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Kreis Kleve: Stärkung der Krankenhausversorgung

Kreis Kleve

So könnte das St.-Antonius-Hospital in Kleve im Jahr 2032 aussehen.

Kreis Kleve: Stärkung der Krankenhausversorgung

Patientenversorgung

4 MIN

Investitionen von rund 300 Millionen Euro stärken die Krankenhausversorgung im Kreis Kleve nachhaltig

Kleve. Die Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft (KKLE) und die cusanus trägergesellschaft trier (ctt) stellen die nächsten Weichen für die anstehende Krankenhaustransformation im Kreis Kleve. Hinter dem schlichten Projekttitel „KarL32“ verbirgt sich eines der größten Fördervorhaben im Kontext der Krankenhausplanung Nordrhein-Westfalens.

Zwei starke medizinische Zentren für den Kreis Kleve

Im Rahmen der Transformation baut man den Standort Kleve in den kommenden Jahren zu einem leistungsstarken Schwerpunktversorger aus. Ab 2031/2032 verlagert man das stationäre medizinische Angebot des Wilhelm-Anton-Hospitals Goch an den Standort Kleve.

Das aktuell von der ctt betriebene St. Clemens-Hospital in Geldern soll mittelfristig in die Trägerschaft der KKLE übergehen und man wird es ebenfalls umfassend aus- und umbauen sowie zu einem Schwerpunktversorger weiterentwickeln. Das stationäre medizinische Angebot des Marienhospitals Kevelaer verlagert man ab 2031/2032 an den Standort Geldern. Mit der Transformation entstehen zwei moderne medizinische Zentren mit in vielen Bereichen deutlich erweiterten Leistungsangeboten und einer verbesserten Versorgungsqualität.

Substanzielle Verbesserung der Notfallversorgung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung der Notfallmedizin. Künftig sollen die Menschen im Kreis Kleve direkten Zugang zur höchsten Stufe der Notfallversorgung („Umfassende Notfallversorgung – Stufe 3“) erhalten. Damit stärkt man die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig.

KKLE-Geschäftsführer Sadık Taştan: „Damit bekommen die Menschen im Kreis Kleve Zugang zu diesem hohen Niveau der Notfallversorgung. Bereits mit der erfolgreichen Integration der Neurologie der Föhrenbachklinik haben wir neue Maßstäbe im Bereich der Notfallmedizin gesetzt. Im nächsten Schritt werden wir alle Maßgaben für die höchste Versorgungstufe erfüllen.“

KKLE investiert 60 Millionen Euro aus Eigenmitteln

Das Gesamtinvestitionsvolumen für den Ausbau beider Standorte beträgt rund 300 Millionen Euro. Hiervon entfallen etwa 60 Millionen Euro als Eigenmittelanteil auf die KKLE. KKLE-Geschäftsführerin Dr. Sabine Kisselbach zu den finanziellen Aspekten:„Der Eigenmittelanteil stellt für uns als Krankenhausträger selbstverständlich einen großen Kraftakt dar. Gleichzeitig steht die KKLE wirtschaftlich auf einem sehr soliden Fundament. Die kommenden Jahre werden umsichtiges Handeln und kluge wirtschaftliche Entscheidungen erfordern. Wir sehen in diesem Projekt eine einmalige Chance, die Krankenhausversorgung am unteren Niederrhein langfristig zu stärken und sind deshalb sehr gerne bereit, unseren Beitrag zu leisten.“

Förderbescheid wird Ende des Jahres erwartet

„Unsere Pläne heute im Kreistag vorzustellen, ist einer der letzten Schritte unsererseits, bevor wir der Bescheidung unseres Förderantrags entgegensehen. Das Antragsverfahren ist bereits sehr weit fortgeschritten, sodass wir aktuell damit rechnen, den endgültigen Bescheid um den Jahreswechsel in den Händen zu halten“, so Dr. Kisselbach weiter.

Geordneter Übergang des St. Clemens-Hospitals in die Trägerschaft der KKLE

In der Zwischenzeit arbeiten KKLE und ctt weiter mit Hochdruck an dem angestrebten Trägerwechsel des St. Clemens-Hospitals, der Gelderland-Klinik und des MVZ Gelderland. ctt-Geschäftsführerin Ulrike Schnell dazu:„ Die Gespräche mit der KKLE verlaufen konstruktiv, partnerschaftlich und zielgerichtet. Für die ctt ist wesentlich, dass die geplante Überführung geordnet, wirtschaftlich tragfähig und verantwortungsvoll gestaltet wird – im Interesse der Patientinnen und Patienten, der Mitarbeitenden, der ctt insgesamt und der langfristigen Stärkung des Standortes Geldern. Aktuell laufen intensive Gespräche insbesondere zu Detailfragen. In diesem Zusammenhang prüfen wir außerdem verschiedene Varianten für den zeitlichen Ablauf des Übergangs.“

Zukunft der Standorte Goch und Kevelaer

Das Wilhelm-Anton-Hospital in Goch und das Marienhospital Kevelaer betreibt man mindestens bis zum Abschluss der Ausbauarbeiten in Geldern und Kleve – voraussichtlich bis 2032 – weiter. Im Anschluss ist die Weiterentwicklung beider Standorte zu Gesundheitscampussen geplant, die ihren Schwerpunkt auf ambulante und ergänzende Gesundheitsleistungen legen sollen. Die konkreten Planungen werden ab 2028/2029 unter Einbeziehung von Politik, Krankenkassen und Öffentlichkeit erfolgen.

Arbeitsplätze bleiben erhalten

Die KKLE betont ausdrücklich, dass die Transformation mit einem steigenden Personalbedarf verbunden ist. „Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter wird gebraucht. Wir werden allen Beschäftigten auch künftig mindestens gleichwertige Arbeitsplatzangebote machen“, betont Sadık Taştan.

Quelle: Katholische Karl-Leisner-Trägergesellschaft mbH

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