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Denn sie wissen, was sie brauchen

München Klinik

Denn sie wissen, was sie brauchen

Patientenversorgung

4 MIN

Intensivteam der MüK Neuperlach gestaltet neuen, hochmodernen Intensivkomplex mit mehr Komfort

München. Blau ist die internistische Intensivstation (St. 33), rot die operative Intensivstation (St. 32). Zu beiden Stationen weist der Weg im dritten Stock der München Klinik Neuperlach in leuchtenden Farben. Vorher lagen zwischen den beiden Stationen im Erdgeschoss einige Flure und Meter, nun haben sie nah zusammengefunden und bilden, gemeinsam mit den ebenfalls benachbarten Intermediate Care Stationen und dem OP-Trakt, den neuen Neuperlacher Intensivkomplex. Während der mehrjährigen Planungs- und Umbauphase haben die Intensivteams ihre neuen Stationen aktiv mitgestaltet und sich in den vergangenen Monaten – nach dem Umzug bereits zum Jahreswechsel – in ihren neuen Bereichen gut eingelebt. Beide Intensivstationen wurden im Rahmen des Umzugs vergrößert. Sie bieten mit modernster Ausstattung überaus breite, an den neuesten Empfehlungen ausgerichtete technische Versorgungsmöglichkeiten sowie gleichzeitig mehr Komfort für Patientinnen.

Wohlfühlatmosphäre fördert die Genesung

17 statt bisher 14 Betten umfasst die neue internistische Intensivstation. Gemeinsam mit der benachbarten operativen Intensivstation mit 13 Betten, vornehmlich in Einzelzimmern, wurden die Wandfarben und Bodenbeläge vom Intensivteam sorgfältig ausgewählt, um den dort erforderlichen hohen Hygiene- und Technikansprüchen gerecht zu werden und gleichzeitig eine beruhigende und wohnliche Atmosphäre zu schaffen. Die Patientinnenzimmer haben laut Patrick Schalamon, Stationsleiter der internistischen Intensivstation, einen „hohen Wohlfühlfaktor“ mit hotelähnlicher Atmosphäre. „Wir versorgen häufig Patientinnen, die von einem Delir, also einem Verwirrtheitszustand, betroffen sind. Hier haben wir München Klinik Seite 2 von 3 ein Umfeld geschaffen, das zur Genesung aktiv beiträgt. Die Atmosphäre ist ansprechend und beruhigend – das war uns als Team bei der Gestaltung wichtig“, so Herr Schalamon. Beide Intensivstationen verfügen zur Versorgung infektiöser Patientinnen über zwei Isolationszimmer, in denen sowohl in Über- als auch Unterdruckatmosphäre gearbeitet werden kann. Ein Abschiedsraum, der mit ruhigen und freundlichen Farben gestaltet wurde, bietet für Angehörige verstorbener Patientinnen die Möglichkeit würdevoll Abschied zu nehmen.

Hochmoderner Arbeitsplatz schafft mehr Zeit für die Patientinnenversorgung

„Häufig passt man im Krankenhaus die Versorgung an die Räumlichkeiten an – hier hatten wir die Möglichkeit, es umgekehrt zu machen“, freut sich auch Michaela Trommer, Stationsleiterin der operativen Intensivstation. Im Zentrum beider Intensivstationen befinden sich die Pflege-Stützpunkte mit modern ausgestatteten Arbeitsplätzen. Durch elektronische Wandtafeln und modernste Visitenwägen ist das gesamte Arbeitsfeld hochmodern und digitaler geworden. Die Neuperlacher Intensivstationen arbeiten bereits mit einem digitalen System zur Erfassung der Patientinnendaten, welches die Dokumentation und Überwachung erleichtert und in der gesamten München Klinik eingeführt wird. Für Entlastung der Mitarbeiterinnen sorgt das zentrale Lager. Bis zu 90 Prozent der Bestellungen laufen über die Logistik. In einer gemütlichen Sitzecke neben den Stützpunkten können kleine Besprechungen erfolgen. Mehr Ruhe bietet dem internistischen und operativen Pflegeteam jeweils ein großzügiger Aufenthaltsraum, in dem neben Pausen auch digitale Fortbildungen oder hybride Teamgespräche stattfinden können. Über Bildschirme mit integrierter Klingelfunktion behalten beide Teams raumübergreifend stets den Überblick und können auf Alarme sofort reagieren. Die benachbarten Ärztinnenzimmer wurden ebenso harmonisch gestaltet und bieten den interprofessionellen Teams auf kürzestem Weg optimale Kommunikations- und Handlungsmöglichkeiten. „Hier ist es gelungen, aus dem ärztlichen und pflegerischen Team heraus ein optimales Arbeitsumfeld zu schaffen, das sich spürbar positiv auf die Patientinnenversorgung, die Zusammenarbeit und die Prozesse auswirkt. Die Teamkolleginnen haben hier mit viel Engagement ihre Ideen und Zeit eingebracht und dieses Ergebnis im Sinne des Personals und der Patientinnen so erst ermöglicht“, sagen die beiden Chefärzte Prof. Stefan Sack (Kardiologie und Internistische Intensivmedizin) und PD Dr. Thomas Felbinger (Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin).

Räumliche Nähe fördert die stationsübergreifende Zusammenarbeit

Im neuen Intensivkomplex arbeiten die unterschiedlichen Disziplinen fachlich noch enger zusammen. „Die räumliche Nähe erleichtert uns die gegenseitige pflegerische, diagnostische und kollegiale Unterstützung“, sagen die beiden Stationsleitungen. Ebenso werden wichtige Funktionsräume, wie die Lager für Material und Großgeräte, die Patient*innenküche sowie der Reanimationsraum, gemeinschaftlich genutzt. „Wir arbeiten als Teams weiter eigenständig, profitieren aber gegenseitig vom engen Austausch. Jüngst haben wir teamübergreifende Stationsbesprechungen eingeführt, in denen wir die gemeinsame Zusammenarbeit noch intensivieren möchten“, so Frau Trommer und Herr Schalamon.

Quelle: München Klinik

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