»

VPKA lobt Fast Lane-Verfahren der Bayerischen Staatsregierung

ICE rast auf den Gleisen

VPKA lobt Fast Lane-Verfahren der Bayerischen Staatsregierung

Gesundheitspolitik

3 MIN

Hauptgeschäftsführerin Dr. Ann-Kristin Stenger begrüßt Ausweitung auf Pflegefachhilfskräfte

München. Zum 1. Juli 2023 setzte die Bayerische Staatsregierung ein schnelles Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte in Kraft, die sogenannte „Fast Lane“. Diese hat sich als erfolgreich erwiesen und soll zum 01. Januar 2025 auch auf Pflegefachhilfskräfte ausgeweitet werden. Der Verband der Privatkrankenanstalten in Bayern (VPKA) lobt das Modell und die geplante Erweiterung.

„Mit der Fast Lane hat Bayern ein zentralisiertes, digitalisiertes und vereinfachtes Verfahren auf den Weg gebracht. Dieses Instrument ist ein wertvoller Beitrag, um dem dramatischen Pflegekräftemangel etwas entgegenzusetzen“, urteilt VPKA-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ann-Kristin Stenger. „Als Vertretung von rund 170 privat getragenen Akut- und Rehabilitationskliniken ermutigen wir unsere Mitglieder, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.“

Die Fast Lane in aller Kürze

Im Rahmen der Fast Lane wurden die Anerkennungsverfahren und aufenthaltsrechtlichen Verfahren ausländischer Pflegefachkräfte am Bayerischen Landesamt für Pflege zentralisiert und modularisierte Anpassungslehrgänge und Vorbereitungskurse geschaffen. Außerdem wurde die Zusammenarbeit zwischen der Zentralen Stelle für die Einwanderung von Fachkräften (ZSEF) und der Koordinierungs- und Beratungsstelle Berufsanerkennung (KuBB) optimiert. „Die zuvor oft zähen, langatmigen, uneinheitlichen und umständlichen Verfahren wurden deutlich vereinfacht und beschleunigt“, so Dr. Stenger. „Kliniken haben mit der deutlich serviceorientiert arbeitenden ZSEF nunmehr nur noch einen zentralen Ansprechpartner hinsichtlich der aufenthaltsrechtlichen Prüfung und des Anerkennungsverfahrens ihrer ausländischen Bewerberinnen und Bewerber. Und die KuBB steht ihnen im Vorfeld in allen Fragen des Verfahrens beratend zur Seite.“ Die ausländischen Pflegefachkräfte profitieren ihrerseits von der Möglichkeit der rein digitalen Antragsstellung.

Laut Angaben des Landesamts für Pflege (LfP) wurden in den vergangenen 12 Monaten bereits rund 4.600 Anträge bearbeitet. Zehn Prozent der Antragstellenden stammten aus der EU, dem Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz, ca. 75% aus Drittstaaten. Die Anerkennungsverfahren dauern nur rund fünf Wochen, sofern alle Unterlagen vorliegen.

Externes Feedback wird gehört

„Positiv ist auch, dass das LfP am Feedback der Praktiker des Gesundheitswesens, also dem der beratenden Institutionen, interessiert ist und dieses berücksichtigt. Somit erfolgt eine kontinuierliche Anpassung und Optimierung, die sich an den realen Gegebenheiten orientiert. In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die geplante Ausweitung der Fast Lane auf Pflegefachhilfskräfte, also auf Pflegemitarbeitende mit einer einjährigen Pflegeausbildung. Dieser neue Baustein wird den Kliniken weiterhelfen, dringend benötigtes Personal zu akquirieren.“

Weitere Informationen zum Anerkennungsverfahren finden Sie auch unter www.lfp.bayern.de/anerkennung

Quelle: VPKA Bayern

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Krankenhaustransformationsfonds NRW Förderaufruf

NRW startet Förderaufruf: 2,6 Milliarden Euro Landesmittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds – ein Drittel für Klimaanpassung

Düsseldorf. Nordrhein-westfälische Plankrankenhäuser können ab sofort Fördermittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) beantragen. Das Gesundheitsministerium NRW hat am 18. August 2026 den entsprechenden Förderaufruf an die Kliniken versandt. Für Vorhaben in NRW stehen insgesamt 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung, davon rund 2,6 Milliarden Euro Landesmittel.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Kabinett

Kabinett in Schleswig-Holstein stimmt Reform des Landeskrankenhausgesetzes zu

Kiel. Das Kabinett hat am 18. August in zweiter Befassung dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Krankenhausversorgung zugestimmt. Mit dem Gesetzesentwurf wird das Landeskrankenhausgesetz (LKHG) neu ge­fasst.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Judith Gerlach Entbürokratisierung Krankenhäuser

Bayerns Gesundheitsministerin Gerlach fordert raschen Bürokratieabbau für Krankenhäuser

München. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat sich direkt an Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann gewandt und eine zügige Umsetzung des angekündigten Entbürokratisierungsgesetzes für Kliniken gefordert.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen