München. Das Klinikmanagement der München Klinik (MüK) erhält mit Marco Weidemeier eine neu geschaffene Führungsposition. Seit dem 1. November verantwortet er das Direktorat für Klinikmanagement und Transformation und treibt die Weiterentwicklung der Kliniken voran. Damit ist die Klinikdirektion vollständig besetzt.
Vertrautes Gesicht mit breiter Erfahrung
Weidemeier ist der MüK seit Längerem verbunden. Von 2014 bis 2019 war er zunächst Referent des Vorsitzenden der Geschäftsführung und anschließend Leiter der Unternehmensentwicklung. Seine Erfahrung im Gesundheitswesen ist breit angelegt: Sie stammt sowohl aus kommunalen Kliniken wie der MüK und den RoMed Kliniken als auch aus privaten Klinikverbünden. Als Kaufmännischer Leiter zweier Krankenhäuser in Oberbayern hat er Weiterentwicklung bereits praktisch umgesetzt. Zuletzt gehörte er zwei Jahre lang der Geschäftsleitung der SRH Gesundheit GmbH in Heidelberg an, einem gemeinnützigen Klinikverbund mit rund 11.000 Mitarbeitenden. Dort verantwortete er unter anderem die Unternehmensentwicklung, die digitale Transformation und den Bereich Merger & Acquisition.
Betriebswirt mit persönlichem Bezug zur Versorgung
Weidemeier ist Diplom-Kaufmann. Für ihn ist das Gesundheitswesen mehr als ein abstraktes Wirtschaftsthema, denn er hat die Versorgung schwer erkrankter Familienmitglieder selbst miterlebt und dabei erfahren, wie anspruchsvoll sie sein kann. Aus diesem Grund entschied er sich später für ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Krankenhausmanagement.
Praxisnähe als Leitlinie
Schon während seines Studiums suchte er den direkten Bezug zur Klinik. In seinem praktischen Jahr arbeitete er im OP: „Im Rahmen meines Studiums wollte ich nicht gleich vom Hörsaal an den Schreibtisch und habe im Zuge meines praktischen Jahres im OP gearbeitet und mit am Tisch gestanden“, erzählt er heute. Auch später verbrachte er immer wieder Tage auf Station und im OP. Zu seinen drei Studiengängen gehört zudem ein Master in Health and Medical Management (MHMM). „Keine Angst, ich werde den Kolleginnen und Kollegen keine medizinischen Ratschläge geben. Aber ich wollte besser verstehen, worum es im OP oder auf Station tatsächlich geht“, sagt er.
Im Austausch mit der Ärzteschaft geht es ihm um ein gegenseitiges Verständnis für medizinische und ökonomische Rahmenbedingungen. Sein Ziel ist eine sehr gute Patientenversorgung in der MüK, die zukunftsfähig und zugleich wirtschaftlich tragfähig ist.
Umsetzung unter verschärften Rahmenbedingungen
Die Gesundheitsreform hat das Umfeld für stationäre Versorger wie die MüK zusätzlich verschärft. Gerade in dieser Situation ist Weidemeiers Erfahrung gefragt. Entscheidend ist für ihn eine konsequente Umsetzungsorientierung:
Wir dürfen nicht nur über Veränderungen sprechen, sondern müssen Entscheidungen treffen, sie umsetzen und vor allem nachhalten. Dazu müssen wir schneller, vernetzter und digitaler werden. Wir brauchen die richtigen Tools und Prozesse, damit die Digitalisierung tatsächlich zu Entlastungen und Prozesserleichterungen auf den Stationen führt.
Marco Weidemeier
Mit Weidemeier ist die Klinikdirektion der MüK vollständig besetzt. Ihr gehören neben ihm Dr. Stephanie Vogt (Pflegedirektion), Stefanie Kolada (Kaufmännische Direktion) und Dr. Tim Flasbeck (Direktor Innerklinische Notfallmedizin) an.
Quelle: München Klinik





