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Krankenhaus Salem: Krankenhausbetrieb und Patientenversorgung gesichert

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Krankenhaus Salem

Krankenhaus Salem: Krankenhausbetrieb und Patientenversorgung gesichert

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Universitätsklinikum Heidelberg sichert Versorgung am Standort

Heidelberg. Nach intensiven Gesprächen und Verhandlungen wurde die Übernahme des Krankenhauses Salem durch das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) zum 1. Juli 2026 beschlossen. Mit dem Übergang von Gebäude und Grundstück wird das Krankenhaus Salem künftig als ein Standort des UKHD fortgeführt.

Die geplante Übernahme stärkt die medizinische Versorgung in Heidelberg nachhaltig. Ziel ist es, die Kontinuität in den jeweiligen medizinischen Fachbereichen so wie bisher zu gewährleisten. Das zukunftsfähige Medizinkonzept sichert den Standort und Arbeitsplätze in Heidelberg.

Dr. Rafaela Korte, Geschäftsführerin der Krankenhaus Salem der Evang. Stadtmission Heidelberg gGmbH, sagt: „Der Standort ist wichtig für die Versorgungssicherheit in der Region. Das UKHD bietet hervorragende strukturelle und medizinische Voraussetzungen, um die Kompetenzen des Hauses zu integrieren und zu fördern. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden für ihren tatkräftigen Einsatz in den vergangenen Monaten.“

„Das Krankenhaus Salem ist seit vielen Jahren ein enger Kooperationspartner für das Universitätsklinikum Heidelberg. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten dort hervorragende Grund- und Regelversorgung für die Heidelberger Bevölkerung. Wir sind froh, diesen traditionsreichen Medizin-Standort für Heidelberg und die Region langfristig erhalten zu können. Dafür haben wir ein zukunftsfähiges medizinisches Gesamtkonzept entwickelt. In Kooperation mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen werden wir den Patientinnen und Patienten eine optimale Behandlung auch zukünftig anbieten können“, sagt Professor Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender am Universitätsklinikum Heidelberg.

Übernahme des Krankenhauses Salem

„Mit der Übernahme durch das UKHD schaffen wir eine solide Fortführungslösung und sichern die Zukunft des Krankenhausstandortes Salem“, sagt Prof. Dr. Lucas F. Flöther, Rechtsanwalt und Partner bei Flöther & Wissing Rechtsanwälte, der das Krankenhaus im laufenden Insolvenzverfahren als Insolvenzverwalter begleitet. „Nach den intensiven Gesprächen in den vergangenen Monaten freuen wir uns, dass der Standort insgesamt eine starke Perspektive erhält.“

Dennis Kramer, Theologischer Vorstand der Evangelischen Stadtmission Heidelberg, sagt: „Die Evangelische Stadtmission hat als Eigentümerin von Grundstück und Gebäude den Weg für diese Lösung freigemacht. Wir freuen uns, dass der medizinische Standort erhalten bleibt. Den Mitarbeitenden, die dieses Haus mit großem Engagement durch eine schwierige Phase getragen haben, gebührt unser Respekt.“

Zugleich wird das Haus eine Änderung im medizinischen Angebot vollziehen: Die Gynäkologie und Geburtshilfe wird nicht weitergeführt, da die Leistungsfähigkeit der Gynäkologie am Standort Salem nicht ausreicht, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein. Für die Patientinnen und Patienten der Gynäkologie und Geburtshilfe ist derzeit eine reguläre Versorgung bis Ende Juni geplant – bereits vereinbarte Termine können nach wie vor wahrgenommen werden. Mit den von der Schließung der Bereiche betroffenen Mitarbeitenden geht das UKHD in den Austausch zu beruflichen Perspektiven sowohl am UKHD als auch bei anderen Versorgern in der Region. Die gynäkologische und geburtshilfliche Versorgung der Patientinnen in der Region ist über den Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim und andere Versorger weiterhin vollumfänglich und auf höchstem medizinischem Niveau gewährleistet.

Seit mehreren Monaten befand sich das Krankenhaus Salem aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens in intensiven Gesprächen über eine Fortführungslösung. Die Restrukturierung wird ebenfalls begleitet vom Prozessbevollmächtigten Thomas Mulansky, Rechtsanwalt bei Mulansky und Kollegen.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

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