»

varisano setzt wichtigen Baustein seines Zukunftskonzeptes um

varisano

varisano setzt wichtigen Baustein seines Zukunftskonzeptes um

Patientenversorgung

3 MIN

Schrittweise Angleichung der Vergütung und organisatorische Neuaufstellung stärken Zukunftsfähigkeit des Klinikverbunds

Frankfurt am Main / Main-Taunus-Kreis. Der Gesundheitsverbund varisano hat im Laufe des Jahres 2025 einen wesentlichen Meilenstein seines Restrukturierungskonzepts umgesetzt: Der Großteil der Mitarbeitenden der varisano Kliniken des Main-Taunus-Kreises wurden schrittweise aus der bisherigen Betriebsvereinbarung ASO (Arbeits- und Sozialordnung) in den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bzw. TV-Ärzte des Marburger Bundes überführt. Sie werden somit nun identisch zu ihren varisano-Kolleginnen und -Kollegen des Klinikums Frankfurt Höchst vergütet. Im neuen Jahr werden zudem zentrale Verwaltungsbereiche standortübergreifend gebündelt und in der Dachgesellschaft varisano GmbH zusammengeführt.

Die Überleitung in den TVöD erfolgte im vergangenen Jahr in mehreren Etappen. Zunächst wurde die Pflege als größte Berufsgruppe am Krankenhaus in den TVöD überführt, anschließend die Funktionsdienste, darunter beispielsweise Physiotherapeuten. Zum 1. Januar bzw. 1. April 2026 folgen abschließend die Verwaltungsbereiche. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurden zudem die Ärzte in den Tarifvertrag des Marburger Bundes übergeleitet. Der Überführung waren umfangreiche Verhandlungen mit verdi und dem Marburger Bund vorangegangen.

„Mit der tariflichen Neuordnung schaffen wir eine einheitliche, transparente und wettbewerbsfähige Vergütungsstruktur für unsere varisano-Mitarbeitenden“, sagt Michael Osypka, varisano Geschäftsführer und unter anderem für Personalthemen zuständig. „Die schrittweise Umsetzung war uns wichtig, um die Veränderungen verantwortungsvoll zu gestalten. Die Überleitung in die etablierten Flächentarifverträge ist ein zentraler Baustein unseres Ende 2023 vorgestellten Zukunftskonzepts.“

Zusammenführung hat begonnen

Zum 1. Januar 2026 hat zudem die organisatorische Zusammenführung bislang standortbezogener Verwaltungsabteilungen in verbundweite Einheiten begonnen. In einem ersten Schritt werden die Bereiche IT, Unternehmenskommunikation, Finanzen und Controlling sowie das Medizincontrolling überführt. Zum 1. April 2026 folgen die Personalabteilung und der Einkauf. Ziel der Neuorganisation ist es, Synergien zu nutzen und Doppelstrukturen abzubauen, um die Effizienz der Verwaltungsprozesse zu erhöhen. Betriebsbedingte Kündigungen sind im Zuge der Zusammenführung nicht vorgesehen.

Michael Osypka betont: „varisano und vor allem seine Krankenhäuser stehen in einem anspruchsvollen gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Umfeld. Mit der tariflichen Angleichung und der Bündelung zentraler Verwaltungsfunktionen stärken wir die wirtschaftliche Stabilität des Verbunds und schaffen zugleich verlässliche und einheitliche Rahmenbedingungen für die Beschäftigten. Das ist ein wichtiger Schritt, um die stationäre Versorgung im Main-Taunus-Kreis und dem Frankfurter Westen langfristig zu sichern.“

Die Maßnahmen sind Teil der umfassenden strategischen Neuausrichtung des kommunalen Gesundheitsverbundes varisano, welche 2023 in einem Zukunftskonzept definiert wurde.

Quelle: Kliniken Frankfurt-Main-Taunus GmbH

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Hitzeschutz Krankenhaus Klimaanlage Patientenzimmer

DKG-Umfrage: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer in deutschen Kliniken sind klimatisiert – DKG fordert sofortiges Handeln

Berlin. Eine aktuelle Blitzumfrage des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) legt ein alarmierendes Bild offen: 59 Prozent der deutschen Krankenhäuser können kein einziges Patientenzimmer kühlen; in den übrigen Häusern sind es im Schnitt lediglich elf Prozent der Zimmer.

Patientenversorgung

Beitrag lesen
Kindernotarzt-Team Klinikum Leverkusen

Kindernotarzt-Team am Klinikum Leverkusen: 45 Einsätze in 100 Tagen belegen hohen Bedarf

Leverkusen. Das Klinikum Leverkusen zieht nach 100 Tagen eine erste Bilanz seines spezialisierten Kindernotarzt-Teams – und das Ergebnis ist eindeutig: Das Team wurde in diesem Zeitraum zu insgesamt 45 Einsätzen gerufen, darunter Fälle mit schwersten Verletzungen und Wiederbelebungsmaßnahmen.

Patientenversorgung

Beitrag lesen
Tele-Kasper Antibiotikaresistenzen Kinder

Tele-Kasper: Telemedizinisches Antibiotic-Stewardship-Projekt für Kinder soll in die Regelversorgung

Halle (Saale). Ein innovatives Versorgungsmodell zur gezielteren Antibiotikagabe bei Kindern und Jugendlichen steht vor der Überführung in die dauerhafte Regelversorgung. Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hat eine entsprechende Empfehlung für das Projekt „Tele-Kasper" ausgesprochen.

Patientenversorgung

Beitrag lesen