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Asklepios schließt flächendeckenden KI-Rollout in der Radiologie erfolgreich ab

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Asklepios schließt flächendeckenden KI-Rollout in der Radiologie erfolgreich ab

Digitalisierung

3 MIN

28 Kliniken nutzen Aidoc für schnellere Patientenversorgung

Hamburg. Die Asklepios Kliniken haben den konzernweiten Rollout der KI-Plattform Aidoc aiOS™ erfolgreich abgeschlossen. Als erster privater Klinikbetreiber in Deutschland setzt Asklepios damit in seinen Akutkliniken flächendeckend auf Künstliche Intelligenz (KI) in der radiologischen Versorgung. Das System ist nun an 28 Klinikstandorten aktiv und unterstützt die medizinischen Teams rund um die Uhr bei der Analyse von Röntgen- und CT-Bildern. Besonders kleinere Standorte und die Notfallversorgung profitieren massiv von der Technologie. Diese analysiert in den Asklepios Kliniken monatlich mehr als 35.000 CT- und Röntgenbilder.

Was im Mai 2025 als ambitioniertes Ziel verkündet wurde, ist nun Realität: Die Implementierung der Aidoc-Plattform wurde Ende 2025 abgeschlossen. „Mit dem erfolgreichen Rollout an 28 Standorten haben wir unser Versprechen eingelöst, modernste Technologie direkt an das Krankenbett zu bringen“, sagt Marco Walker, CEO der Asklepios Kliniken Gruppe. „Wir haben nicht nur die technische Infrastruktur geschaffen, sondern die Art und Weise, wie wir diagnostizieren, nachhaltig verbessert – von der Großstadtklinik bis zur Inselversorgung.“ Die Implementierung von Aidoc ist dabei Teil der Digitalstrategie von Asklepios. Sie wird durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) gefördert.

„Das KI-Projekt in der Radiologie ist der erste Meilenstein des größten Digitalisierungsprojekts bei Asklepios: dem Health Data Hub. Er wird aktuell in fünf verschiedenen Themenschwerpunkten erarbeitet. Er verändert als neue zentrale Analyseplattform des Konzerns viele Arbeits- und Entscheidungsprozesse im klinischen Alltag positiv“, erläutert PD Dr. Sara Sheikhzadeh. Sie ist Chief Medical Officer (CMO) der Asklepios Kliniken. Im Health Data Hub dient die KI-Software als Clinical Decision Support System, kurz CDSS. Der Einsatz von KI in der Radiologie unterstützt zum Beispiel Prognose- und Risikoeinschätzungen und generiert Handlungsempfehlungen. „Wir entlasten unsere Ärztinnen und Ärzte insbesondere in den Nacht- und Wochenenddiensten und erhöhen gleichzeitig die Patientensicherheit“, so PD Dr. Sheikhzadeh.

Einsatz bei Asklepios

Die Technologie analysiert automatisch und in Echtzeit CT- und Röntgenaufnahmen auf akute Pathologien wie Hirnblutungen, Lungenembolien oder Frakturen. Das System hat sich zudem als extrem skalierbar erwiesen: Über alle angeschlossenen Standorte werden monatlich mehr als 35.000 CT- und Röntgenbilder durch die KI geprüft. Doch während große Maximalversorger oft im Rampenlicht stehen, zeigt sich der besondere Wert der KI-Lösung gerade an kleineren, spezialisierten Standorten. Die Asklepios Nordseeklinik Sylt mit angeschlossener radiologischer Praxis fungierte dabei als wichtiger Pilotstandort.

Erwartungen bei Asklepios

„Asklepios unternimmt einen signifikanten Schritt, um die drängenden Herausforderungen in der deutschen Radiologie anzugehen. Durch den Einsatz von KI in diesem Umfang setzen sie einen neuen Standard dafür, wie Gesundheitseinrichtungen Technologie nutzen können, um Effizienz zu steigern und Patientenergebnisse zu verbessern – eine zukunftssichere Lösung mit nachhaltiger Wirkung“, sagt Robert Hite, Leiter Geschäftsentwicklung DACH bei Aidoc. „Wir sind stolz darauf, diese wegweisende Initiative zu unterstützen und zur Förderung der KI-gestützten Transformation im deutschen Gesundheitswesen beizutragen.“

Die Implementierung folgt einem sicheren, cloudbasierten Ansatz mit einer aiOS KI-Plattform vor Ort, was die Einhaltung strenger Datensicherheits- und Datenschutzvorschriften gemäß DSGVO gewährleistet.

Positive Erfahrungen in Europa und den USA

Asklepios baut auf nachgewiesenen KI-Erfolgen auf, die bereits in US-amerikanischen und europäischen Krankenhäusern erzielt wurden. So konnte am Unfallkrankenhaus Berlin in einer retrospektiven Studie eine Steigerung der Erkennungsrate für intrakranielle Blutungen um 12 % nachgewiesen werden. An der Yale School of Medicine wurde die Bearbeitungszeit für Notfall-Schädel-CTs um 36 Minuten reduziert. Im Ochsner Medical Center hat die KI-gesteuerte Schlaganfallpriorisierung die Zeit bis zur Behandlung um 34 % verkürzt. Das Universitätsklinikum Rennes konnte eine Verkürzung der Verweildauer in der Notaufnahme um 27 % erreichen.

Quelle: Asklepios Kliniken GmbH

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