»

Tarifeinigung für GLG-Krankenhäuser

Tarifvertrag

Tarifeinigung für GLG-Krankenhäuser

Gesundheitspolitik

2 MIN

Neuer Tarif für die über 400 Ärztinnen und Ärzte im GLG-Verbund

Eberswalde. In der zweiten Verhandlungsrunde zwischen dem Marburger Bund und der GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit über den Tarifvertrag für den Ärztlichen Dienst in den GLG-Krankenhäusern in Eberswalde, Angermünde und Prenzlau wurden am Dienstag, dem 21. Mai, in rund fünfstündiger Sitzung die Positionen beider Verhandlungsseiten konstruktiv und zielorientiert dargelegt und schließlich eine Einigung erreicht.

Der neue Tarif für die über 400 Ärztinnen und Ärzte im GLG-Verbund sieht eine 10%ige Gehaltssteigerung vor, die sich aus mehreren Schritten zusammensetzt: im Februar und im Juni 2024 soll sie je 2 % betragen, im Januar und im September 2025 je 3 %. Außerdem werden die Zuschläge für Samstagsarbeit und die Zuschläge für Tätigkeiten während der nächtlichen Rufbereitschaft ab September 2024 erhöht. Für die kurzfristige Übernahme außerplanmäßiger Ruf- oder Bereitschaftsdienste wurden Pauschalen vereinbart. Dieser Abschluss hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026 und beinhaltet für die GLG-Unternehmensgruppe ein Gesamtvolumen von über 6 Millionen Euro.

GLG-Geschäftsführer Dr. Jörg Mocek bedankte sich für die konstruktive Verhandlungen bei der Tarifkommission und sagte: „Wir befinden uns in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Das Bundeskabinett hat eine Krankenhausstrukturreform beschlossen, welche auch Auswirkungen auf unsere GLG-Krankenhausstandorte haben wird. Die nun vereinbarten finanziellen Mehrbelastungen müssen durch Leistungssteigerungen kompensiert werden, um auch zukünftig die wirtschaftliche Stabilität der GLG-Krankenhäuser abzusichern.“

Die Verhandlungsführerin seitens des Marburger Bundes, Juliane Holtz, erklärte: „Wir konnten nach nur wenigen und zielführenden Verhandlungsrunden ein zufriedenstellendes Gesamtpaket schnüren, welches auch die Grundlage für bessere Arbeitsbedingungen schafft. Besonders hervorzuheben sind hierbei die neuen Pauschalen für das kurzfristige Einspringen in Ruf- und Bereitschaftsdienste.“

Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Quelle: GLG Gesellschaft für Leben und Gesundheit mbH

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Krankenhaustransformationsfonds NRW Förderaufruf

NRW startet Förderaufruf: 2,6 Milliarden Euro Landesmittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds – ein Drittel für Klimaanpassung

Düsseldorf. Nordrhein-westfälische Plankrankenhäuser können ab sofort Fördermittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) beantragen. Das Gesundheitsministerium NRW hat am 18. August 2026 den entsprechenden Förderaufruf an die Kliniken versandt. Für Vorhaben in NRW stehen insgesamt 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung, davon rund 2,6 Milliarden Euro Landesmittel.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Kabinett

Kabinett in Schleswig-Holstein stimmt Reform des Landeskrankenhausgesetzes zu

Kiel. Das Kabinett hat am 18. August in zweiter Befassung dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Krankenhausversorgung zugestimmt. Mit dem Gesetzesentwurf wird das Landeskrankenhausgesetz (LKHG) neu ge­fasst.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Judith Gerlach Entbürokratisierung Krankenhäuser

Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach fordert raschen Bürokratieabbau für Krankenhäuser

München. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat sich direkt an Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann gewandt und eine zügige Umsetzung des angekündigten Entbürokratisierungsgesetzes für Kliniken gefordert.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen