»

Neue Gesundheitsministerin Nina Warken: Große Aufgaben – große Erwartungen

Wecker mit Post-It auf dem steht "Time to Act"

Neue Gesundheitsministerin Nina Warken: Große Aufgaben – große Erwartungen

Gesundheitspolitik

2 MIN

DKG zur Amtseinführung der neuen Gesundheitsministerin

Berlin. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) begrüßt die Ernennung von Nina Warken zur neuen Bundesministerin für Gesundheit und wünscht ihr für die anstehenden Aufgaben eine glückliche Hand, klare Orientierung und eine offene, partnerschaftliche Kommunikation mit allen Akteuren des Gesundheitswesens.

„Mit Nina Warken verbinden wir die Erwartung, dass der gesundheitspolitische Dialog wieder in einem konstruktiven Miteinander geführt wird. Gesundheitsversorgung ist eine der zentralen Säulen unserer sozialen Sicherung, sie sichert gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Frieden. Hier braucht es einen breiten gesellschaftlichen Konsens“, erklärt Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.

Zentrale Herausforderungen bestehen insbesondere in der Stabilisierung der Finanzierung von Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und Pflegeversicherung. Steigende Beitragssätze belasten Versicherte und Arbeitgeber gleichermaßen – hier bedarf es zielgerichteter, nachhaltiger Maßnahmen. Ein pauschales Ausgabenmoratorium, wie es von Kassenseite vielfach gefordert wurde, ist aus Sicht der DKG jedoch der falsche Weg. Vielmehr müssen beispielsweise versicherungsfremde Leistungen klar definiert und aus Steuermitteln getragen werden, um die solidarische Finanzierung der GKV nicht weiter zu überlasten.

Neben diesen drängenden Problemen bei der Finanzierung der GKV besteht aber auch auf dem Feld der Krankenhausreform dringender Handlungsbedarf. Die Reform muss nachgebessert werden, insbesondere die Vorhaltefinanzierung ist in ihrer jetzigen Form unpraktikabel und birgt extreme Gefahren für Fehlanreize und Fehlentwicklungen, bis hin zu Wartelistenmedizin. „Gespannt blicken wir auch darauf, wie die im Koalitionsvertrag zugesagten „Sofort-Transformationskosten“ als Direktzahlungen an die Krankenhäuser umgesetzt werden“, so Gaß.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Entbürokratisierung. Hier setzt die DKG große Hoffnung in die neue Ministerin. Ein inzwischen maßloser Regulierungs-, Kontroll- und Dokumentationsaufwand bindet tagtäglich zehntausende an Fachkräften, die in der direkten Patientenversorgung fehlen. Eine spürbare Entlastung der Einrichtungen von unnötiger Bürokratie muss deshalb zu den vorrangigen Zielen gehören.

„Wir sind überzeugt, dass Nina Warken gemeinsam mit ihrem Team und Tino Sorge und Georg Kippels einen neuen Ton in die gesundheitspolitische Kommunikation bringen wird. Einen Ton des Respekts, des Dialogs und der lösungsorientierten Zusammenarbeit. All das haben wir in den letzten Jahren schmerzlich vermisst“, so Gaß abschließend.

Quelle: DKG

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Versorgung

Versorgung unter Druck

Wiesbaden. Die medizinische Versorgung steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Reformen greifen in gelernte Abläufe ein, die Bevölkerung altert und der Klimawandel bringt neue medizinische Herausforderungen.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Klimaschutz

Deutsche Krankenhausgesellschaft stellt Forderungen zum Klimaschutz auf

Berlin. Mit einem Positionspapier hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft ihre Forderungen zum Klimaschutz im Krankenhaus veröffentlicht.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
DIVI

DIVI begrüßt Bestätigung der ärztlichen Handlungsfreiheit

Berlin. Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Triage-Gesetzgebung in Deutschland für verfassungswidrig erklärt.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen