»

St. Antonius Klinik Hörstel wurde eröffnet

Menschengruppe mit Funktionsträgern

St. Antonius Klinik Hörstel wurde eröffnet

Aus der Praxis

3 MIN

Investition von 16,7 Millionen Euro am Standort Hörstel

Hörstel. Vom ersten Spatenstich bis zur feierlichen Eröffnung sind knapp drei Jahre vergangen: Nun feierte die St. Antonius Klinik Hörstel offiziell Einweihung. Ein besonderer Tag, an dem die neuen Räume durch Klinikpfarrer Thorsten Weßling gesegnet und vor allem das Miteinander in den Blick genommen wurde. „Wir sind nicht nur eine Einrichtung. Wir sind ein Team. Ich wünsche mir, dass wir diesen Geist bewahren – bei allem Wachstum und allen Veränderungen“, hob Geschäftsführer Günter Engels vor rund 200 Gästen und Mitarbeitenden hervor.

Die St. Antonius Klinik Hörstel hat über Jahre hinweg eine Auslastung von über 100 Prozent. Nach der Inbetriebnahme der neuen Klinik im April 2024 mit 70 Plätzen ist die Bettenzahl ein Jahr später bereits erhöht worden, sodass seit April 112 stationäre Planbetten betrieben werden. Hinzu kommen seit Februar 12 tagesklinische Plätze. „Das zeigt: Diese Klinik ist bedarfsgerecht“, sagte Engels.

St. Antonius Klinik: Wertvoll für Patienten und bedeutender Wirtschaftsfaktor

„Ich freue mich sehr, dass Hörstel ein gefestigter Krankenhaus-Standort ist“, lobte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der am Montag zur Einweihung gekommen war. Mit dem sechswöchigen „Hörsteler Modell“ sei in der Suchttherapie vor Jahrzehnten ein besonderer Weg eingeschlagen worden, der oft verteidigt habe werden müssen, sich aber bis heute bewährt habe. Das besondere Behandlungskonzept richtet sich an Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen. Psychotherapeutische, sozialtherapeutische und weitere therapeutische Maßnahmen werden auf dem Weg zur Abstinenz miteinander verbunden. „Es geht nicht, dass Wege, die zwar unorthodox, aber unzweifelhaft gut sind, keinen Platz im System haben. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass es den Hörsteler Weg noch gibt“, betonte Laumann.

Die Landesplanung und die Alexianer als Träger hätten einen guten Grundstein für eine positive Zukunft der St. Antonius Klinik gelegt, führte Laumann aus. Die Klinik sei mit ihrem ambulanten, teilstationären und stationären Bereich ein wertvolles Angebot der ortsnahen Versorgung von Patienten, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.

Engels: „Sie bringen sich mit Ihrem Fachwissen und Ihrer Menschlichkeit ein“

Geschäftsführer Engels hatte zuvor erläutert, dass die Zahl der Mitarbeitenden von 60 Kolleginnen und Kollegen im Jahr 2012 auf 225 zum Ende des Jahres 2024 gestiegen sei. Laut aktueller Prognose erreiche man Ende dieses Jahres die Zahl von 300 Mitarbeitenden. „Sie alle bringen sich mit Ihrem Fachwissen und Ihrer Menschlichkeit in unsere Einrichtung ein“, betonte Engels.

Hinzu kommt die enge Verbindung zu den Medizinischen Versorgungszentren der Alexianer in Rheine, Steinfurt, Ibbenbüren, Lengereich und ihrem Ursprungsstandort Münster. „Sie sichern mit unserer psychiatrischen Institutsambulanz die ambulante Versorgung in Ihren Fachgebieten – kompetent, engagiert und eng mit der Klinik vernetzt“, dankte Engels den Mitarbeitenden.

Hintergrund

Das Gesamtbudget für den Neubau der St. Antonius Klinik, inklusive Einrichtung, Ausstattung, Erschließung und Außenanlagen, lag bei 15,2 Millionen Euro. Es wurde ebenso wie der zeitliche Rahmen eingehalten. Zusätzlich wurden mit der Instandsetzung des alten Krankenhausgebäudes und der Realisierung einer Inklusionsabteilung weitere Investitionen umgesetzt, sodass insgesamt rund 16,7 Millionen Euro am Standort Hörstel investiert worden sind.

Quelle: Alexianer GmbH

Weitere aktuelle Meldungen erhalten Sie über unseren KU Newsletter: Jetzt anmelden!

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Behandlungsfehler Krankenhaus MD-Jahresbericht 2025

MD-Jahresbericht 2025: DKG sieht Behandlungsqualität in Krankenhäusern auf hohem Niveau – und widerspricht Milliarden-Schadensrechnung

Berlin. Der Jahresbericht des Medizinischen Dienstes (MD) für das Jahr 2025 weist erneut rückläufige Behandlungsfehlerzahlen aus: Mit 11.735 gemeldeten Verdachtsfällen im gesamten Gesundheitswesen sank die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 569 Fälle.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Klinikum Idar-Oberstein Trägerpartner Partnersuche

Klinikum Idar-Oberstein sucht neuen Trägerpartner – offenes Verfahren gestartet, Beschäftigtenrechte gesichert

Idar-Oberstein. Die kommunalen Gesellschafter des Klinikums Idar-Oberstein haben den offiziellen Startschuss für die Suche nach einem neuen Trägerpartner gegeben. Das Verfahren wurde am 19. August 2026 im Rahmen einer vollbesetzten Mitarbeiterversammlung eingeleitet. Gesucht wird ein etablierter Krankenhausträger, der die Gesellschafteranteile der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) in Höhe von 50,05 Prozent übernimmt.

Aus der Praxis

Beitrag lesen
Crew Resource Management Klinikum Lüneburg

Crew Resource Management am Klinikum Lüneburg: Aus der Luftfahrt in den Klinikalltag

Lüneburg. Das Klinikum Lüneburg führt Crew Resource Management (CRM) ein – ein Trainings- und Arbeitskonzept, das ursprünglich für Cockpit-Besatzungen entwickelt wurde und heute weltweit in Hochrisikobereichen eingesetzt wird.

Aus der Praxis

Beitrag lesen