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Neubau der Asklepios Klinik Altona: Hamburger Senat und Asklepios beschließen Weichenstellung

Asklepios Altona Neubau

Neubau Asklepios Klinik Altona Ansicht Behringstraße

Neubau der Asklepios Klinik Altona: Hamburger Senat und Asklepios beschließen Weichenstellung

Aus der Praxis

3 MIN

Hamburg. Der Hamburger Senat hat den Weg für den Neubau der Asklepios Klinik Altona freigemacht. Grundlage ist eine Einigung zwischen der Sozialbehörde und den Asklepios Kliniken Hamburg auf zentrale Eckpunkte zu Planung, Finanzierung und Grundstücksbereitstellung. Das künftige Klinikum soll die Maximalversorgung für mehr als 280.000 Menschen im Hamburger Westen dauerhaft sichern und weiterentwickeln. Mit dem Senatsbeschluss kann man nun ein europaweites Vergabeverfahren für die Realisierung des Projekts einleiten.

Versorgungsauftrag für den Hamburger Westen und die Region

Die Asklepios Klinik Altona gehört bereits heute zu den tragenden Einrichtungen der Hamburger Krankenhausversorgung. Ihr Einzugsgebiet erstreckt sich über den Hamburger Westen, die Kreise Pinneberg, Stade und Harburg bis zur A7 sowie das Hafengebiet. Jährlich behandelt man dort rund 90.000 Patientinnen und Patienten, mehr als 30.000 davon stationär. Der geplante Neubau soll diese Versorgung für die kommenden Jahrzehnte strukturell absichern, medizinische Schwerpunkte in Zentren bündeln und die Vernetzung der Versorgungsangebote stärken.

Geplante Kapazitäten: 600 Betten, zwölf OP-Säle, Perinatalzentrum

Das neue Klinikgebäude ist auf 600 Betten ausgelegt, davon 60 im Intensivbereich, zuzüglich 46 Betten in der Neonatologie. Für operative Eingriffe sind zwölf stationäre Operationssäle sowie fünf Fast-Track-OP-Säle für ambulante Eingriffe vorgesehen. Das Konzept eines „Krankenhauses der kurzen Wege“ sieht funktional aufeinander abgestimmte Bereiche vor, die stationäre, teilstationäre und ambulante Medizin unter einem Dach vereinen. Die Funktion als Maximalversorger mit umfassender Not- und Unfallversorgung sowie einem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe will man fortführen und ausbauen. Die Neonatologie betreibt man weiterhin in Kooperation mit dem Altonaer Kinderkrankenhaus; die dafür benötigten Flächen finanziert man vollständig aus Haushaltsmitteln.

Die neue Asklepios Klinik Altona planen wir als ein modernes Krankenhaus, das medizinische Spitzenversorgung mit kurzen Wegen und aufeinander abgestimmten Strukturen verbindet. Für Patientinnen und Patienten, Angehörige und unsere Beschäftigten entsteht damit eine langfristige Perspektive für eine leistungsfähige Maximalversorgung im Hamburger Westen und darüber hinaus.

Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

Vergabe an einen Totalübernehmer – europaweites Verfahren gestartet

Planung und Bau sollen aus einer Hand erfolgen. Dafür ist ein europaweites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb vorgesehen. In einem ersten Schritt werden geeignete Unternehmen ausgewählt und legen indikative Kostenangebote vor. Diese werden fachlich geprüft und in Verhandlungen weiterentwickelt, bevor am Ende der Planungsphase ein verbindliches Festpreisangebot stehen soll. Den konkreten Bau- und Einrichtungskosten sowie deren Finanzierung muss die Hamburgische Bürgerschaft auf Grundlage der Vergabeergebnisse zustimmen.

Finanzierung: Hamburg trägt 77 Prozent der Investitionskosten

Die Gesamtkosten des Projekts werden von Stadt und Asklepios gemeinsam getragen. Nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht übernimmt das Land Hamburg die förderfähigen Investitionskosten. Aufgrund der besonderen Baugrundverhältnisse am Standort übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg in diesem Fall 77 Prozent der Investitionskosten; Asklepios beteiligt sich mit 23 Prozent. Die genaue Höhe des vereinbarten Gesamtkostenrahmens wird mit Blick auf das laufende Vergabeverfahren vorerst nicht veröffentlicht, um die Angebote der Bieter nicht zu beeinflussen. Den Planungen vorausgegangen waren umfangreiche Abstimmungen, bei denen unter anderem gestiegene Baukosten, anspruchsvolle Baugrundverhältnisse und die Auswirkungen der Bundesreform im Krankenhausbereich berücksichtigt wurden.

Das Inkrafttreten der zwischen Stadt und Asklepios geschlossenen Gesamtprojektvereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bürgerschaft, die voraussichtlich bis Ende 2027 auf Grundlage der indikativen Angebote aus dem Teilnahmewettbewerb eingeholt werden soll. Damit ist der formale Rahmen für eines der bedeutendsten Krankenhausprojekte in Hamburg gesetzt.

Quelle: Asklepios

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