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Charité-Bilanz 2025: Deutliches Plus bei Patienten und Forschung

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Charité-Bilanz 2025: Deutliches Plus bei Patienten und Forschung

Aus der Praxis

4 MIN

Bedeutende Fortschritte des Konsolidierungskurses

Berlin. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein herausforderndes Jahr 2025 mit deutlichen Erfolgen in Krankenversorgung, Forschung und Strukturentwicklung abgeschlossen. Trotz erheblicher Kürzungen des Landeszuschusses und eines weiterhin angespannten wirtschaftlichen Umfelds ist es der Berliner Universitätsmedizin gelungen, das vergangene Jahr um 10,7 Millionen Euro besser als geplant abzuschließen. Auch konnte man die Zahl der behandelten Patienten steigern und die internationale Spitzenposition weiterstärken. Der Finanz- und Strukturausschuss hat dem Aufsichtsrat der Charité in seiner Sitzung vom 24.4. empfohlen, entsprechend den Jahresabschluss 2025 festzustellen.

Deutlich mehr Patienten stationär und ambulant versorgt in Charité

Die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser in Deutschland ist systemisch angespannt – auch die Charité ist davon nicht ausgenommen. Es gelingt dennoch, eine Entwicklung in Richtung eines positiven Jahresabschlusses weiter voranzutreiben. Man konnte den Jahresfehlbetrag im Vergleich zu 2024 um weitere 23,8 Millionen Euro reduzieren. Somit verzeichnet die Charité für das vergangene Jahr noch ein Minus von 63,6 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse konnte man insgesamt leicht steigern, sie beliefen sich auf rund 2,2 Milliarden Euro. Mit 1,5 Milliarden Euro generierte man einen Großteil der Umsatzerlöse in den stationären Bereichen. Weitere 228 Millionen Euro erwirtschaftete man durch ambulante Leistungen.

Qualität in der Versorgung

Die herausragende Qualität der medizinischen Versorgung hat erneut die internationale Analyse von Newsweek und Statista bestätigt. Die Charité gehört weiterhin zu den zehn besten Krankenhäusern der Welt. Das wissen auch die Patienten zu schätzen. Mit rund 148.000 voll- und teilstationären sowie mehr als 853.000 ambulanten Fällen hat Deutschlands größte Universitätsklinik zusammen mit dem DHZC im Jahr 2025 mehr Menschen versorgt als im Jahr zuvor.

Prof. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, betont: „Die Charité ist ein wesentlicher und verlässlicher Pfeiler der Gesundheitsversorgung in Berlin. Tag für Tag leisten unsere Teams einen entscheidenden Beitrag für die medizinische Versorgung und das Wohl der Menschen in dieser Stadt. Diese Entwicklung bestätigt unseren Anspruch, moderne Medizin auf höchstem Niveau anzubieten und zugleich fest in der Stadt verankert zu sein.“ Er ergänzt: „Das Jahr 2025 hat eindrucksvoll gezeigt, wozu die Charité in der Lage ist: Wir haben mehr Patientinnen und Patienten versorgt, konnten unsere internationale Spitzenstellung behaupten und wichtige strukturelle Weichen für die Zukunft stellen. Unsere Stärke ist das große Team der Charité-Mitarbeitenden, das jeden Tag daran arbeitet, das Zusammenspiel von Medizin, Forschung und Innovation zu ermöglichen.“

Stabile Entwicklung trotz wirtschaftlicher Herausforderungen für Charité

Trotz steigender Tarifkosten und Preisentwicklungen sowie erheblicher Kürzungen im Landeszuschuss konnte die Charité ihr Jahresergebnis deutlich verbessern. Durch gezielte Maßnahmen zur Leistungssteigerung und Kostendisziplin befindet sich das Unternehmen auf dem Weg der Konsolidierung und hat besser abgeschnitten als vorab geplant.

Astrid Lurati, Vorstand Finanzen und Infrastruktur, erklärt: „Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ist es uns gelungen, das Defizit von minus 87,4 Millionen Euro im Jahr 2024 auf minus 63,6 Millionen Euro zu reduzieren und unsere finanzielle Entwicklung zu stabilisieren – das zeigt, dass unsere eingeleiteten Maßnahmen bereits spürbar greifen. Wir sind auf einem klaren Konsolidierungskurs und tätigen dabei dennoch gezielt umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung und unsere Infrastruktur. So schaffen wir die Grundlage, um weiterhin eine Spitzenposition in Wissenschaft und Versorgung zu belegen.“ Sie fügt hinzu: „Die Charité hält konsequent daran fest, auf mittlere Sicht eine wirtschaftliche Stabilisierung zu erreichen – trotz erheblicher Unwägbarkeiten und Kürzungen im Finanzierungssystem der Krankenversorgung und der Fakultät.“

Forschung auf internationalem Spitzenniveau

Auch in der Forschung setzte die Charité 2025 Maßstäbe: Mit Drittmitteleinnahmen von rund 292,5 Millionen Euro blieb das Niveau hoch und die Charité gehört weiterhin zu den führenden Einrichtungen beim Einwerben von Drittmitteln. Bedeutende Erfolge wie das neu bewilligte Exzellenzcluster ImmunoPreCept, die Fortführung des Clusters NeuroCure, zwei neue Sonderforschungsbereiche sowie mehrere ERC Grants unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz.

Ausblick

Prof. Kroemer blickt positiv auf das aktuelle Jahr: „Die Charité sieht die anhaltenden Herausforderungen im Gesundheitswesen als Chance, ihre Prozesse weiter zu optimieren und Innovationen gezielt voranzutreiben. Ziel bleibt es, die Position als eines der weltweit führenden Universitätsklinika langfristig zu sichern – zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie der Gesellschaft.“

Quelle: Charité – Universitätsmedizin Berlin

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