Chance oder Risiko für die ambulante Versorgung?
Die Beteiligung von Finanzinvestoren im Gesundheitswesen ist seit Jahren ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere die Investitionen in Medizinische Versorgungszentren (MVZ) stehen im Fokus der aktuellen rechtlichen Diskussionen. Die zentrale Frage lautet: Ist Private Equity eine Chance oder ein Risiko für die ambulante Versorgung?
Die Rolle von Private Equity im Gesundheitswesen hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Dies gilt nicht nur für MVZ, sondern auch für Pflegeeinrichtungen, Rehabilitationszentren und Krankenhäuser. Diese Entwicklung zieht in vielen Bereichen keine größere Kritik oder Aufmerksamkeit auf sich oder wird wie in der Pharmaindustrie oder Medizintechnik sogar begrüßt.
Ganz anders ist dies im Bereich der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung (Stichwort MVZ). Auch hier steigt das Engagement. Allerdings sollte dieser Zuwachs nicht überschätzt werden und scheint kaum in Einklang zu bringen mit der öffentlichen und politischen Aufmerksamkeit für dieses Thema.
Zwischen 2013 und 2022 hat sich die Anzahl der MVZs laut Auswertungen der KBV um 151 Prozent erhöht. Die Anzahl der MVZs in Trägerschaft von Krankenhäusern ist im gleichen Zeitraum um 166 Prozent gewachsen. Dies beinhaltet aber natürlich – vermutlich weit überwiegend – „normale“ Krankenhaus-MVZs. Es ist also ersichtlich, dass die Anzahl der MVZs dynamisch wächst – allerdings in allen Trägerformen.
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