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Gesundheitsregion Südwestsachsen ergreift Initiative für zukunftsfähige Versorgung

Übergabe des Fördermittelbescheids am 16.07.2024 in Chemnitz durch Staatsministerin Petra Köpping (1. Reihe, 3. v. rechts) an die Verantwortlichen der beteiligten Kliniken, darunter EGK-Geschäftsführer Marcel Koch (1. Reihe, 2. v. rechts).

Gesundheitsregion Südwestsachsen ergreift Initiative für zukunftsfähige Versorgung

Aus der Praxis

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Modellprojekt eines eng kooperierenden Netzwerks

Chemnitz. Wie kann eine qualitativ hochwertige, patienten- und bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung in unserer Region auch in Zukunft sichergestellt werden? Mit Blick auf diese Frage und vor dem Hintergrund der aktuellen finanziellen Herausforderungen sowie der geplanten Krankenhausreform haben 19 Kliniken, darunter das Erzgebirgsklinikum, die Initiative Gesundheitsregion Südwestsachsen gegründet. Der Freistaat Sachsen fördert das Vorhaben unter Federführung des Klinikums Chemnitz nun mit 1,5 Millionen Euro. Den Fördermittelbescheid hat Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, am 16.07.2024 in Chemnitz überreicht.

„Mit diesem Modellvorhaben nehmen die Krankenhäuser der Region Südwestsachsen eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung und Organisation der künftigen Gesundheitsversorgung ein“, sagte Staatsministerin Petra Köpping bei der Übergabe des Fördermittelbescheids. „Wir wollen lieber handeln, bevor wir behandelt werden“, erläutert Marcel Koch, Geschäftsführer des Erzgebirgsklinikums, den Hintergrund der gemeinsamen Initiative öffentlicher und privater Kliniken aus ganz Südwestsachsen. Ziel Modellprojekts ist es, Vorschläge für eine zukunftsfähige medizinische Versorgung in Südwestsachsen zu entwickeln und dabei die vorhandenen Ressourcen in einem eng kooperierenden Netzwerk zu bündeln. Eine gute Abstimmung untereinander werde gerade auch im Kontext der geplanten Krankenhausreform immer wichtiger, bestätigte Staatsministerin Petra Köpping das Vorgehen.

Die Leistungen der einzelnen Kliniken sollen gezielt aufeinander abgestimmt werden, um ein gegenseitiges „Kannibalisieren“ zu vermeiden und trotz allem eine möglichst wohnortnahe Versorgung zu gewährleisten. „Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass jedes Krankenhaus jede Leistung vorhalten kann. Das hat in der Vergangenheit nicht funktioniert und wird auch in der Zukunft nicht funktionieren“, sagt Geschäftsführer Marcel Koch. Einzelne, spezialisierte Leistungen sollen an bestimmten Standorten gebündelt werden, um gerade auch die Notfall- und Grundversorgung in der Fläche weiterhin zu gewährleisten. „Nur so können wir alle Standorte erhalten und eine flächendeckende Versorgung bei akuten Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sicherstellen“, so Koch. Das Modellprojekt soll bis Ende 2026 unter wissenschaftlicher Begleitung einen tragfähigen Plan zur Neuausrichtung der Gesundheitsregion erarbeiten, der nach Zustimmung des Ministeriums bis zum Jahr 2030 schrittweise umgesetzt werden soll.

Quelle: Erzgebirgsklinikum gGmbH

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