Regensburg. Das Caritas-Krankenhaus St. Josef in Regensburg hat mit einem feierlichen Spatenstich unter Beteiligung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder den Startschuss für sein bislang größtes Bauprojekt gegeben. Die Generalsanierung des Hauses umfasst vier Bauabschnitte und wird die Klinik voraussichtlich bis in die 2040er-Jahre begleiten. Allein in den ersten Abschnitt fließen mehr als 40 Millionen Euro, davon 28,7 Millionen Euro als Förderung des Freistaats Bayern. Für den Diözesan-Caritasverband Regensburg als Träger zählt das Vorhaben zu den zentralen Zukunftsinvestitionen der kommenden Jahre.
Bekenntnis zur medizinischen Zukunft des Standorts
Der Diözesan-Caritasverband Regensburg trägt St. Josef als Krankenhaus mit regionaler Bedeutung für die Gesundheitsversorgung. Mit dem Beginn der Generalsanierung unterstreicht der Verband also seinen langfristigen Anspruch an den Standort. Caritasdirektor Michael Weißmann betonte beim Festakt: „Mit diesem Projekt bekennen wir uns langfristig zu St. Josef und zu seiner wichtigen Rolle für die Gesundheitsversorgung in Regensburg und der Region. Hier wird in die medizinische Zukunft des Hauses investiert. Für uns als Caritas ist dabei entscheidend, dass medizinischer Fortschritt und menschliche Zuwendung zusammengehören.“
Freistaat Bayern fördert mit rund 30 Millionen Euro
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder hob beim Spatenstich die überregionale Bedeutung der Investition hervor. Er erklärte: „Mit der Generalsanierung des Caritas-Krankenhauses St. Josef in Regensburg trifft professionelle Pflege auf medizinische Spitzenversorgung. Der Freistaat investiert im ersten Bauabschnitt rund 30 Mio. Euro und insgesamt in ganz Bayern fast eine Mrd. Euro pro Jahr in die Krankenhäuser. Wir sorgen für gute medizinische Versorgung überall im Land, denn Krankenhäuser sind Lebenshäuser. Danke an die Caritas und alle Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte für ihre Arbeit und Menschlichkeit!“
Neue OP-Kapazitäten und modernes Zytostatikalabor
Im ersten Bauabschnitt wächst St. Josef baulich nach oben: Über der Zentralen Notaufnahme entstehen zwei zusätzliche Operationssäle sowie neue Räumlichkeiten für die urologische Funktionsdiagnostik und die Endourologie. Die erweiterten OP-Kapazitäten sollen insbesondere der gestiegenen Zahl onkologischer Eingriffe Rechnung tragen. Im Untergeschoss wird parallel ein neues Zytostatikalabor errichtet, das das bisherige ersetzt und verbesserte Bedingungen für die individuelle Herstellung von Chemotherapeutika schafft. Ergänzend entstehen Flächen für Technik, IT, Besprechungsräume und Umkleiden. Die Bauzeit für diesen ersten Abschnitt ist auf drei bis vier Jahre veranschlagt.
Für uns in St. Josef ist das Projekt weit mehr als eine Modernisierung der Infrastruktur. Wir waren schon immer ein innovatives Krankenhaus und haben medizinische Entwicklungen früh aufgegriffen. Jetzt schaffen wir die baulichen und technischen Voraussetzungen, diesen Weg konsequent fortzusetzen.
Prof. Dr. med. Sylvia Pemmerl
Sanierung bei laufendem Betrieb – Herausforderung und Chance
Rund 1.500 Beschäftigte versorgen in St. Josef jährlich etwa 80.000 Patientinnen und Patienten. Da die Generalsanierung etappenweise bei vollem Klinikbetrieb durchgeführt wird, müssen medizinische Versorgung und Bauprozess dauerhaft koordiniert werden. Zugleich eröffnet dieses Vorgehen die Möglichkeit, Erkenntnisse aus dem laufenden Betrieb sowie neue medizinische und technische Entwicklungen noch in spätere Bauabschnitte einzubeziehen. Das Baukastenprinzip sieht vor, dass ein neuer Abschnitt jeweils beginnen kann, sobald die entsprechenden Flächen freigegeben sind.
Breite Unterstützung aus Kirche, Politik und Stadtgesellschaft
Der Festakt vereinte Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Caritas. Regensburgs 2. Bürgermeisterin Dr. Helene Sigloch würdigte in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger das Vorhaben als wichtige Investition in den Gesundheitsstandort Regensburg. Den kirchlichen Abschluss des Festakts gestaltete Bischof Dr. Rudolf Voderholzer, der das Bauprojekt und die daran beteiligten Menschen segnete.
Mit dem ersten Spatenstich ist das aktuell größte Klinikbauprojekt in Regensburg und der Region offiziell angelaufen. Die weiteren Bauabschnitte befinden sich in Planung; perspektivisch soll die Generalsanierung von St. Josef schrittweise bis in die 2040er-Jahre fortgeführt werden. Das Vorhaben steht exemplarisch für die Herausforderungen kirchlicher Krankenhausträger, medizinische Qualität, bauliche Erneuerung und wirtschaftliche Tragfähigkeit unter einem Dach zu vereinen.
Quelle: Caritas-Krankenhaus St. Josef





