Die Pflege ist ihre Herzensangelegenheit
Augsburg. Alishia Schneider ist seit 1. November 2024 Pflegedirektorin am BKH Günzburg. Wie sie aufgenommen wurde, welche Ziele sie hat und wodurch die dreifache Mutter Kraft sammelt.
Alishia Schneider merkt man mit jeder Aussage an, wie sehr sie ihren Beruf liebt. Sie würde am liebsten hilfsbedürftige Menschen versorgen, sie pflegen, ihnen zuhören und Mut zusprechen. Geht aber nicht oder nur bedingt. Denn die 35-Jährige hat als Führungskraft im Bezirkskrankenhaus (BKH) Günzburg andere Aufgaben: Seit 1. November ist sie Pflegedirektorin und damit zuständig für 760 Frauen und Männer, die in diesem Bereich arbeiten. Die gebürtige Ulmerin hat die Nachfolge von Georg Baur angetreten, der in Ruhestand gegangen ist.
„Pflege ist eine so wichtige Profession“, stellt Schneider voller Überzeugung fest, „für mich ist sie eine Herzensangelegenheit“. Als neue Pflegedirektorin will sie Prozesse gestalten und für jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin ein offenes Ohr haben. „Es gibt zwar viele politische Vorgaben. Dennoch haben wir zahlreiche Möglichkeiten der Gestaltung. Das will ich vermitteln und an jede Aufgabe positiv rangehen“, so Schneider. Es müsse vor allem um die Frage gehen: Was können wir tun, um unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen? Ihr Vorgänger Baur habe hier Weichen gestellt und gut vorgearbeitet. „Es ist sein Lebenswerk. Auf diesem Weg will ich weitergehen und neue Akzente und Ideen einbringen“, lautet ihr Ziel. Dazu gehört zum Beispiel die Implementierung von akademisierten Fachkräften in den Klinikalltag und eine gute Einarbeitung von Führungskräften. „Sie sollen alle Instrumente haben, um ihre Mitarbeitenden zu schulen.“ Außerdem will Schneider sich dafür einsetzen, die Außendarstellung des Pflegeberufes positiv zu belegen.
Seit 1. November 2024 ist sie nun schon hier am BKH Günzburg, dem größten Standort der Bezirkskliniken Schwaben. In den ersten beiden Monaten ging es um die Einarbeitung, wobei Georg Baur von Anfang an darauf achtete, seine Nachfolgerin gleichwertig einzusetzen. Seit Jahresbeginn ist die 35-Jährige nun vollständig „in Amt und Würden“ und als Pflegedirektorin Mitglied der örtlichen Krankenhausleitung.
„Die erste Zeit war total spannend“, erzählt Alishia Schneider, „ich bin wahnsinnig gut, total offen und wertschätzend aufgenommen worden“. Die Psychiatrie bedeutet für sie einen neuen Fachbereich kennenzulernen. Ursprünglich kommt sie aus der Neurologie und Anästhesiologie. Am RKU in Ulm und in Esslingen arbeitete sie als Gesundheits- und Krankenpflegerin insgesamt sechs Jahre auf der Neurologie und im Intensivbereich. Dann folgte die erste Position mit Führungsverantwortung: Sie baute in Ulm einen großen ambulanten Wundversorger auf. Während dieser weiteren sechs Jahre lernte sie viel über Führungsstile und -techniken. Danach folgte der Wechsel an die Donauklinik Neu-Ulm, die zur Kreisspitalstiftung Weißenhorn gehört. Dort war sie als Pflegedienstleiterin für 170 Mitarbeiter zuständig.
„Das war ein Jahr geprägt von Herausforderungen in der Weiterentwicklung einer Klinik vor dem Hintergrund der politischen Rahmenbedingungen. Ich konnte unglaublich viel an Erfahrung mitnehmen, was mir nun hilft: Ich kann in vielen Situationen entspannter bleiben“, berichtet Schneider. Nach etwas mehr als einem Jahr kam das BKH Günzburg. An der dortigen Berufsfachschule für Pflege hatte sie von 2007 bis 2010 ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin gemacht.
Quelle: Bezirkskliniken Schwaben
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