19. KU Kodierfachkräftekongress
Webinar
6. Juli 2021
9.00 – 16.00 Uhr
Kulmbach. Am 06. Juli 2021 fand der 19. KU Kodierfachkräftekongress zum zweiten Mal in Folge als Webinar statt. Die Teilnehmenden hatten hierbei die Möglichkeit über die aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung und Kodierung informiert zu werden und sich mit alltagsnahen Fragen an die Referenten einzubringen.
Der Kongress wurde durch Marie Haßfürther, Assistenz Produktmanagement, Bernd Müller, Geschäftsführer der Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage, und Dr. Erwin Horndasch, Leiter des Medizincontrollings am Stadtkrankenhaus Schwabach, der die Fragen der Teilnehmenden moderierend aufgriff, eröffnet.
Neues zur Rechtsprechung des BSG mit Exkurs zu dem MDK-Reformgesetz
Herr Wernitz, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht bei Bregenhorn-Wendland & Partner, startete den Kongress mit seinem Vortrag, in dem er auf die aktuelle Rechtsprechung des BSG einging. So präsentierte er die verschiedensten Fallbeispiele und deren Entscheidungsgründe, die er jeweils mit einem finalen Fazit abschloss. Bei einem kleinen Exkurs zu dem MDK-Reformgesetz und den Strukturprüfungen erörterte er zusätzlich die Änderungen der MD-Prüfung aus rechtlicher Sicht.
Aktuelles zur Kodierung in der Pädiatrie
Anschließend referierte Dr. Christian Voll, Oberarzt der Kinderklinik Dritter Orden in Passau, über die Neuerungen im aG-DGR-System für die Pädiatrie und berichtete über die Sepsis bei Kinder. Dabei ging er neben den Definitionen auch auf wichtige SIRS-Kriterien ein und Verglich die Entscheidungen des Medizinischen Dienstes mit denen der FoKA in allen relevanten Fragen. Er erläuterte hierbei nicht nur die Probleme, sondern wies auch auf Kommentare der Ausschüsse und Kodierempfehlungen hin.
Sepsis und SIRS in der Kodierung und Qualitätssicherung
Nach der Mittagspause widmete sich Dr. Ulf Dennler, Leiter der Stabsstelle Strategisches Medizincontrolling am Universitätsklinikum Ulm, der Sepsis und SIRS in der Kodierung. Dafür stellte er die Voraussetzungen und die Möglichkeiten der Kodierung gegenüber. Darüber hinaus ging Dr. Dennler auch auf die Kenn- und Fallzahlen bei Sepsis-Patienten ein. Mit seiner Take-Home-Message „Es gibt keine Sepsis ohne SIRS“ betonte er noch einmal seine Aussagen über die Sepsis in der Kodierung.
Aufgrund der derzeitigen Aktualität der Strukturprüfungen durch den MD, leitete Dr. Ulf Dennler nach seinem Vortragsthema zu den Strukturmerkmalen und Strukturprüfungen durch den Medizinischen Dienst über. Hierbei erläuterte er die Begutachtungsleitfäden und gab einen Ausblick auf vorhersehbare Probleme der Strukturmerkmale.
Kodierung des Diabetes mellitus
Anschließend erörterte Dr. Erwin Horndasch, Leiter des Medizincontrollings im Stadtkrankenhaus Schwabach, die Kodierung des Diabetes mellitus und griff dabei die Kodierung der Hauptdiagnose und Nebendiagnose auf. Während seines Vortrags bezog er sowohl die Problemstellungen und deren Erläuterungen des Themas mit ein, als auch Kommentare verschiedener Ausschüsse und Definitionen der Deutschen Kodierrichtlinien. Teil des Vortrags waren außerdem die Kodierung der Diabetesentgleisung und der peripheren vaskulären Komplikationen.
Strukturprüfungen – Aus Sicht des MD
Abgerundet wurde der Kodierfachkräftekongress mit dem Vortrag von Dr. Wolfgang Neber, Leiter des Krankenhauses Region Nord, MD Bayern, der über die Strukturprüfungen aus Sicht des Medizinischen Dienstes referierte. Dabei ging er nicht nur auf die gesetzlichen Grundlagen und die Neuordnung der Strukturprüfungen ein, sondern sprach auch über die Leitfäden einer Prüfung durch den Medizinischen Dienst. Daraufhin betonte er die Änderungen der Strukturprüfungen und wies auf die Neuerungen in den Anträgen hin. Abschließend behandelte Dr. Neber in seinem Vortrag die Qualitätskontrollen in den Krankenhäusern und deren Richtlinien.
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