Nachfolger wird Professor Jürgen Debus
Heidelberg. Nach viereinhalb Jahren als Vorstandsvorsitzender und Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) legt Professor Ingo Autenrieth zum 1. Juli auf eigenen Wunsch sein Amt nieder. Nachfolger ist sein derzeitiger Stellvertreter, Professor Jürgen Debus. Katrin Erk ist vom Aufsichtsrat in ihrer Funktion als Kaufmännische Direktorin des UKHD für weitere fünf Jahre bestellt worden.
„Ich danke Professor Ingo Autenrieth für seine für das Universitätsklinikum Heidelberg geleistete Arbeit. Der Aufsichtsrat hat höchsten Respekt vor diesem Schritt von Professor Autenrieth “, sagt Clemens Benz, Abteilungsleiter im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und Aufsichtsratsvorsitzender des UKHD. „Professor Autenrieth hat in seiner Amtszeit das Universitätsklinikum stabil durch die Pandemie gesteuert, zentrale Impulse gesetzt und wichtige Veränderungsprozesse am Universitätsklinikum Heidelberg eingeleitet und maßgeblich vorangetrieben. Insbesondere im Hinblick auf den mit dem Universitätsklinikum Mannheim geplanten Verbund hat sich Herr Professor Autenrieth verdient gemacht und das Konzept und den Prozess entscheidend mit vorangebracht. Er hinterlässt ein medizinisch und wissenschaftlich glänzend aufgestelltes Haus, dessen Strahlkraft weit über Heidelberg und Baden-Württemberg hinausreicht. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Professor Autenrieth für die sehr gute und stets vertrauensvolle Zusammenarbeit und sein engagiertes und erfolgreiches Wirken am Universitätsklinikum in den vergangenen Jahren. Er wünscht Herrn Professor Autenrieth für seine weitere berufliche und private Zukunft viel Erfolg und alles Gute und würde sich freuen, ihn als ausgewiesenen Arzt und Wissenschaftler für die Universitätsmedizin Heidelberg halten zu können.“
Im April 2020 hatte Ingo Autenrieth das Amt des Vorstandsvorsitzenden und Leitenden Ärztlichen Direktors am Universitätsklinikum Heidelberg in schwierigen Zeiten angetreten: Nur wenige Wochen zuvor war die Coronapandemie auch in Deutschland ausgebrochen, das Universitätsklinikum als Maximalversorger wurde zur ersten Anlaufstelle für lebensbedrohlich Erkrankte. Als Infektiologe und versierter Klinikmanager übernahm Autenrieth Verantwortung in der Task-Force und organisierte die Abläufe im Klinikum, sodass Heidelberg nicht nur Infizierten aus der Region, sondern auch überregionalen Patientinnen und Patienten Hilfe anbieten konnte.
Große Projekte mit Freude und Mut angegangen
Er verfolgte den Masterplan für das Neuenheimer Feld konsequent mit dem Umzug in den Neubau der Chirurgie, dem Erweiterungsbau für das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und dem Bau des Hopp-Kindertumorzentrums KiTZ.
„Ich habe mein Amt in Heidelberg mit großer Freude ausgeübt“, sagt Autenrieth. „Ich bin stolz darauf, dass ich in diesem herausragenden Klinikum in leitender Funktion tätig sein durfte. Heidelberg belegt medizinisch und wissenschaftlich international auch 2024 wieder eine Spitzenposition. Das liegt vor allem an seinen ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diesen allen möchte ich von Herzen Dank sagen.“
Nachfolger Professor Jürgen Debus
Autenrieths Nachfolger Prof. Dr. Dr. Jürgen Debus leitet seit 2003 als Ärztlicher Direktor die Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie. 2005 war er an der Gründung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg beteiligt und ist seither Mitglied im Direktorium. Er trieb in Heidelberg die Entwicklung der Bestrahlung von Tumoren mit Protonen und Schwerionen voran, und ist seit 2009 Wissenschaftlich-Medizinischer Leiter des Heidelberger Ionentherapiezentrums (HIT). Seit November 2022 ist Debus Stellvertretender Leitender Ärztlicher Direktor am UKHD, sein Amt als Direktor des NCT ruht seither.
Clemens Benz begrüßt den neuen Vorstandsvorsitzenden: „Jürgen Debus hat bereits viel Erfahrung in der Leitung großer Kliniken und Institutionen. Als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender konnte er sich mit seinem Amt in den letzten Jahren vertraut machen. Er wird diese Aufgabe mit Bravour meistern und ich freue mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“
Jürgen Debus dankte seinem Vorgänger Ingo Autenrieth und sagte. „Mein Anliegen ist es, das Universitätsklinikum Heidelberg als Vorstandsvorsitzender in extrem herausfordernden Zeiten verlässlich zu führen und durch noch intensivere regionale Vernetzung als klinisches und wissenschaftliches Spitzenzentrum mit internationaler Strahlkraft weiter auszubauen.“ Jürgen Debus ist bereits in seiner aktuellen Position für die Digitalisierung am Klinikum zuständig. In deren Ausbau sieht der Physiker und Mediziner großes Potential für die Krankenversorgung, aber auch für die Forschung, etwa durch Einsatz moderner Analysemethoden. „Nicht zuletzt werden unsere Mitarbeitenden davon profitieren, wenn wir digitale Lösungen entwickeln, die Zeit ersparen, und Ärztinnen und Ärzte und Pflegende sich mehr ihren eigentlichen Aufgaben in der Versorgung der Patientinnen und Patienten widmen können.“
Quelle: UKHD
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