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IDEA in den Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg: Demenzsensible Elektiv- und Akutversorgung

IDEA in den Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg: Demenzsensible Elektiv- und Akutversorgung

Patientenversorgung

3 MIN

Bad Homburg. Die Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg haben mit der Interdisziplinären demenzsensiblen Elektiv- und Akutversorgung (IDEA) eine Station geschaffen, die als Bestandteil des Notaufnahmezentrums (NAAZ) auf Menschen mit Demenz oder kognitiven Einschränkungen ausgerichtet ist. Das Konzept verbindet die notwendige medizinische Behandlung mit einer individuellen, demenzsensiblen Betreuung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht allein die Erkrankung, sondern der Mensch mit seiner Biografie, seinen Gewohnheiten und seinen Bedürfnissen.

Eine Umgebung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt

Eine fremde Umgebung, veränderte Tagesabläufe und unbekannte Bezugspersonen können bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen Unsicherheit, Ängste und Verwirrtheit auslösen. Die IDEA setzt deshalb auf eine enge Zusammenarbeit der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Teams. Ziel ist eine medizinisch hochwertige, sichere und zugleich menschliche Versorgung, die Betroffenen eine möglichst rasche und gut vorbereitete Rückkehr in ihr gewohntes Lebensumfeld ermöglicht.

Multiprofessionelles Team von Beginn an

Zentraler Bestandteil der IDEA ist ein multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften, Pflegehilfskräften, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Alltagsbegleitenden. Die demenzsensible Versorgung beginnt bereits beim ersten Kontakt mit dem Krankenhaus. Erfolgt die Aufnahme planbar über das Patientenmanagement oder ungeplant über das NAAZ, sollen bestehende oder vermutete kognitive Einschränkungen frühzeitig erkannt und bei allen diagnostischen, therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen berücksichtigt werden.

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Abstimmung zwischen dem NAAZ, den behandelnden Fachabteilungen und der IDEA zu. So lassen sich kognitive Einschränkungen bereits bei der Aufnahme systematisch berücksichtigen. Mehr Zeit für den einzelnen Menschen bedeutet zudem, genauer hinzuschauen, Bedürfnisse wahrzunehmen und gemeinsam passende Lösungen zu finden.

Fachübergreifende Versorgung für alle Fachrichtungen

Die IDEA ist fachübergreifend angelegt und steht grundsätzlich allen medizinischen Fachrichtungen der Hochtaunus-Kliniken zur Belegung offen. Aufgenommen werden Patientinnen und Patienten mit einer akuten oder chronischen somatischen Erkrankung und einer begleitenden kognitiven Einschränkung. Die medizinische Verantwortung liegt bei der jeweils zuständigen Fachabteilung, die eng mit dem Team der IDEA zusammenarbeitet. So entsteht eine ganzheitliche Versorgung, die auf die besonderen Bedürfnisse kognitiv eingeschränkter Menschen abgestimmt ist.

Angehörige als wichtige Partner

Die frühzeitige und aktive Einbindung von Angehörigen ist ein wesentlicher Baustein des demenzsensiblen Konzepts. Da Familien die Lebensgeschichte, die Gewohnheiten und die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen oft am besten kennen, geben sie dem Team wertvolle Orientierung. Gemeinsam begleiten die Teams den erkrankten Menschen und beraten die Familie einfühlsam.

Angehörige können den Aufenthalt jederzeit begleiten, im Zimmer übernachten und dort auch gemeinsam den Tag verbringen. Ebenso wichtig ist eine möglichst zeitnahe Rückkehr in die vertraute Umgebung, die im Einklang mit der Familie erfolgt. Zur Unterstützung bietet das Haus ein Demenz-Café, Informationsabende und eine Angehörigensprechstunde an.

Fazit: Medizin und Menschlichkeit verbinden

Mit der IDEA verbinden die Hochtaunus-Kliniken medizinische Qualität und Sicherheit mit einer menschlichen Begleitung. Die frühzeitige Berücksichtigung kognitiver Einschränkungen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die enge Einbindung der Familien sollen dazu beitragen, dass Patientinnen und Patienten gut vorbereitet in ihr gewohntes Lebensumfeld zurückkehren können.

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