»

Reha-Budget der DRV künftig keine Obergrenze mehr

Geldstapel auf Waage

Reha-Budget der DRV künftig keine Obergrenze mehr

Gesundheitspolitik

2 MIN

Bundesregierung setzt DEGEMED-Position um

Berlin. Mehr als 40 Vertreter*innen der Reha-Branche diskutierten auf Einladung der DEGEMED mit der Reha-Fachpolitikerin der Ampelkoalition, Dr. Tanja Machalet, MdB über die Themen, die 2024 auf der Agenda der Bundesregierung für die medizinische Rehabilitation stehen.

Im Fokus der Diskussion standen die Themen Aufhebung des Reha-Budgets der Deutschen Rentenversicherung (DRV), Fachkräftemangel sowie Digitalisierung in der medizinischen Rehabilitation.
Dabei bestätigte Dr. Machalet, dass die Bundesregierung in den kommenden Monaten gesetzgeberische Schritte auf den Weg bringen will, mit denen das Reha-Budget der DRV angepasst werden soll.
„Das Reha-Budget soll aus unserer Sicht zukünftig keine Obergrenze für Reha-Leistungen mehr sein, sondern nur noch eine Orientierungslinie“, erläuterte Dr. Machalet ihre Position. Es sei wichtig, dass das Reha-Budget bedarfsgerecht gestaltet wird, damit alle, die Bedarf an Reha-Leistungen haben, diese auch erhalten können, konkretisierte Dr. Machalet ihre Intention.

Ebenso muss ihrer Auffassung nach das Interesse der Patient_innen bei der Digitalisierung im Mittelpunkt des Ausbaus der Leistungen stehen. „Prinzipiell ist Digitalisierung kein Instrument zur Kosteneinsparung, sondern dient dazu, den Aufwand der Patient_innen bei der Inanspruchnahme von Reha-Leistungen zu optimieren“, positionierte sich Tanja Machalet gegenüber den Reha-Branchen-Vertreter_innen und der DRV.

Abschließend lud Dr. Machalet die Vertreter_innen der Rehabilitation ausdrücklich ein, die Regierungsparteien bei den anstehenden Gesetzespaketen weiterhin kritisch und konstruktiv zu unterstützen.
Für die DEGEMED sagte Christof Lawall, Geschäftsführer des Verbandes, diese Kooperation zu. Zugleich kündigte Christof Lawall an, dass das digitale Dialogformat „DEGEMED-After-Work“ fortgesetzt wird, um so die Reha-Branche eng in die politischen Entwicklungen einzubinden.

Quelle: DEGEMED

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

DKG

DKG zu den Ergebnissen des Krankenhaus Rating Reports

Berlin. Der aktuelle Krankenhaus Rating Report zeigt unmissverständlich, dass sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser bei Inkrafttreten des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes dramatisch verschlechtern wird.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
Krankenhausreform

Krankenhausreform im Spannungsfeld finanzieller Konsolidierung

Die Krankenhauslandschaft sieht sich einer systemischen Doppelbelastung gegenüber: Während die Krankenhausreform eine qualitätszentrierte Leistungskonzentration und Ambulantisierung anstrebt, zwingt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz die Häuser zu massiven Einsparungen.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen
DKG

DKG: Gesundheitskürzungsgesetz gefährdet 140.000 Arbeitsplätze in den Krankenhäusern

Berlin. Das von der Bundesregierung geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz gefährdet rund 140.000 Arbeitsplätze in deutschen Krankenhäusern bzw. jede zehnte Klinik-Stelle.

Gesundheitspolitik

Beitrag lesen