Wirtschaftliche Ziele im schwierigen Reformumfeld über Plan erreicht
Leipzig. Der Aufsichtsrat der Klinikum St. Georg gGmbH hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Trotz anhaltend sehr herausfordernder Rahmenbedingungen im deutschen Gesundheitswesen blickt der Leipziger Schwerpunktversorger auf ein stabiles operatives Jahr zurück. Er schließt mit einem zur Planung verbesserten Ergebnis ab. Das Defizit konnte stärker als erwartet verringert werden. Das vorgegebene Wirtschaftsziel von minus 34 Millionen Euro wurde innerhalb der erwarteten Größenordnung punktgenau erreicht. Ein deutlich positives Signal zeigt sich bei den Erlösen. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Umsatzerlöse um 6,1 Prozent beziehungsweise um 15 Millionen Euro.
„Konsolidieren, Investieren, Wachsen – unter diesen Überschriften verlief das Geschäftsjahr 2025 für das traditionsreiche Leipziger Klinikum der Schwerpunktversorgung im Rahmen der bestehenden Sanierungskonzeption erfolgreich“. So fasst es Aufsichtsratsvorsitzender Torsten Bonew zusammen. Wie über 70 Prozent der deutschen Kliniken kämpft auch das Klinikum St. Georg mit den Rahmenbedingungen der anstehenden bundesweiten Krankenhausreform. Ebenso kämpft es mit dem weiterhin bestehenden massiven Transformationsdruck durch die zunehmende ambulante Leistungsverlagerung sowie die Einführung von Leistungsgruppen. Neben diesen Themen investiert das Klinikum aktuell erheblich in die bauliche Erneuerung der Infrastruktur für die kommenden Jahre. Ebenso investiert es aber auch in moderne Medizintechnik und IT-Infrastruktur. Im Zentrum der baulichen Entwicklung steht dabei der Zentralbau II. Dieser soll zukünftig die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Konzentration der stationären Leistungserbringung auf dem Campusgelände ermöglichen.
Stimmen zum Jahresabschluss am Klinikum St. Georg
Claudia Pfefferle, Geschäftsführerin des Klinikums, betont: „Mit dem Ergebnis des Jahres 2025 können wir einen wichtigen Schritt auf unserem Konsolidierungs- und Wachstumskurs bestätigen. Aufgrund der erheblichen gemeinsame Kraftanstrengung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dank der Unterstützung des Gesellschafters ist unser Klinikum auf Kurs. Das ist unter den aktuellen Voraussetzungen mehr als eine gute Nachricht, es motiviert. Mit der laufenden Erneuerung unserer baulichen Infrastruktur, insbesondere mit dem Baufortschritt bezüglich des Zentralbaus II, schaffen wir aktuell die infrastrukturellen Voraussetzungen für die wirtschaftliche Stabilität der kommenden Jahre.“
Das Klinikum St. Georg setzt die politisch geplante ambulante Transformation konsequent und erfolgreich um, verzeichnet mit 7000 Fällen über Plan deutlich steigende ambulante Behandlungen und hat das neue Konzept der sogenannten Hybrid-DRG Behandlungen erfolgreich umgesetzt. Mit dem Betrieb des hochmodernen Ambulanzzentrums sieht sich das Haus strukturell gut aufgestellt, um sektorenübergreifende Versorgungsformen weiter auszubauen. Ein zentraler Schlüsselfaktor liegt zudem in der Mitarbeiterbindung und der Gewinnung von Fachkräften. Hierbei profitiert das Klinikum nachhaltig von den Kapazitäten und der inhaltlichen Breite des Ausbildungsangebotes an der eigenen Medizinischen Berufsfachschule, um sich als verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber in der Region zu positionieren. Darüber hinaus wirken umfangreiche Digitalisierungserfordernisse, etwa im Bereich der kritischen Infrastrukturen (KRITIS), auf die Aufwandsstruktur. Diese Investitionen eröffnen jedoch die Chance, Ressourcenengpässen mit modernen digitalen Abläufen im Sinne der Belegschaft zu begegnen und die Ertragslage mittelfristig zu verbessern.
Um diese Phase der strukturellen Veränderungen zu überbrücken und den Transformationsprozess hin zu einer zukunftsfesten Struktur abzusichern, greift die Unterstützung der Gesellschafterin. Die Stadt Leipzig begleitet den eingeleiteten Wandel des Schwerpunktversorgers durch fortlaufende wirtschaftliche Sicherungsmaßnahmen. Diese Unterstützung der Kommune stellt die notwendige wirtschaftliche Stabilität sowie den planerischen Spielraum bereit, um die temporären Herausforderungen der Krankenhausreform abzufedern und die medizinische Versorgung als Schwerpunktversorger langfristig bedarfsgerecht aufzustellen.
Quelle: Klinikum St. Georg gGmbH




