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Klinikum Wolfsburg bündelt Notfallversorgung, Bereitschaftsdienst und Hausarztpraxis unter einem Dach

Klinikum Wolfsburg Notaufnahme

Eröffnung des Anbaus mit offiziellem Banddurchschnitt (v.li.n.re.): Allgemeinmedizinerin Armine Mamulyan , MVZ-Geschäftsführerin Charlotte Bettina Boettcher, ZNA-Chefärztin Dr. Bernadett Erdmann, Oberbürgermeister Dennis Weilmann, Klinikumsdirektor André Koch, Dr. Christian Bekermann, Kreisstellenvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen in Wolfsburg, Danny Richter, Stellv. Pflegedirektor Klinikum Wolfsburg, Michael Braune, Leitung Technische Dienste Klinikum Wolfsburg, Stefan Hofmann, Geschäftsführer der KVN-Bezirksstelle Braunschweig

Klinikum Wolfsburg bündelt Notfallversorgung, Bereitschaftsdienst und Hausarztpraxis unter einem Dach

Aus der Praxis

3 MIN

Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg hat seinen Erweiterungsbau an der Zentralen Notaufnahme (ZNA) fertiggestellt und damit die Grundlage für eine neu strukturierte Notfallversorgung am Standort geschaffen. Durch die zusätzlichen Praxisflächen rücken also die ZNA, die hausärztliche Kooperationspraxis der MVZ WOB gGmbH und der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) räumlich zusammen. Patientinnen und Patienten finden künftig alle relevanten Versorgungsangebote an einem einzigen Anlaufpunkt im Klinikum.

Gemeinsamer Tresen als zentrales Steuerungselement

Ein wesentliches Element der neuen Struktur ist die medizinische Ersteinschätzung direkt beim Eintreffen an einem gemeinsamen Empfangsbereich im Eingangsbereich der ZNA. Geschulte Mitarbeitende erfassen dort anhand eines standardisierten Verfahrens die Beschwerden und den Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten. Auf dieser Grundlage wird also unmittelbar entschieden, welche Versorgungsebene die richtige ist:

  • die Zentrale Notaufnahme bei akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen,
  • die hausärztliche Kooperationspraxis für nicht lebensbedrohliche, allgemeine Beschwerden während der regulären Öffnungszeiten oder
  • der Ärztliche Bereitschaftsdienst für akute Behandlungsanliegen außerhalb der üblichen Sprechzeiten.

Wer in einem Notfall medizinische Hilfe benötigt, kann die Dringlichkeit der eigenen Beschwerden häufig zunächst nur schwer einschätzen. Die neue Struktur nimmt deshalb Patientinnen und Patienten diese Orientierungsaufgabe ab und lenkt sie gezielt in die jeweils passende Versorgungsform.

In einer Notaufnahme treffen oft innerhalb weniger Minuten Menschen mit ganz unterschiedlichen medizinischen Anliegen aufeinander. Das reicht vom Herzinfarkt bis zum grippalen Infekt. Die neuen Strukturen helfen uns dabei, diese Patientinnen und Patienten schneller und zielgerichteter zu versorgen. Das schafft mehr Ruhe in den Abläufen in unserer Notaufnahme und mehr Zeit für diejenigen, die dringend notfallmedizinische Hilfe benötigen.

Dr. med. Bernadett Erdmann, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme im Klinikum Wolfsburg

Hausärztliche Kooperationspraxis erhält mehr Fläche

Eine tragende Rolle in der neuen Versorgungsstruktur übernimmt die hausärztliche Kooperationspraxis der MVZ WOB gGmbH. Sie ist Hauptnutzerin der neu geschaffenen Praxisflächen im Erweiterungsbau. Bislang war die Praxis räumlich stark eingeschränkt innerhalb der ZNA untergebracht. Künftig steht sie montags bis freitags tagsüber zu festgelegten Sprechstundenzeiten mit einer Allgemeinmedizinerin zur Verfügung und übernimmt in der Regel die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden.

Wir freuen uns sehr über die hinzugewonnen Praxisflächen. In den neuen Räumen haben wir bessere Bedingungen für die ambulante medizinische Versorgung und können diese weiterentwickeln. Zugleich erhält die Zentrale Notaufnahme die von uns bisher genutzten Räume für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Krankheitsbildern zurück. Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt und danken der Stadt Wolfsburg die den Anbau finanziert hat.

Charlotte Bettina Boettcher, Geschäftsführerin der MVZ WOB gGmbH

Bereitschaftsdienst zieht näher an die ZNA heran

Auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KVN profitiert von der neuen räumlichen Situation. Die Bereitschaftsdienstpraxis befand sich bislang zwar bereits auf dem Klinikumsgelände, jedoch rund 100 Meter vom Eingang zur ZNA entfernt. Mit dem Einzug in die erweiterten Räumlichkeiten entfällt diese Distanz.

Kommunales Krankenhaus als Modell für ambulant-stationäre Verzahnung

Sobald die letzten technischen Arbeiten abgeschlossen sind, stehen die neuen Praxisräume an der ZNA für die Patientenversorgung bereit. Das Wolfsburger Modell – Notaufnahme, Hausarztpraxis und Bereitschaftsdienst unter einem Dach mit gemeinsamer Ersteinschätzung – greift damit Strukturen vor, die bundesweit im Rahmen der Notfallreform angestrebt werden.

Quelle: Klinikum Wolfsburg

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