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17. KU Kodierfachkräftekongress

Nürnberg

5. März 2020
9.00 – 16.00 Uhr

m 5. März fand in Nürnberg der mittlerweile 17. Kodierfachkräftekongress der KU Gesundheitsmanagement statt. Im Maritim Hotel am Hauptbahnhof fanden sich fast 60 Teilnehmer ein, die sich zu den aktuellen Entwicklungen und gesetzlichenNeuerungen rund um das Thema Kodierung fortbilden wollten.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Anette Bayerlein, Teamleiterin Gesundheitsmanagement, und Dr. Erwin Horndasch, Leiter Medizincontrolling, Stadtkrankenhaus Schwabach, der auch durch die Veranstaltung führte.
Rechtsprechung des BSG und das MDK-Reformgesetz
Der erste Referent Thomas Wernitz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht, referierte zum nach wie vor höchst aktuellen Thema MDK-Reformgesetz. Auf der Agenda stand „Die aktuelle Rechtsprechung des BSG und Anmerkungen zum MDK-Reformgesetz aus juristischer Sicht“. Herr Wernitz betonte, dass nach wie vor viele Fragen bestehen und Vieles ungeklärt sei. Anhand relevanter Gerichtsentscheidungen des BSG präsentierte und diskutierte Herr Wernitz konkrete Probleme und Fragestellungen und erläuterte, wie sich beanstandete Abrechnungen direkt auf die Prüfquoten oder ggf. die nachfolgenden Sanktionen auswirken.
Er betonte, dass Krankenhäuser teilweise bereits erhebliche Rückstellungen bilden, um die drohenden Strafzahlungen abzufangen. Letztlich zog er das Resümee, dass die ursprünglichen Ideen des MDK-Reformgesetzes, nämlich Bürokratieabbau und Verminderung der Prüfungen, derzeit leider noch nicht ersichtlich sind.
MDK-Reformgesetz aus Sicht des MDK Bayern
Der nächste Referent war Dr. Wolfgang Neber, Leiter Krankenhaus Region Nord, MDK Bayern, der das Thema MDK und MDK-Reformgesetz aus Sicht des MDK – oder jetzt MD – erläuterte. Er erklärte, welche Auswirkungen die Neuregelungen auf die Arbeit und Organisation des MD und dessen Tagesgeschäft mit den Krankenhäusern haben bzw. möglicherweise haben werden. Ein wichtiger Punkt dabei war der Aspekt der Gesprächsbereitschaft, die hoffentlich auch in Zukunft bei Prüfungen bzw. in deren Umfeld zwischen Krankenhäusern und MD erhalten bleibt.
In der nachfolgenden Mittagspause bot sich den Teilnehmern beim Buffet im Restaurant des Hotels die Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und auch dieMöglichkeit, den einen oder anderen Aspekt in der Diskussion mit den Referenten zu vertiefen.
Strafzahlungen für falsche Abrechnung
Frisch gestärkt fanden sich die Kongressbesucher nach dem Lunch zum Vortrag von Dr. Erwin Horndasch, Leiter Medizincontrolling, Stadtkrankenhaus Schwabach, im Seminarraum ein. Herr Dr. Horndasch referierte zum Thema „MDK-Reformgesetz aus Sicht der Krankenhäuser“. Einen wichtigen Bestandteil seines Vortrags bildeten praktische und strategische Aspekte, auf die Krankenhäuser besonderes Augenmerk legen sollten. Beispielsweise werde beim Thema Strafzahlungen die Suche nach dem „Schuldigen“ relevant werden, so Dr. Horndasch. Die betreffenden Personen seien gut beraten, sich vorab mit ihren direkten Vorgesetzten bzw. der Geschäftsführung über das Vorgehen und die Konsequenzen abzustimmen.
Neues zur Kodierung in der Beatmung und der Palliativmedizin
Im Anschluss daran referierte Dr. Ulf Dennler, Geschäftsbereichsleiter Medizincontrolling, München Klinik gGmbH, zu Aktuellem zur Kodierung in der Beatmung. Dr. Dennler bot viele fachliche Details und erläuterte Besonderheiten, die zu angeregter Diskussion im Plenum anregten. Nach jedem Punkt fasste er die wichtigsten Fakten in „Take home messages“ zusammen, die die Essenz der diversen Punkte noch einmal verdeutlichten.
Die anschließende Kaffeepause wurde noch einmal zu intensiver Diskussion und Gesprächen genutzt, bevor es an den letzten Vortrag ging. Den Abschluss des Kongresstages hätte Dr. Matthäus Bauer, Leiter des Referats Medizincontrolling, Klinikum der Universität München, mit seinem Vortrag „Palliativmedizin – Wie ist zu kodieren und zu dokumentieren?“ bilden sollen. Da Herr Dr. Bauer kurzfristig absagen musste, übernahm Dr. Horndasch die Präsentation des Themas. Dabei ging er u.a. auch auf Besonderheiten wie beispielsweise die Kodierung von externen Experten ein. Das Thema traf auf großes Interesse, was man auch an der angeregten Diskussion – trotz des bereits fortgeschrittenen Kongresstages – sehen konnte.
Die Veranstaltung wurde von den Fachausstellern Tiplu und ID Information und Dokumentation im Gesundheitswesen unterstützt, die auch jeweils mit einem Stand und Ansprechpartnern vor Ort waren.
Birgit Sander, Redaktion KU Gesundheitsmanagement

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Anette Nazarenko
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