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Mehr ambulante Behandlungen am Krankenhaus als Chance für die Versorgung

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Mehr ambulante Behandlungen am Krankenhaus als Chance für die Versorgung

Gesundheitspolitik

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DKG zun Positionspapier Ambulantisierung

Berlin. Angesichts der demografischen Herausforderung mit einer wachsenden Zahl älterer Menschen, die mehr Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen, muss das Gesundheitssystem alle Potentiale ausschöpfen, um die Versorgung effizienter zu gestalten. Dazu zählt auch die Ambulantisierung von bisher stationär erbrachten Krankenhausbehandlungen. Die ambulante Nutzung von Krankenhausressourcen, ihrer Infrastruktur und ihrer fachlichen Kompetenz ist eine der der zentralen Chancen für die Gesundheitspolitik der kommenden Jahre. Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft ein neues Positionspapier zur Ambulantisierung vorgelegt. Der Verband stellt darin seine Vorschläge vor und Forderungen zur politisch gewollten Ausweitung ambulanter Behandlungen in Krankenhäusern auf.

Das Papier behandelt dabei drei Kernthemen: Hybrid-DRGs zur Finanzierung der komplexen ambulanten Leistungen, ambulantes Operieren und sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen. Die DKG kritisiert die unüberlegte Einführung der Hybrid-DRGs in der geplanten Form und fordert, die im Gesetz angelegte perspektivische Ausweitung auf der Basis von Kurzlieger-Fallpauschalen umzusetzen. Ein Kurzlieger-Katalog würde die notwendigen Anreize setzen, Behandlungen mit geringerem Aufwand und mit kürzerer Liegedauer zu gestalten, was gleichzeitig auch im Interesse der Patientinnen und Patienten liegt.

Die Leistungen nach dem Katalog für Ambulantes Operieren müssen aufwandsgerecht finanziert werden, um künftig noch mehr ambulante Behandlungen zu ermöglichen. Aktuell tritt die Entwicklung auf der Stelle, weil viele potentielle Behandlungen nicht kostendeckend erbracht werden können. Notwendig ist deshalb, die Krankenhäuser mit ihren Kostenstrukturen an den Verhandlungen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung zu beteiligen.

Konzept der sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen sollte wieder aufgenommen werden

Die geplanten sektorenübergreifenden Versorgungseinrichtungen müssen zu verlässlichen Anlaufpunkten für die ambulante und stationäre Grundversorgung entwickelt werden. Dazu braucht es einen ebenso verlässlichen Rahmen für deren Behandlungsspektrum und die Refinanzierung der sektorübergreifenden Versorgung. Die DKG schlägt zudem vor, das Konzept der medizinisch-pflegerischen Versorgung durch sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen wieder aufzunehmen. Durch die Möglichkeit, erweiterte pflegerische Leistungen anzubieten, würde sich so die wohnortnahe Versorgung älterer, multimorbider oder anderweitig pflegebedürftiger Patientinnen und Patienten verbessern. Nicht zuletzt fordert die DKG, die Versorgungseinrichtungen ausreichend und angemessen zu finanzieren.

„Mehr ambulante Behandlungen im Krankenhaus sind eine Chance, das Gesundheitssystem besser, effizienter und kostengünstiger zu gestalten, auch im Interesse der Patientinnen und Patienten. Vieles an den Plänen zur Ambulantisierung ist allerdings noch unausgegoren oder von teils völlig überzogenen Vorstellungen vom Ausmaß ambulant möglicher Behandlungen in niedergelassenen Arztpraxen getrieben. Es wird Zeit, dass mehr Sachlichkeit und Rationalität in die Debatte kommen, damit wir die Reformchancen nicht verspielen. Dazu wollen wir unseren Beitrag leisten“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der DKG, Dr. Gerald Gaß.

Quelle: DKG

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