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Crew Resource Management am Klinikum Lüneburg: Aus der Luftfahrt in den Klinikalltag

Crew Resource Management Klinikum Lüneburg

Im Schockraum des Klinikums zählt jede Sekunde. Anhand eines strukturierten Konzeptes, das ursprünglich für Cockpit-Besatzungen entwickelt wurde, werden Rollenverteilung, Kommunikation und Abläufe nun systematisch erprobt (nachgestellte Szene).

Crew Resource Management am Klinikum Lüneburg: Aus der Luftfahrt in den Klinikalltag

Aus der Praxis

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Lüneburg. Das Klinikum Lüneburg führt Crew Resource Management (CRM) ein. Dies ist ein Trainings- und Arbeitskonzept, das man ursprünglich für Cockpit-Besatzungen entwickelt hat und das man heute weltweit in Hochrisikobereichen einsetzt. Gefördert von der Techniker Krankenkasse, soll das Projekt daher die Sicherheit für Patientinnen und Patienten erhöhen und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben startet in der Zentralen Notaufnahme. Langfristig will man es in Fortbildung, Einarbeitung und Qualitätsarbeit des Hauses verankern.

Vom Cockpit in den Klinikalltag

Crew Resource Management ist ein strukturiertes Konzept zur Optimierung von Teamarbeit, Kommunikation und Entscheidungsprozessen unter Hochdruckbedingungen. In der Luftfahrt seit Jahrzehnten etabliert, hat es sich auch in der Medizin als wirksames Instrument zur Fehlervermeidung bewährt. Am Klinikum Lüneburg führt man es nun systematisch ein. Das Ziel ist, Rollenverteilung, Kommunikationsstrukturen und Arbeitsabläufe in verschiedenen Klinikbereichen gezielt weiterzuentwickeln.

Das Vorhaben erhöht die Patientensicherheit, profitieren werden aber im ersten Schritt unsere Mitarbeitenden.“ Er ist überzeugt, dass ein professionell gestaltetes Arbeitsumfeld die Resilienz der Pflegenden stärkt: „Denn wer in einem freundlich-kollegialen Umfeld mit professioneller Kommunikation und optimalen Abläufen arbeitet, zieht noch mehr Zufriedenheit aus unserem Beruf.

Pflegedirektor Patrick Evel

Start in der Zentralen Notaufnahme

Als Pilotbereich hat man die Zentrale Notaufnahme ausgewählt. Chefarzt Nomayy Oweidi, der umfangreiche Erfahrungen aus seiner Tätigkeit an einem großen Universitätsklinikum mitbringt, betont die besondere Eignung dieses Bereichs für das neue Konzept: „Hier bei uns in der Notaufnahme und insbesondere auch im Schockraum arbeiten wir oft unter Zeitdruck und mit wechselnden Teams. Das Crew Resource Management gibt uns ein gemeinsames Handwerkszeug, um in diesen Situationen klarer, sicherer und effizienter zu handeln.“

Interprofessionelle Schulungen und menschliche Faktoren im Fokus

Über die dreijährige Projektlaufzeit werden interprofessionelle Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Medizinischen Fachangestellten und weiteren Berufsgruppen in praxisnahen Formaten geschult. Das Klinikum knüpft damit an ein bestehendes Schlaganfall-Team-Training an, das einem ähnlichen Ansatz folgt. Initiiert hat das CRM-Projekt Prof. Waltraud Pfeilschifter, Chefärztin der Neurologie, die dieses Training bereits nach Lüneburg gebracht hatte.

Fehler minimieren, bevor sie Patienten erreichen

Das Klinikum Lüneburg verfolgt mit der Einführung von Crew Resource Management einen strukturierten, langfristig angelegten Ansatz zur Qualitätssicherung. Indem das Konzept dauerhaft in Fortbildung, Einarbeitung und Qualitätsarbeit integriert werden soll, geht das Haus über ein einmaliges Schulungsprojekt hinaus – und setzt auf eine nachhaltige Veränderung der Teamkultur.

Quelle: Gesundheitsholding Lüneburg GmbH

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