorgung genutzt. Hier werden Bereiche der Psychosomatik der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Psychosomatik und Psychotherapie mit einem erweiterten Leistungsportfolio und zusätzlichen Kapazitäten das Behandlungsspektrum der Klinik Salem ergänzen. Aktuell laufen für diese zukünftige Nutzung der Villa Menge die detaillierten Planungen. Das medizinische Angebot in der Klinik Salem ermöglicht im Rahmen des Verbunds ein abgestuftes Versorgungskonzept über die Grenzen einzelner Einrichtungen hinweg. Dies wird in Kooperation mit anderen Versorgern und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten die Patientenversorgung in der Region und darüber hinaus stärken.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

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