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Studie eliPfad: St. Franziskus-Stiftung Münster zieht positive Bilanz – digitale und persönliche Begleitung stärkt ältere Patienten nach Klinikaufenthalt

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Studie eliPfad: St. Franziskus-Stiftung Münster zieht positive Bilanz – digitale und persönliche Begleitung stärkt ältere Patienten nach Klinikaufenthalt

Aus der Praxis

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Münster. Vier Jahre, sechs Zentren in Nordrhein-Westfalen, knapp 1.000 Teilnehmende: Die St. Franziskus-Stiftung Münster zieht eine positive Zwischenbilanz des vom G-BA-Innovationsfonds geförderten Projekts eliPfad. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt länger selbstständig zu Hause leben können. Die Kombination aus speziell geschulten Fallmanagerinnen als sektorenübergreifende Koordinatorinnen und digitalen Hilfsmitteln wie einer einrichtungsübergreifenden Patientenakte und einem smarten Heimassistenten zeigte vielversprechende Ergebnisse. Die finale Auswertung der Studiendaten ist für Mitte 2027 geplant.

Konzept: Fallmanagerinnen als Bindeglied zwischen Klinik und Hausarzt

Das Projekt eliPfad begleitete ältere Patientinnen und Patienten mit mehreren internistischen Erkrankungen nach einem Klinikaufenthalt durch speziell geschulte Pflegekräfte – sogenannte Fallmanagerinnen. Diese fungierten als kommunikative Schnittstelle zwischen der Klinik sowie den niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzten. Ziel war es, ungeplante Wiedereinweisungen zu vermeiden und die Versorgungsqualität in der Übergangsphase nach dem Krankenhausaufenthalt zu verbessern.

Digitale Hilfsmittel: Patientenakte und smarter Heimassistent

Ein zentrales Element des Projekts war der Einsatz digitaler Werkzeuge. Die Teilnehmenden erhielten eine einrichtungsübergreifende Patientenakte sowie einen „Smarten Assistenten“ für zu Hause, mit dem sie regelmäßig Vitalwerte messen und an die digitale Akte übertragen konnten. Die Fallmanagerinnen prüften diese Werte kontinuierlich und informierten bei Auffälligkeiten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. Die Mehrheit der Teilnehmenden nutzte die digitalen Geräte intensiv – ein Beleg dafür, dass digitale Anwendungen auch von älteren Menschen angenommen werden, wenn sie verständlich erklärt und begleitet werden.

Rückmeldungen: Persönliche Beziehung als zentrale Stärke

Die Rückmeldungen der Patientinnen und Patienten waren überwiegend positiv. Viele berichteten, dass sie sich durch die enge Betreuung motiviert fühlten, ihre Gesundheit aktiv mitzugestalten. Interviews mit Teilnehmenden bestätigen, dass die persönliche Beziehung zu den Fallmanagerinnen als besondere Stärke des eliPfad-Ansatzes wahrgenommen wurde.

Beteiligte Einrichtungen und Konsortialpartner

An der Studie beteiligt waren die Uniklinik Köln, das Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup, das St. Franziskus-Hospital Münster, die Klinikum Dortmund gGmbH, das Marien Hospital Herne sowie die Uniklinik RWTH Aachen. Zu den Konsortialpartnern zählten unter anderem die BARMER Krankenkasse, die Techniker Krankenkasse, die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe, die Deutsche Gesellschaft für Care und Case Management (DGCC) sowie die Universität Witten/Herdecke. Kooperationspartner waren u. a. die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und BIG direkt gesund. Weitere Informationen sind unter

„eliPfad hat gezeigt, dass eine sektorenübergreifende und zuverlässige Begleitung älterer Patientinnen und Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt einen spürbaren Unterschied für die Versorgungsqualität machen kann. Die Verbindung von persönlicher Fürsorge und digitalen Komponenten unterstützt die Selbstständigkeit und fördert die Lebensqualität. Die Erfahrungen aus eliPfad werden wir nutzen, um Versorgungsstrukturen patientenorientiert weiterzuentwickeln.“

Philipp Potratz, Leiter Franziskus F&E – Zentrum für Klinische Studien und angewandte Versorgungsforschung

Mit knapp 1.000 Teilnehmenden und einer breiten Konsortialstruktur liefert eliPfad eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung sektorenübergreifender Versorgungsmodelle für ältere Menschen. Die finale Auswertung der Studiendaten ist für Mitte 2027 geplant. Die St. Franziskus-Stiftung Münster kündigt an, die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung patientenorientierter Versorgungsstrukturen einfließen zu lassen.

Quelle: St. Franziskus-Stiftung Münster

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