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Weiterentwicklung der Akut- und Notfallversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz

Notaufnahme Eingang Krankenhaus mit Arzt Rollstuhl und Patient in Bewegungsunschärfe auf dem Flur und Krankenbett

Weiterentwicklung der Akut- und Notfallversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz

Aus der Praxis

3 MIN

MUL – CT und KVBB intensivieren Zusammenarbeit in Cottbus

Cottbus. Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) bauen ihre langjährige Zusammenarbeit aus, um die Akut- und Notfallversorgung in der Modellregion Gesundheit Lausitz weiter zu verbessern.

Bereits seit 2012 existiert an der jetzigen MUL – CT eine ärztliche Bereitschaftspraxis der KVBB in Cottbus. Mit der neuen Kooperation wird dieses bewährte Modell entscheidend weiterentwickelt: Am Standort entsteht ein Integriertes Notfallzentrum (INZ), das die Notaufnahme der Universitätsmedizin, die ärztliche Bereitschaftspraxis (ÄBP) der KVBB und eine zentrale Anmeldung miteinander verzahnt. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit akuten gesundheitlichen Problemen gemeinschaftlich rund um die Uhr eine effiziente Versorgung zu bieten.

Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung

Ein zentrales Element des neuen INZ ist die gemeinsame Anmeldung, bei der qualifiziertes nichtärztliches Personal die Patienten mit einem etablierten standardisierten Ersteinschätzungsverfahren – dem Emergency Severity Index (ESI) – einstuft. Notfälle werden gezielt in die Notaufnahme der MUL – CT geleitet, während medizinisch weniger dringliche Fälle in der ärztlichen Bereitschaftspraxis oder während der regulären Sprechstundenzeiten tagsüber in kooperierenden Praxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) behandelt werden. Wichtig ist dabei: Die ärztliche Bereitschaftspraxis ersetzt nicht die regulären Haus- und Facharztpraxen, sondern ergänzt die ambulante Versorgung in Akutfällen außerhalb der regulären Sprechzeiten. „Die Bereitschaftspraxis ist eine Ergänzung und keine Alternative zur Behandlung beim Haus- oder Facharzt. Wir bitten die Patientinnen und Patienten, dies bei der Inanspruchnahme zu beachten“, betont Catrin Steiniger, Vorstandsvorsitzende der KVBB. „Unter der bundesweiten kostenfreien Rufnummer 116117 erreichen Sie telefonisch den ärztlichen Bereitschaftsdienst.“

Moderner Ansatz mit telemedizinischer Unterstützung

Die neue Kooperation ermöglicht außerdem den Einsatz moderner technischer Infrastruktur. So wird die Telemedizin eine größere Rolle spielen, um die Versorgung weiter zu optimieren. Besonders in Nachtstunden, wenn die Notaufnahme direkt in den ärztlichen Bereitschaftsdienst eingebunden wird, wird so eine schnelle und effektive Hilfe sichergestellt.

„Mit dieser Weiterentwicklung wollen wir die Notfallversorgung an der Medizinischen Universität Lausitz- Carl Thiem nicht nur effizienter gestalten, sondern auch die Patienten gemeinsam adäquat versorgen und gleichzeitig die Notaufnahme spürbar entlasten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der MUL – CT, Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel. Die Kooperation stehe exemplarisch für eine gelungene Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung, die ein Vorbild für weitere Kooperationen zwischen KVBB und Kliniken in Brandenburg sein könne.

Mit der neuen Struktur und der Bündelung von Kompetenzen streben die KVBB und das Uniklinikum eine deutliche Verbesserung der Akut- und Notfallversorgung an. Neben dem allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es am Standort einen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst und einen HNO-Bereitschaftsdienst. Die Vertragspartner sind überzeugt: Das Integrierte Notfallzentrum ist ein bedeutender Schritt für die Gesundheitsversorgung in Cottbus und Umgebung.

Quelle: Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem

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