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Allensbach-Studie 2026: Berufszufriedenheit in der Pflege NRW steigt deutlich – 63 Prozent bewerten Situation positiv

Berufszufriedenheit Pflege NRW Allensbach-Studie 2026

Allensbach-Studie 2026: Berufszufriedenheit in der Pflege NRW steigt deutlich – 63 Prozent bewerten Situation positiv

Aus der Praxis

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Düsseldorf. Die Stimmung unter Pflegefachpersonen in Nordrhein-Westfalen hat sich innerhalb von zwei Jahren spürbar aufgehellt. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Pflegekammern NRW und Rheinland-Pfalz bewerten 63 Prozent der Befragten ihre berufliche Situation heute positiv – 2023 waren es noch 51 Prozent. Der Anteil der sehr Zufriedenen stieg um zehn Prozentpunkte auf 33 Prozent. Die Trendwende zeigt sich über nahezu alle Versorgungsbereiche hinweg, besonders ausgeprägt in der Altenpflege.

Deutlicher Stimmungsumschwung gegenüber 2023

Die Allensbach-Studie, die auf einer Online-Befragung von 2.880 Pflegefachpersonen aus allen Bereichen der professionellen Pflege in NRW basiert, knüpft an eine erste Erhebung aus dem Jahr 2023 an. Der Vergleich beider Erhebungen zeigt eine klare Aufwärtsbewegung: Der durchschnittliche Zufriedenheitswert stieg über alle Arbeitsfelder hinweg von 5,4 auf 6,2 Punkte. Besonders markant ist die Entwicklung in Alten- und Pflegeheimen, die 2023 noch die niedrigsten Zufriedenheitswerte aufwiesen: Dort kletterte der Wert von 4,7 auf 5,7 Punkte. Im Krankenhaus verbesserte er sich von 5,4 auf 6,1 Punkte, in der ambulanten Pflege von 5,9 auf 6,5 Punkte.

Positive Entwicklung in allen Versorgungsbereichen

Die Verbesserung beschränkt sich nicht auf einzelne Sektoren. Über alle Berufsfelder hinweg ist eine positive Entwicklung erkennbar, die Pflegekammer NRW-Präsidentin Sandra Postel als wichtiges Signal für die langfristige Gewinnung und Bindung von Fachkräften wertet. Der Rückgang der pandemiebedingten Belastungen der Vorjahre sowie Investitionen in Arbeitsbedingungen, steigende Tariflöhne, Personalaufbau und Digitalisierung werden als wesentliche Treiber der Trendwende benannt.

Handlungsbedarf bleibt – besonders im Schichtdienst und in der Altenpflege

Trotz der positiven Gesamtentwicklung zeigen die Ergebnisse weiterhin bestehende Belastungsschwerpunkte. Pflegefachpersonen im Schichtdienst bewerten ihre berufliche Situation nach wie vor kritischer als Kolleginnen und Kollegen ohne Schichtarbeit. Auch in Alten- und Pflegeheimen liegt die Berufszufriedenheit trotz des deutlichen Anstiegs noch unter dem Gesamtdurchschnitt. Die Studie macht damit zugleich deutlich, wo weiterer politischer und betrieblicher Handlungsbedarf besteht.

„Steigende Berufszufriedenheit ist weit mehr als eine positive Momentaufnahme. Sie zeigt, dass Pflegefachpersonen ihren Beruf wieder mit mehr Zuversicht erleben. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um Menschen langfristig für die Pflege zu gewinnen und im Beruf zu halten“, sagt Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW.

„Diese Entwicklung ist kein Selbstläufer. Sie zeigt, dass Investitionen in gute Arbeitsbedingungen Wirkung entfalten können. Digitalisierung, steigende Tariflöhne und der Personalaufbau der letzten Jahre kommen an. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent weiterzugehen – gemeinsam mit Politik, Arbeitgeber*innen und den Pflegefachpersonen selbst“, betont Postel.

Die Allensbach-Studie liefert erstmals belastbare Vergleichsdaten zur Berufszufriedenheit in der Pflege NRW über einen Zweijahreszeitraum. Die Ergebnisse sind ermutigend – und zugleich ein Auftrag: Die Trendwende ist kein Automatismus, sondern das Ergebnis gezielter Investitionen, die konsequent fortgesetzt werden müssen. Die Studie wird in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben und bildet damit eine wachsende Datenbasis für evidenzbasierte Pflegepolitik in NRW und Rheinland-Pfalz.

Quelle: Pflegekammer NRW

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