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Spatenstich für „smartes“ Herzzentrum mit assoziiertem Forschungsinstitut

Spatenstich

Symbolischer Spatenstich für Herzzentrum und „Informatics for Life“ (v.l.): Lilian Knobel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung, Roboter von Informatics for Life, Prof. Dr. Benjamin Meder, stellv. Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Prof. em. Dr. Hugo Katus, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Prof. Dr. Markus Weigand, stellv. Leitender Ärztlicher Direktor, Yvonne Dintelmann, Pflegedirektorin, Katrin Erk, Kaufmännische Direktorin, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Stifter Dietmar Hopp, Heike Bauer, Leiterin der Dietmar Hopp Stiftung, Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus, Leitender Ärztlicher Direktor, Petra Olschowski, Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Prof. Dr. Tsvetomir Loukanov, Leiter der Sektion Kinderherzchirurgie, Prof. Dr. Matthias Gorenflo, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinderkardiologie und Angeborene Herzfehler, Prof. Dr. Norbert Frey, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Prof. Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg.

Spatenstich für „smartes“ Herzzentrum mit assoziiertem Forschungsinstitut

Aus der Praxis

3 MIN

An UKHD und Medizinischer Fakultät Heidelberg entsteht in den kommenden Jahren ein digitales Herzzentrum mit Forschungsinstitut „Informatics for Life“

Heidelberg. Auf dem Gelände der ehemaligen Kinderklinik des Universitätsklinikums Heidelberg hat mit dem symbolischen Spatenstich der Bau eines neuen Herzzentrums als zentrale Anlaufstelle für Patientinnen und Patienten jeden Alters und mit Herzerkrankungen aller Art begonnen. Unter einem Dach werden dort zukünftig kardiale Prävention, Diagnostik und Therapie zusammengeführt – von der Notfall- und Intensivmedizin über die Bildgebung bis zu gemeinsamen Behandlungsstrategien bei angeborenen Herzfehlern, Erkrankungen der Herzklappen, Rhythmusstörungen und der Implantation elektrischer Unterstützungssysteme sowie bei der Herztransplantation. Das Herzzentrum ist modellhaft als vollständig digitales Krankenhaus geplant. Zeitgleich wird das angeschlossene Forschungsinstitut „Informatics for Life“ errichtet. Dort werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg zukünftig interdisziplinär und in enger Kooperation mit industriellen Partnern erforschen, wie Gesundheitsdaten rund um die Herzgesundheit schnell die Patientenversorgung weiter verbessern und personalisieren können.

Das zukunftsweisende Bauprojekt ist in finanzieller Hinsicht ein Mammutprojekt, das nur durch das gemeinsame Engagement mehrerer Partner möglich wurde: Das Land Baden-Württemberg steuert rund 283 Millionen Euro bei, Universitätsklinikum und Universität Heidelberg 144 Millionen Euro. Die Dietmar Hopp Stiftung fördert mit ihrer bisher größten Einzelspende von 100 Millionen Euro das Herzzentrum, während die Klaus Tschira Stiftung die Errichtung des Instituts „Informatics for Life“ mit 29 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt belaufen sich die Baukosten nach aktuellem Planungsstand auf rund 557 Millionen Euro. Bauherr ist das Universitätsklinikum Heidelberg. Unter optimalen Voraussetzungen könnte das Herzzentrum im Jahr 2029 in Betrieb gehen, 2030 könnten die ersten Patienten behandelt werden.

Das neue Herzzentrum entsteht gegenüber dem Zentrum für Innere Medizin des UKHD und wird unterirdisch an die Versorgungswege des Heidelberger Klinikrings angeschlossen. Auf einer Nutzfläche von mehr als 22.500 Quadratmetern werden acht Operationssäle, davon zwei Hybrid-Säle, acht Katheterlabore, 235 vollstationäre Betten, Ambulanzen, eine Tagesklinik, Einzelzimmer für die Unterbringung von Eltern sowie die Forschungsflächen des neuen Instituts „Informatics for Life“ angesiedelt sein. Dabei wird viel Wert auf ein angenehmes Ambiente für Patientinnen und Patienten, Angehörige und Mitarbeitende gelegt. Folgende Disziplinen des Universitätsklinikums werden einziehen: Kardiologie, Angiologie, Herzchirurgie, pädiatrische Kardiologie, Kinderherzchirurgie und Kardio-Anästhesie. So werden sämtliche herzmedizinischen Kompetenzen am UKHD in einem Gebäude mit optimalen Funktionsabläufen zusammengeführt. Die geplante umfassende digitale Infrastruktur wird es ermöglichen, die erhobenen Versorgungsdaten für Personalisierung und Präzision der Herzmedizin zu nutzen.

Im Institut „Informatics for Life“ wird Tür an Tür erforscht, wie die umfassenden klinischen Datenmengen dazu beitragen können, Abläufe zu optimieren oder mit Hilfe Künstlicher Intelligenz die personalisierte Herzmedizin voranzutreiben. Dazu braucht es Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen, die möglichst nah am Patienten, datengetrieben und technologiebasiert arbeiten können. Für einen schnellen Transfer der Forschungsergebnisse in die klinische Praxis ist ein sogenanntes Industry-on-Campus-Konzept vorgesehen. Das bedeutet, dass sich Firmen aus der IT- und Medizintechnikbranche um Innovationspartnerschaften und damit Forschungsfläche vor Ort bewerben können. Dort können sie gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Heidelberg neue Therapien und Produkte entwickeln, in die Versorgungspraxis implementieren und bis zur Marktreife führen.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

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