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Bayern hat Abwassermonitoring auf Influenza-Viren ausgeweitet

Arbeiter in Kläranlage

Bayern hat Abwassermonitoring auf Influenza-Viren ausgeweitet

Patientenversorgung

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Bayerns Gesundheitsministerin: Erhalten so guten Überblick über das Infektionsgeschehen

München. Bayern hat sein landesweites Abwassermonitoring auch auf die Diagnostik von Influenza-Viren ausgeweitet. Die Daten sind ab sofort online abrufbar. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag hingewiesen. Die Ministerin betonte: „Wir haben mit dem Abwassermonitoring während der Corona-Pandemie ein modernes und effizientes Tool zur Überwachung des Infektionsgeschehens eingerichtet. Bayern untersucht die entnommenen Abwasserproben mittlerweile auch auf Influenza A- und B-Viren. Zusammen mit den Meldungen der Infektionsfälle nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten wir so einen guten Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen im Freistaat.“

Gerlach ergänzte: „Wir nutzen für unser Abwassermonitoring Daten von 30 Beprobungsstandorten aus allen Regierungsbezirken Bayerns. Das liefert belastbare Ergebnisse. Bayern steht damit im Bundesvergleich mit an der Spitze!“

Aktuell fließen die Proben aus Altötting, Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Piding, Teisendorf, Freilassing, Ebersberg, Grafing, Glonn, Freising, Ingolstadt, München, Starnberg, Passau, Straubing, Regensburg, Weiden, Bayreuth, Hof, Erlangen, Nürnberg, Aschaffenburg, Schweinfurt, Augsburg, Stadtbergen, Königsbrunn, Schwabmünchen, Zusmarshausen, Kempten und Neu-Ulm in das Abwassermonitoring ein. Die Beprobung der Standorte erfolgt zweimal in der Woc

Die Ministerin erläuterte: „Die Proben werden am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht. Alle Daten sind bereits wenige Tage nach Probeneingang online unter www.bay-voc.lmu.de/abwassermonitoring abrufbar.“

Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL, ergänzte: „Grundsätzlich lassen sich von infizierten Menschen ausgeschiedene Erreger im Abwasser molekularbiologisch nachweisen und bis zu einem gewissen Grad in ihrer Menge bestimmen. Virus-Vorkommen in der Bevölkerung können so losgelöst von der direkten Testung infizierter Personen ermittelt werden.“

Gerlach betonte: „Das Abwassermonitoring hilft uns auch über die Pandemie hinaus, das Infektionsgeschehen laufend zu beobachten. Der Freistaat finanziert aktuell sieben Beprobungsstandorte mit bislang mehr als 2,1 Millionen Euro. Kempten führt das Abwassermonitoring unter kommunaler Federführung durch. Der Bund stellt für die übrigen 22 Standorte im Rahmen des Projekts ‚Abwasser-Monitoring für die epidemiologische Lageüberwachung‘ (AMELAG) Finanzmittel zur Verfügung.“

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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