»

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein erzielt erstmals wieder schwarze Null – Maximalversorger auf Kurs

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Jahresergebnis 2025

Stehen für die Zukunftssicherung des GK-Mittelrhein und blicken mit ihremTeam aus rund 4.300 Mitarbeitenden auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr2025 zurück: das Geschäftsführer-Duo Alexandra Kiauk und Christian Straub.

Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein erzielt erstmals wieder schwarze Null – Maximalversorger auf Kurs

Aus der Praxis

3 MIN

Koblenz. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GK-Mittelrhein) hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem ausgeglichenen Ergebnis abgeschlossen. Nach millionenschweren Verlusten in den Vorjahren gelang dem landesweit viertgrößten Klinikum der Maximalversorgung damit erstmals wieder eine schwarze Null. Der Klinikverbund mit rund 4.300 Mitarbeitenden versorgte im vergangenen Jahr rund 52.000 stationäre und 115.000 ambulante Patienten und setzte gleichzeitig wichtige Impulse in den Bereichen Digitalisierung, Ausbildung und strategische Standortentwicklung.

Wirtschaftliche Wende nach Verlustjahren

Die Rückkehr in die Gewinnzone ist das zentrale Signal des Jahresabschlusses 2025. Geschäftsführer Christian Straub wertet das Ergebnis als Beleg dafür, dass der eingeschlagene Kurs trägt – und als Gemeinschaftsleistung aller Beschäftigten. Trotz des positiven Abschlusses verweist die Geschäftsführung auf Risiken durch die aktuelle Gesetzgebung, gibt sich aber optimistisch, auch das Jahr 2026 positiv abzuschließen. Dies soll die finanzielle Basis für bevorstehende Bauprojekte in Koblenz und Mayen sichern.

Kennzahlen 2025: Versorgung, Geburten, Notaufnahmen

Im Geschäftsjahr 2025 kamen in den Geburtskliniken im Kemperhof und im St. Elisabeth insgesamt 2.072 Kinder zur Welt. Allein in den beiden Koblenzer Notaufnahmen wurden rund 60.000 Patienten versorgt. Die Tochtergesellschaft Rehafit erbrachte an fünf Standorten 150.000 ambulante Behandlungen und versorgte mehr als 1.000 Patienten in der ambulanten Rehabilitation.

Digitalisierung und Qualitätssicherung

Digitale Projekte wurden im Berichtsjahr gezielt vorangetrieben und führten zu überdurchschnittlich guten Bewertungen beim bundesweiten „DigitalRadar Krankenhaus“. Die Versorgungsqualität wurde durch zwei Erstzertifizierungen, vier Rezertifizierungen und sechs erfolgreiche Überwachungsaudits extern bestätigt.

Ausbildung, Fortbildung und Simulation

Das Bildungs- und Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein bietet rund 1.000 Ausbildungsplätze in acht Ausbildungs- und sechs dualen Studiengängen an. Mit über 1.500 Fortbildungsangeboten – davon mehr als 800 im E-Learning-Bereich – investiert der Verbund gezielt in die Qualifikation seiner Mitarbeitenden. Ergänzt wird das Angebot durch ein neu errichtetes Simulationszentrum.

Strategische Weiterentwicklung der Standorte

Für die Klinikstandorte in Boppard und Nastätten wurden strategische Zukunftskonzepte gemeinsam mit den Teams vor Ort erarbeitet und in die Umsetzung gebracht. Zudem wurde ein multiprofessionelles Advisory Board als Expertenrat für die Geschäftsführung etabliert. Wichtige Schlüsselpositionen in Geschäftsführung, ärztlichem Dienst sowie in medizinischen und pflegerischen Funktionen konnten 2025 erfolgreich besetzt werden. Gesellschaftlich relevante Angebote wie die „Vertrauliche Hilfe nach Gewalt“ wurden ebenfalls weiter ausgebaut.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass unser konsequenter Kurs wirkt und wir als Maximalversorger wirtschaftliche Stabilität und medizinische Leistungsfähigkeit erfolgreich verbinden“, betont Geschäftsführer Christian Straub und ergänzt: „Vor allem aber ist es ein gemeinsamer Erfolg aller unserer Teams, die tagtäglich Großes für die Menschen in der Region leisten.“

„Parallel dazu wurden wichtige Zukunftsprojekte umgesetzt oder weiterentwickelt. So haben wir ein multiprofessionelles Advisory Board etabliert – einen Expertenrat, der uns als Geschäftsführung bei wichtigen Fragen begleitet. Und für unsere Klinikstandorte in Boppard und Nastätten haben wir strategische Zukunftskonzepte mit den Teams vor Ort erarbeitet und in die Umsetzung gebracht“, berichtet Geschäftsführerin Alexandra Kiauk.

„Wir investieren gezielt in Qualität, Innovation und moderne Strukturen – immer mit dem Ziel, die Versorgung für unsere Patienten weiter zu verbessern und gleichzeitig attraktive Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu schaffen. Unser Dank gilt allen Beschäftigten, die diesen Weg mit großem Einsatz mitgestalten und unsere Rolle als führender Gesundheitsversorger im Norden von Rheinland-Pfalz weiter ausbauen“, erklärt das Geschäftsführer-Duo.

Mit dem ausgeglichenen Jahresergebnis 2025 hat das GK-Mittelrhein eine wichtige Trendwende vollzogen. Der Klinikverbund sieht sich trotz gesetzgebungsbedingter Risiken auf einem stabilen Kurs – und will die erreichte wirtschaftliche Basis nutzen, um anstehende Investitionen in die Infrastruktur an den Standorten Koblenz und Mayen anzugehen.

Quelle: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein

Weitere Aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt Anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Deutsches Lungenzentrum Charité-ELK

Deutsches Lungenzentrum Charité-ELK: Berlin bündelt universitäre Spitzenmedizin

Berlin. Zum 1. September nehmen die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Evangelische Lungenklinik (ELK) ihren gemeinsamen Verbund offiziell in ...

Aus der Praxis

Beitrag lesen
#nichtdeinjob Pflegekammer NRW fachfremde Tätigkeiten Berufsordnung

Kampagne #nichtdeinjob der Pflegekammer NRW: 16 Millionen Menschen erreicht – Berufsrecht schützt vor fachfremden Tätigkeiten

Düsseldorf. Mit der Kampagne #nichtdeinjob macht die Pflegekammer NRW auf den systematischen Einsatz von Pflegefachpersonen für berufsfremde Tätigkeiten aufmerksam – von Essensausgabe über Transporte bis hin zu Reinigungsarbeiten.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Neues Gesicht für bewährte medizinische Leistungen: Das Christliche Klinikum Halle empfängt seine Patientinnen und Patienten an drei Standorten mit einer neuen Marke und einem erweiterten medizinischen Angebot. (Quelle: Christliches Klinikum Halle / Elfie Hünert).

Christliches Klinikum Halle (Saale) GmbH: Drei Standorte, ein neues Klinikum

Zum 1. September 2026 tritt in Halle (Saale) eine bedeutende Neustrukturierung der stationären Gesundheitsversorgung in Kraft: Die Krankenhäuser St. Elisabeth und St. Barbara sowie Martha-Maria Halle-Dölau firmieren fortan gemeinsam als Christliches Klinikum Halle (Saale) GmbH.

Aus der Praxis

Beitrag lesen