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Uniklinik Köln gründet Centrum für Prävention: Acht Fachbereiche bündeln Expertise für zukunftsweisende Vorsorgemedizin

Centrum für Prävention Uniklinik Köln

Uniklinik Köln gründet Centrum für Prävention: Acht Fachbereiche bündeln Expertise für zukunftsweisende Vorsorgemedizin

Aus der Praxis

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Köln. Die Uniklinik Köln hat am 5. Oktober 2026 offiziell das Centrum für Prävention (CeP) ins Leben gerufen und damit einen strukturellen Rahmen geschaffen, der wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in die Patientenversorgung überführen soll. Acht spezialisierte Bereiche der Uniklinik sowie des Exzellenzclusters CECAD arbeiten künftig unter einem gemeinsamen Dach, um evidenzbasierte Präventionskonzepte zu entwickeln und anzuwenden. Den Auftakt bildete ein wissenschaftliches Gründungssymposium, bei dem Expertinnen und Experten interdisziplinäre Strategien zur Krankheitsvorbeugung vorstellten.

Acht Fachbereiche unter einem Dach

Dem neuen Centrum für Prävention gehören als Gründungsmitglieder die Kinder- und Jugendmedizin, Geburtsmedizin, Medizinische Psychologie, Klinische Infektiologie, Allgemeinmedizin, Familiäre Tumorerkrankungen, die Klinik II für Innere Medizin sowie die Neurologie der Uniklinik Köln an. Ergänzt wird das Netzwerk durch die Translationale Forschung des CECAD (Exzellenzcluster Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases). Durch die enge Zusammenarbeit dieser Kliniken und Institute sollen neueste Forschungsergebnisse ohne Zeitverzug in evidenzbasierte Präventionskonzepte – also auf empirischen Nachweisen beruhende Vorsorgemaßnahmen – übersetzt werden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten dabei eng mit den behandelnden Teams der Kliniken zusammen, um maßgeschneiderte Programme im Rahmen der personalisierten Medizin anzubieten. Ziel ist eine Vorbeugung, die exakt auf das individuelle Risikoprofil der Patientinnen und Patienten abgestimmt ist und deren Lebensqualität nachhaltig verbessert.

Gesundheit als aktiv gestaltbares Gut

Das Centrum für Prävention steht für ein modernes Gesundheitsverständnis: Gesundheit gilt nicht länger als bloße Abwesenheit von Krankheit, sondern als etwas, das aktiv gestaltet und erhalten werden kann. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Verantwortung setzt das CeP konkrete Impulse für den Versorgungsalltag.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (MdL) unterstrich im Rahmen der Auftaktveranstaltung die gesellschaftliche Bedeutung der Initiative:

„Die Gründung des Centrums für Prävention ist mehr als die Errichtung einer neuen wissenschaftlichen Institution. Sie ist ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert Prävention heute haben muss: in der Wissenschaft, in der medizinischen Versorgung, in der Gesundheitspolitik und vor allem im Alltag der Menschen.“

Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, ergänzte hierzu: „Spitzenmedizin muss ansetzen, bevor Erkrankungen überhaupt entstehen. Mit dem neuen Zentrum schaffen wir eine Struktur, die universitäre Forschung unmittelbar für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung nutzbar macht.“

Gründungssymposium mit Fokus auf Impfprävention

Das wissenschaftliche Symposium zur Gründung des CeP widmete sich schwerpunktmäßig der Impfprävention – ein Thema, das angesichts der bevorstehenden Infektsaison besondere Aktualität besitzt. Ärztinnen und Ärzte diskutierten innovative Ansätze zum Abbau von Impfbarrieren sowie wirksame Strategien gegen Impfmüdigkeit. Darüber hinaus standen Erkenntnisse zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Schutzimpfungen sowie aktuelle Impulse aus der Arbeit der Ständigen Impfkommission (STIKO) – dem zentralen Expertengremium für Impfempfehlungen in Deutschland – auf der Agenda. Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit, den interdisziplinären Austausch dauerhaft fortzuführen.

„Gerade bei der Infektionsprophylaxe bietet die moderne Medizin hervorragende Möglichkeiten, die wir noch gezielter in die Breite tragen müssen. Das Zentrum wird hierzu als Forschungs- und Koordinationsplattform einen entscheidenden Beitrag leisten“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln.

Mit der Gründung des Centrums für Prävention positioniert sich die Uniklinik Köln als Vorreiterin einer Medizin, die nicht erst bei der Behandlung von Krankheiten ansetzt, sondern deren Entstehung gezielt verhindert. Die Vernetzung von acht Fachbereichen und die unmittelbare Überführung von Forschungsergebnissen in die Versorgungspraxis sollen dazu beitragen, die Gesundheit der Bevölkerung langfristig zu stärken – ein Ansatz, der angesichts wachsender Versorgungsbedarfe und begrenzter Ressourcen im Gesundheitssystem an Bedeutung gewinnt.

Quelle: Uniklinik Köln

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