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Mühlenkreiskliniken planen Reduzierung des Führungspersonals

Mühlenkreiskliniken AöR

Mühlenkreiskliniken planen Reduzierung des Führungspersonals

Aus der Praxis

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Kreistag wird am 18. März über eine Satzungsänderung abstimmen

Kreis Minden-Lübbecke. Der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken empfiehlt dem Kreistag eine Verschlankung der Führungsstruktur der Mühlenkreiskliniken. Die Krankenhäuser Lübbecke, Rahden, Bad Oeynhausen und Minden sollen künftig durch eine gemeinsame Betriebsleitung geführt werden. Derzeit gibt es für jeden Standort eine eigenständige Betriebsleitung. In der Betriebsleitung ist die Pflegedirektion, die Ärztliche Direktion und der Geschäftsführende Direktor vertreten. Da für die Pläne eine Satzungsänderung notwendig ist, beschäftigt sich am 18. März 2024 der Kreistag in öffentlicher Sitzung mit dem Thema.

Das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit als psychiatrisches Fachkrankenhaus sowie die Auguste-Viktoria-Klinik als eigene rechtliche Gesellschaft bleiben von dem Vorschlag unberührt.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier hat die Änderung in der Führungs- und Aufbaustruktur dem Verwaltungsrat vorgeschlagen. „In der Vergangenheit haben die Mühlenkreiskliniken sehr erfolgreich in einer Matrix-Organisation gearbeitet. Damit hatten wir in Zeiten einer expansiven Gesundheitsökonomie eine große Flexibilität und damit eine hohe Anpassungsfähigkeit. Das Gesundheitswesen hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert, was auch zu einer Überprüfung unserer Führungs- und Aufbaustruktur geführt hat“, erläutert der Sozialökonom Dr. Olaf Bornemeier. Als Beispiele für Veränderungen nennt der Vorstandsvorsitzende zunehmend rigidere Regularien, wie die Pflegepersonaluntergrenzenverordnung, GBA-Vorschriften und die Prüfung von OPS-Strukturmerkmalen durch den Medizinischen Dienst. „In Kombination mit den Erfordernissen der neuen Landeskrankenhausplanung sowie der bundesweiten Krankenhausreform erwächst sich hieraus der Bedarf, die zentrale Koordination deutlich zu verbessern. Insbesondere da zukünftig – trotz aller Bemühungen – weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

Die vorgeschlagene Führungsstruktur beinhaltet eine Reduzierung des Führungspersonals von jetzt 14 auf 9 Personen. Da die Ärztlichen Direktorinnen und Direktoren nebenamtlich in der Betriebsleitung tätig sind, bleiben diese erhalten. Die übrigen Pflegedirektionen und Geschäftsführenden Direktoren werden gebündelt. „Wir erhoffen uns eine verbesserte Koordination und eine erhöhte Transparenz von der vorgeschlagenen neuen Führungsstruktur. In Zeiten von knappen Ressourcen können wir durch eine schlankere Stab-Linien-Organisation klarer und schneller priorisieren“, erläutert Dr. Olaf Bornemeier. Die Zentralen Dienste, die bislang direkt dem Vorstand zugeordnet waren, werden im neuen Modell unterhalb der Krankenhausbetriebsleitungen eingeordnet.

Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Ali Doğan unterstützt die Vorschläge des Vorstandsvorsitzenden mit Nachdruck: „Wir reden viel von den Entwicklungsperspektiven der Mühlenkreiskliniken. Dies ist ein Teil davon. Der Blick nach vorne zeigt, dass das alte System für die heutigen Anforderungen zu groß und zu behäbig ist. Wir müssen Leistungen konzentrieren, um im Kern die Qualität zu erhalten. Wir bekommen schon heute zu spüren, dass sich im Gesundheitssystem die Zeiten gravierend verändert haben. Das können wir nicht wegdiskutieren. Jetzt gilt es neue Antworten auf neue Herausforderungen zu finden. Dieser Vorschlag für eine neue Führungsstruktur ist einer von vier Bausteinen, mit denen die Mühlenkreiskliniken auf diese herausfordernden Rahmenbedingungen reagieren. Wie in so vielen Bereichen ist auch hier eine kluge Konsolidierung notwendig. Die Rezepte von früher passen nicht mehr. Jetzt stellen wir das Team dafür neu auf.“

Wichtig ist dem Vorstandvorsitzenden, dass die geplante Änderung zu keiner Schwächung der einzelnen Standorte führen wird. „Jeder Standort ist und bleibt wichtig. Lediglich die Leitung wird zentralisiert. Wir werden zudem sicherstellen, dass es weiterhin Ansprechpartner der Betriebsleitung vor Ort gibt“, sagt Dr. Bornemeier.

Sollte der Kreistag dem Vorschlag zur neuen Führungs- und Aufbaustruktur zustimmen, wird die Umsetzung eine längere Zeit in Anspruch nehmen und Schritt für Schritt erfolgen.

Quelle: Mühlenkreiskliniken AöR

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