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Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt plant Praxisgebäude für 18 Millionen Euro und vertieft Kooperationen mit Dialysezentrum und Bezirk Unterfranken

Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt Praxisgebäude

Visualisierung des geplanten Praxisgebäudes durch a|sh sander.hofrichter architekten

Leopoldina-Krankenhaus Schweinfurt plant Praxisgebäude für 18 Millionen Euro und vertieft Kooperationen mit Dialysezentrum und Bezirk Unterfranken

Aus der Praxis

3 MIN

Schweinfurt. Das Leopoldina-Krankenhaus in Schweinfurt investiert in den Ausbau des Gesundheitscampus Leopoldina. Geplant ist ein neues Praxisgebäude am Klinikstandort, für das rund 18 Millionen Euro veranschlagt sind. Parallel vertieft das Haus seine Zusammenarbeit mit dem Dialysezentrum Schweinfurt in der Nephrologie und mit dem Bezirk Unterfranken in der psychiatrischen Versorgung. Der Aufsichtsrat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, der Bauantrag wird in Kürze eingereicht.

Neubau am Klinikstandort

Das neue Praxisgebäude soll am nordöstlichen Rand des Klinikgeländes in der Gustav-Adolf-Straße entstehen. Dafür wird das bestehende Gebäude, eine ehemalige MRT-Praxis, zurückgebaut. Nach aktueller Planung startet das Projekt im Frühjahr 2027, die Fertigstellung ist für Mitte 2029 vorgesehen.

Nephrologie: Dialysezentrum wird enger eingebunden

Die nephrologische Fachexpertise stellt bislang das Dialysezentrum Schweinfurt über Konsiliarleistungen sowie mit den Belegärzten PD Dr. med. Susanne Schwedler und Dr. med. Joachim Harlos sicher. In der künftigen Zusammenarbeit wirkt ein nephrologischer Facharzt des Dialysezentrums zeitanteilig direkt im Krankenhaus mit, fachärztlich beratend und im Rahmen teilstationärer Dialysen. Ab Mai 2029 sollen Dialyseleistungen zudem im neuen Praxisgebäude auf dem Klinikgelände erbracht werden.

Psychiatrische Versorgung: Tagesklinik und Institutsambulanz

Die Kooperation mit dem Bezirk Unterfranken besteht bereits, etwa im Bereich der stationären psychosomatischen Versorgung. Ab 2029 soll sie im neuen Gebäude weiter vertieft werden: Der Bezirk plant dort Räume für eine psychiatrische Tagesklinik sowie eine psychiatrische Institutsambulanz.

Nachwuchsförderung in der Nephrologie

Nach Angaben der Beteiligten schafft das Gesamtkonzept die Voraussetzungen, nephrologische Fachärztinnen und -ärzte auszubilden. Die Kooperationspartner sehen darin einen Beitrag zur Stärkung des Medizinstandorts Schweinfurt.

„Unser Ziel ist es, die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung weiter auszubauen und zukunftsfähig zu gestalten. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir unsere bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Bezirk Unterfranken im Bereich der psychiatrischen Versorgung und mit dem Dialysezentrum Schweinfurt in der nephrologischen Behandlung weiter vertiefen“, erklärt Jürgen Winter, Geschäftsführer des Leopoldina-Krankenhauses.

„Mit der Intensivierung unserer Zusammenarbeit sichern wir die nephrologische Versorgung ambulant wie stationär in der Stadt Schweinfurt sowie in der Region Main-Rhön langfristig. Das Gesamtkonzept schafft darüber hinaus alle Voraussetzungen zur Ausbildung nephrologischer Fachärzte und trägt somit auch in diesem Punkt zur Stärkung des Medizinstandortes Schweinfurt bei“, erklären PD Dr. med. Susanne Schwedler und Dr. med. Joachim Harlos, Gesellschafter des Dialysezentrums Schweinfurt.

„Für uns steht dabei eine hohe Behandlungsqualität im Mittelpunkt. Die Zusammenarbeit mit dem Dialysezentrum Schweinfurt ist seit vielen Jahren fachlich etabliert und verlässlich. Auf dieser guten Basis können wir die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit nephrologischem Behandlungsbedarf künftig noch enger in die Abläufe unseres Hauses einbinden und gemeinsam weiterentwickeln“, betont Prof. Dr. Karl Mischke, Ärztlicher Direktor des Leopoldina-Krankenhauses.

„Wir schätzen die Partnerschaft mit dem Leopoldina-Krankenhaus sehr. Als verlässliche Partner können beide Seiten von den Synergieeffekten profitieren. Gemeinsam können wir dieses wichtige Vorhaben nun Realität werden lassen und die psychiatrische Versorgung für Patientinnen und Patienten in der Region weiter verbessern“, erklärt Bezirkstagspräsident Stefan Funk.

„Das geplante Praxisgebäude zeigt, wie wir die medizinische Versorgung zukunftsfähig weiterentwickeln können: durch starke Partnerschaften, kurze Wege und eine enge Verzahnung ambulanter und stationärer Angebote“, sagt Ralf Hofmann, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt und Aufsichtsratsvorsitzender des Leopoldina-Krankenhauses.

Mit dem geplanten Neubau und den vertieften Kooperationen setzt das Leopoldina-Krankenhaus die Weichen für eine wohnortnahe, sektorenübergreifende Versorgung in Schweinfurt und der Region. Ob der Zeitplan bis Mitte 2029 eingehalten werden kann, hängt unter anderem vom weiteren Genehmigungsverfahren ab.

Quelle: Leopoldina-Krankenhaus GmbH

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