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Deutsche Krankenhausgesellschaft stellt Forderungen zum Klimaschutz auf

Klimaschutz

Deutsche Krankenhausgesellschaft stellt Forderungen zum Klimaschutz auf

Gesundheitspolitik

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Positionspapier Klimaschutz im Krankenhaus

Berlin. Mit einem Positionspapier hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft ihre Forderungen zum Klimaschutz im Krankenhaus veröffentlicht. Dabei erkennt der Verband ausdrücklich die Rolle der Krankenhäuser als Energie-Großverbraucher an und betont zugleich das daraus erwachsende Potenzial zum Klimaschutz. Die Sicherung der Energieversorgung für Krankenhäuser ist nicht nur notwendig für eine zeitgemäße Patientenversorgung, sondern auch ein Zukunftsthema im Rahmen der Energiewende in Deutschland.

Klimaschutz soll als ein vorrangiges Ziel im Krankenhausfinanzierungsgesetz verankert werden. Die DKG fordert einen Krankenhaus-Klimaschutzfonds, um dringend notwendige Investitionen in den klimaschutzgerechten Umbau der Kliniken zu ermöglichen. Darüber hinaus müssen zahlreiche gesetzliche Einzelregelungen um den Klimaschutzaspekt ergänzt werden, etwa um weitere Vorhaben zu finanzieren oder um Bürokratie abzubauen. Klimaschutz soll sich außerdem in der Personalstruktur niederschlagen: Aus- und Fortbildung von Klimaschutzmanagerinnen und -managern sollen gefördert werden.

„Ein einziges Krankenhausbett verbraucht im Durchschnitt so viel Energie wie vier Einfamilienhäuser. Der hohe Bedarf an Wärme, Licht und Energie für die zahlreichen Geräte der hochmodernen Medizin machen Krankenhäuser zu Großverbrauchern. Rund 1,5 Milliarden Euro gibt der Krankenhaussektor pro Jahr für seinen Energiebedarf aus. Je nach Studie liegt der Anteil der Kliniken an den Treibhausgas-Emissionen zwischen 5,2 und 6,7 Prozent. Einsparungen bei Energie und Treibhausgasemissionen im Krankenhausbereich werden daher einen signifikanten Beitrag zum Klimaschutz leisten können und zugleich langfristig Kosten im Gesundheitssystem reduzieren.  Notwendig dafür sind aber Investitionen. Die Bundesländer sind über die vergangenen Jahrzehnte kaum ihrer Pflicht nach vollständiger Investitionskostenfinanzierung für die Krankenhäuser nachgekommen. Auch auf anderen Wegen hatten die Kliniken keine Möglichkeit, klimaschutzgerechte Investitionen zu finanzieren. Vielerorts arbeiten veraltete Heizkessel, oder es geht Energie durch schlecht gedämmte Fassaden verloren. An einem Klimaschutzfonds für Krankenhausinvestitionen führt daher kein Weg vorbei“, erklärt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DKG, Prof. Dr. Henriette Neumeyer.

Auf der anderen Seite müssen sich die Krankenhäuser selbst für den Klimawandel rüsten. Dabei geht es vor allem darum, Patientinnen und Patienten genauso wie Beschäftigte vor Hitze zu schützen. Für längere Hitzeperioden sind die meisten Krankenhäuser heute allerdings nicht gerüstet. Gekühlte Räume sind noch immer die Ausnahme in deutschen Kliniken. „Die Raumtemperatur beeinflusst den Heilprozess, überhitzte Krankenzimmer im Sommer sind also nicht nur ein Komfortproblem. Mit bisherigen Mitteln wie Verschattung, Ventilatoren und Kühlakkus können Krankenhäuser den neuen Herausforderungen nicht mehr begegnen. Gebäudehüllen zu ertüchtigen und moderne Kühltechnik einzubauen, die den Treibhausgasausstoß nicht weiter erhöht, sondern erneuerbare Energien wie Photovoltaik nutzt, sind notwendige Voraussetzungen für sichere Bedingungen den Krankenhäusern. Denn wir können unseren Beschäftigten dauerhaft keine überhitzten Arbeitsplätze zumuten. Hitzefrei ist für sie keine Option. Sie müssen an sieben Tagen in der Woche und 365 Tagen im Jahr für ihre Patientinnen und Patienten da sein – verschobene Behandlungen oder hitzebedingte Betriebseinschränkungen sind daher keine verlässliche Lösung“, sagt Neumeyer.

Das Positionspapier finden Sie auf der Website der DKG.

Quelle: www.dkgev.de

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