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Marburger Bund hofft auf raschen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen

Arzt hat Klemmbrett in der Hand

Marburger Bund hofft auf raschen Bürokratieabbau im Gesundheitswesen

Gesundheitspolitik

2 MIN

Susanne Johna: Entlastung von Ärztinnen und Ärzten und Pflegenden ist von höchster Dringlichkeit

Berlin. Der Marburger Bund begrüßt die Ankündigung im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD, Dokumentationspflichten und Kontrolldichten durch ein Bürokratieentlastungsgesetz im Gesundheitswesen massiv zu verringern und eine Vertrauenskultur zu etablieren.

„Der Marburger Bund hat bereits vor zwei Jahren konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau in der Patientenversorgung vorgelegt. Das Potenzial zur Entlastung ist groß. Wir bieten unsere Unterstützung dabei an, bürokratische Vorschriften und Nachweisverpflichtungen zu identifizieren, die überflüssig sind oder zumindest deutlich reduziert werden können. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende müssen dringend von bürokratischen Lasten befreit werden, um mehr Zeit für die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu haben“, sagte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes.

Auch der im Koalitionsvertrag angekündigte Einsatz KI-gestützter Systeme zur Behandlungsdokumentation sei vielversprechend. „Ein digitales Berichtswesen kann zusätzliche Zeitkontingente erschließen. Erst aber muss das Bürokratiedickicht gelichtet werden, sonst läuft die Digitalisierung ins Leere. Es nützt nichts, den gleichen Aufwand mit lediglich anderen Mitteln zu betreiben“, betonte Johna. Allein im ärztlichen Dienst der Krankenhäuser summiere sich der Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten im Mittel auf rund drei Stunden täglich. Würde man diesen Zeitaufwand halbieren, stünde die Arbeitskraft von rund 32.000 vollzeitbeschäftigten Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus mehr zur Verfügung.

Quelle: Marbuger Bund

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