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Von Pandemie-Müdigkeit zur hygienischen Kultur

Hygienemanagement

Von Pandemie-Müdigkeit zur hygienischen Kultur

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3 MIN

Fachgespräch mit Dr. med. Thomas Schwanz

Die Krankenhaushygiene bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen medizinischer Notwendigkeit und ökonomischen Zwängen. Neue Technologien wie künstliche Intelligenz versprechen innovative Lösungsansätze, während gleichzeitig die Sensibilität für Umweltaspekte wächst. Antibiotikaresistenzen nehmen zu, und die demografische Entwicklung führt zu einem steigenden Anteil vulnerabler Patienten. In der aktuellen Ausgabe der KU Gesundheitsmanagement spricht Dr. med. Thomas Schwanz, Leiter des Zentralbereichs für Krankenhaushygiene und Infektiologie der Uniklinik RWTH Aachen, über diese Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen.

Dr. Schwanz gibt Einblicke in die Entwicklung der Krankenhaushygiene seit der Pandemie und erklärt, wie eine „krankenhaushygienische Kultur“ im Klinikalltag etabliert werden kann. Er beleuchtet die Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Hygieneanforderungen und zeigt auf, wie moderne Technologien wie KI die Infektionskontrolle unterstützen können. Zwei seiner informativen Antworten finden Sie exklusiv in dieser Meldung – die weiteren Inhalte wie gewohnt im vollständigen Fachgespräch in der Print-Ausgabe der KU oder im Online-Archiv.

KU Gesundheitsmanagement: Die KRINKO-Empfehlungen werden regelmäßig aktualisiert. Wie stellen Sie sicher, dass Ihr Haus immer auf dem neuesten Stand der Vorschriften ist, und wie bewerten Sie die aktuelle Regulierungsdichte?

Dr. Schwanz: Die KRINKO-Empfehlungen werden zwar in regelmäßigen Abständen aktualisiert, jedoch führen diese in der Regel willkommenen Überarbeitungen nicht zu einer umfassenden Welle notwendiger Anpassungen oder Revisionen unseres Hygienemanagements. Durch die kontinuierliche Teilnahme an nationalen und internationalen Fachkongressen, die Auswertung einschlägiger Publikationen und Guidelines sowie den intensiven Austausch mit anderen krankenhaushygienischen Fachteams stellen wir sicher, dass wir jederzeit über relevante Entwicklungen informiert sind. Potenzielle Neuerungen oder Korrekturbedarfe werden im Team bewertet und in Abstimmung mit den zuständigen hygienebeauftragten Ärztinnen und Ärzten auf ihre Relevanz für unsere Einrichtung geprüft. Die daraus resultierenden Anpassungen bleiben überschaubar, und insgesamt erlebe ich die in der praktischen Krankenhaushygiene gegebene Regulierungsdichte erfreulicherweise als überwiegend angemessen.

KU Gesundheitsmanagement: Sie sind im Beratungsnetzwerk Infektiologie DGI/STAKOB aktiv. An wen richtet sich dieses Beratungsnetzwerk primär?

Dr. Schwanz: Während der vergangenen Pandemie zeigte sich bei ärztlichen Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Universitätsklinika und im niedergelassenen Bereich ein nachvollziehbarer Bedarf an qualifizierter Beratung, um die zunächst komplex wirkenden und im Verlauf häufig angepassten Therapieschemata sicher indizieren und korrekt umsetzen zu können. Vor diesem Hintergrund entstand seitens der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) das Bestreben, das bestehende Beratungsangebot der STAKOB-Zentren auf weitere, infektiologisch ausgerichtete Einrichtungen auszuweiten. Aus dieser Initiative entwickelte sich ein Netzwerk von DGI-Zentren, das allen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen eine niedrigschwellige und zugleich fachlich kompetente Unterstützung unabhängig einer Pandemie in allen infektiologischen Fragestellungen ermöglicht.

Das vollständige Fachgespräch mit Dr. med. Thomas Schwanz mit allen Details zur Krankenhaushygiene und den Strategien für eine erfolgreiche Infektionskontrolle finden Sie in der aktuellen Ausgabe der KU Gesundheitsmanagement. Lesen Sie jetzt im KU Archiv nach, wie Kliniken eine Balance zwischen Patientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Krankenhaushygiene finden können.

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